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Gundelfingen

23.11.2019

Investor will Baugebiet in Gundelfingen realisieren

Ein Investor möchte in Gundelfingen ein Baugebiet realisieren.
Bild: Ulrich Wagner (Archiv)

In Gundelfingen, westlich der ehemaligen Weberei, soll ein Baugebiet entstehen. Stadträte haben Bedenken wegen Hochwasserschutz.

Bürgermeisterin Miriam Gruß nannte es ein „erfreuliches Thema“. Kein Wunder: In Zeiten von knappem Wohnraum dürfte ein Investor, der ein Baugebiet realisieren will, gern gesehen sein. In Gundelfingen handelt es sich um die Firma Nägele. Diese will westlich der ehemaligen Weberei ein Wohngebiet entwickeln. Im Stadtrat ging es am Donnerstagabend um den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Die Pläne kamen im Gremium grundsätzlich gut an. „Das ist nur zu begrüßen“, sagte Siegfried Wölz (SPD). Die fehlenden Bauplätze seien ein Hauptproblem in Gundelfingen, so der Unternehmer. Dass Mitarbeiter von ihm zum Bauen nach Lauingen ausweichen müssten, bezeichnete er als „schlimm“.

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Gesprächsbedarf zum geplanten Baugebiet

Trotzdem gab es im Gremium Gesprächsbedarf zu den Plänen. Das Gebiet, auf dem das Baugebiet entstehen soll, war laut Stadtbaumeister Günter Urban bis vor etwa eineinhalb Jahren noch als Hochwassergebiet ausgewiesen. Nach einer Neuberechnung ist es dies nicht mehr. Georg Blatter (CSU) äußerte trotzdem Zweifel, ob die Fläche geeignet ist, und erkundigte sich, inwieweit eine Aufschüttung angedacht sei. Die Tendenz zum Anheben sei im Hinterkopf, so Urban. „Aber wir sind mit der Planung noch nicht so weit.“ Auch Werner Böswald (FDP) begrüßte die Absichten des Investors. Er berichtete jedoch, dass er die Wiese früher im Winter zum Schlittschuhfahren genutzt hatte – das Grundwasser sei an dieser Stelle ausgetreten. „Ich habe Bedenken“, sagte Böswald, und sprach von einem „Risiko“, das man im Blick haben müsse.

Gundelfingen: Ein sensibler Bereich an der Brenz

„Uns ist die Problematik bewusst“, betonte Stadtbaumeister Urban. Der Bereich rund um die Brenz sei ein sensibler Raum, der eine behutsame Planung erfordere. Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz gehe es dort jedoch lediglich um „ein oder zwei Zentimeter“. Man versuche, die Situation durch den Bebauungsplan zu entschärfen. Der Stadtrat stimmte den Plänen schließlich einstimmig zu – mit einer Enthaltung. (ands)

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