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Projekt

29.04.2011

JUFA-Gästehaus ist vorerst für Höchstädt vom Tisch

Ein JUFA-Gästehaus, wie es etwa in Nördlingen steht, wird vorerst nicht nach Höchstädt kommen. Noch ist ungeklärt, wie das alte Internat, das auf unserem Bild zu sehen ist, künftig genutzt werden soll.
Bild: Archivfoto: Stadt

Weitere Nutzung des alten Internats bleibt ungeklärt

Höchstädt Für die nächsten Jahre ist ein JUFA-Gästehaus für Höchstädt vom Tisch. Das bestätigte Bürgermeisterin Hildegard Wanner auf Anfrage der DZ. Wie berichtet, steht das alte Internatsgebäude am Krankenhausberg leer. Eine Idee war es, dort ein Gästehaus für junge Familien, wie es schon in Nördlingen steht, zu errichten. Der Stadtrat hatte bei einer Sitzung im vergangenen Herbst zugestimmt, die Entwicklung eines Tourismuskonzeptes in Auftrag zu geben. „Jetzt hat aber JUFA einen Rückzieher gemacht. Momentan können sie keine Studie für Höchstädt machen. Sie sind die nächsten zwei Jahre ausgebucht“, erklärte Wanner. Sie schließt aber nicht aus, dass das Projekt doch noch realisiert werden könnte.

Derzeit werden weitere Überlegungen zur Nutzung des alten Internatgebäudes geprüft, konkrete Angaben könne sie aber nicht machen, so Wanner. „Fakt ist, dass die Nutzung des Internats eine wichtige Aufgabe der Stadt ist.“ Das betonte auch Stadtrat Günter Ballis (FDP): „Wir als Stadt müssen noch mehr tun. Der ganze Stadtrat muss sich an einer Ideenfindung beteiligen.“ Er findet es schade, dass das JUFA-Gästehaus nicht nach Höchstädt kommt, und glaubt auch nicht, dass es später noch realisiert wird. „Ich glaube, damit geht ein Krug an uns vorbei.“ Ballis hat aber auch Hoffnung: „Es gibt einen Investor, der Interesse an dem Gebäude zeigt. Wir müssen das unterstützen.“ Genaueres könne er noch nicht sagen.

Tolle Bauplätze

JUFA-Gästehaus ist vorerst für Höchstädt vom Tisch

SPD-Stadtratskollege Heribert Rossmeisl bedauerte ebenfalls, dass das JUFA-Projekt gestorben ist: „Das wäre eine Bereicherung für den Landkreis gewesen.“ Er kann sich mehrere Lösungen zur Nutzung des alten Internats vorstellen. Sei es ein Investor oder ein Abriss. „Dort würden auch tolle Bauplätze entstehen. Das Gebäude steht im Herzen von Höchstädt“, so Rossmeisl. Als schlechteste Lösung bezeichnete Stefan Lenz, Vorsitzender der Freien Wähler Höchstädt, die bisherige Situation: „Es steht leer und es passiert nichts.“ Er wünscht sich, dass es bei den Überlegungen keine Tabus gibt. „Es muss in alle Richtungen gedacht werden.“ Er bemängelte, dass man sich zu sehr auf ein JUFA-Gästehaus verlassen habe: „Jetzt stehen wir wieder am Anfang.“ Lenz findet es trotzdem schade, dass das Projekt vorerst nicht realisiert wird, weil „es Höchstädt noch attraktiver gemacht hätte“. Für ihn gehöre das alte Internat deshalb bei der Prioritätsliste der Stadt ganz nach oben.

Stadtrat Johann Jall (Umland) sagte auf Anfrage der Donau-Zeitung, dass das alte Internat nicht auf die lange Bank geschoben werden darf. „Die Bausubstanz wird mit der Zeit nicht besser. Aber es ist nicht einfach, eine passende Lösung zu finden.“ Ein JUFA-Gästehaus wäre seiner Meinung nach eine Chance gewesen: „Das hätte die heimische Wirtschaft gestärkt. Auch Stadtratskollegin Rita Oberfrank (CSU) sagte, dass das Gästehaus eine Bereicherung für den ganzen Landkreis gewesen wäre. Es sei wirklich bedauerlich, dass dieses Projekt vorerst gestorben ist, so Oberfrank. Ihr Traum wäre es, dass im alten Internat auch Platz für Senioren geschaffen wird. " Kommentar, Seite 24

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