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Versammlung

30.11.2017

Jahrzehntelanges Bemühen um das Schloss Höchstädt

Das Höchstädter Schloss ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Schmuckstück geworden. Der Förderkreis Schloss Höchstädt bemüht sich, das historische Gebäude weiter zu beleben.

Der Förderkreis blickt auf seine Gründung zurück. Was sich in 40 Jahren getan hat

Die Gründung vor 40 Jahren nahm der Förderkreis Schloss Höchstädt in seiner Jahresversammlung zum Anlass, auf die mehr als drei Jahrzehnte langen Bemühungen um die Sanierung und Nutzung von Schloss Höchstädt zurückzublicken. Es war von den damaligen politischen Akteuren Landtagsabgeordneter Dr. Anton Dietrich, später Landrat, und Landtagsabgeordneter Otto Mayer mutig, in den 70er-Jahren bereits an die Renovierung des Höchstädter Schlosses zu denken und die ersten Schritte einzuleiten. Dabei war es wichtig, dass auch die Bürger vor Ort dieses Ansinnen unterstützten und sich aktiv engagierten, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Die Stimmung in der Bevölkerung sei damals eher pessimistisch gewesen. Trotzdem fanden sich auch weit über den Landkreis hinaus bekannte Persönlichkeiten zum Förderkreis Schloss Höchstädt am 17. Oktober 1977 im Gasthof Berg zusammen. Sie hatten sich die Rettung und die museale Nutzung auf ihre Fahnen geschrieben. Von den Gründungsmitgliedern gehören Dr. Werner Stirnweiß und Landtagsabgeordneter Georg Winter noch dem Förderkreis an.

Heute ist Schloss Höchstädt nicht nur das Wahrzeichen der Stadt, sondern dank vielfältiger Nutzungsmöglichkeiten ein kultureller Mittelpunkt, Museumsstandort, Seminarort, Trauungsort, Ort zum Feste feiern oder einfach nur ein Ort zum Verweilen und Kaffeetrinken. Es waren laut Pressemitteilung die heimischen Lokalpolitiker und an erster Stelle Georg Winter, die sich für das Schloss stark gemacht haben. Ohne den persönlichen und ständigen Einsatz Winters, so hieß es, wäre in Höchstädt nicht das Schloss, wie es heute geschätzt und geliebt werde. Seit der Fertigstellung der Schlosskapelle und des Rittersaals ermöglicht der Förderkreis neben dem Kulturforum der Stadt und dem Bezirk Schwaben vielfältige Kulturveranstaltungen.

Dass Schloss Höchstädt nicht in der Nähe der Zentren liegt, zeigen die vergleichsweise niedrigen Besucherzahlen. Deshalb unternehme der Förderkreis alles in Sachen Kultur, um Leben ins Schloss zu bringen. Es gehe schließlich um das Wahrzeichen der Stadt, um die Heimat. Die Vorsitzende Hildegard Wanner dankte den treuen Mitgliedern und Sponsoren. Um seiner Aufgabe gerecht zu werden, freut sich der Förderkreis über weitere Mitglieder. Mit einem Jahresbeitrag von 24 Euro könne man helfen, Schloss Höchstädt weiter zu beleben. Zweiter Bürgermeister Stephan Karg gratulierte zum 40-jährigen Bestehen und dankte für das Engagement und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Höchstädt. Georg Winter blickte zurück auf die Stationen der Schlossrenovierung und zeigte seine Bemühungen um eine nachhaltige zukünftige Nutzung des Schlosses auf. Philipe Peiro gab einen Einblick in seine Pläne für ein Schlossfestival im Jahr 2019. Manuel Knoll stellte den Rahmen für einen Europäischen Filmtag im Jahr 2018 vor. Dabei sollte der Schwerpunkt z.B. auf Italien liegen und der Personenkreis auf die Senioren erweitert werden.

Zum 40. Jubiläum lud der Förderkreis seine Mitglieder und die gesamte Bürgerschaft zu einem Vortrag „Die Fürstinnen von Pfalz-Neuburg“ mit Dr. Margit Vonhof-Habermayr aus Neuburg ein. Mit vielen Bildern unterlegte die Referentin ihre lebendigen Ausführungen. Dabei waren die Konfessionszugehörigkeit und die Konfessionswechsel im Hause Pfalz-Neuburg ebenso ein Schwerpunkt wie das Leben der Herzogin Anna, der Gemahlin von Herzog Philipp-Ludwig, die im Schloss Höchstädt ihre Witwenjahre verbrachte. Allein die Dokumente über die Hochzeit der Herzogin Anna seien für einen gesonderten Vortrag interessant, so Dr. Vonhof-Habermayr. Vorsitzende Hildegard Wanner versprach, diese Anregung aufzunehmen. (pm)

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