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Buttenwiesen und Binswangen

28.08.2020

Jüdische Kultur im Landkreis Dillingen erleben

Das ehemalige Ritualbad Mikwe in Buttenwiesen kann am „Tag der jüdischen Kultur“ ebenfalls besichtigt werden.
Bild: Richard Drexler

Am Sonntag, 6. September, finden Veranstaltungen in Buttenwiesen und Binswangen statt. Was dabei geboten ist.

Trotz Corona finden auch in diesem Jahr in Binswangen und Buttenwiesen Veranstaltungen im Rahmen des Europäischen Tags der jüdischen Kultur am Sonntag, 6. September, statt.

Bedeutende Synagoge in Binswangen

In Binswangen kann der ansonsten versperrte jüdische Friedhof (Am Judenberg) von 13 bis 16.30 Uhr besichtigt werden. In dieser Zeit ist auch die Binswanger Synagoge (Judengasse 3) geöffnet. Die älteste in Deutschland noch existierende Synagoge im neomaurischen Stil ist ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung. Um 15 und 16 Uhr wird dort der Film „Die Geschichte der Juden in Binswangen“ gezeigt. Die Besichtigung ist ohne vorherige Anmeldung und kostenfrei möglich.

Wegen ihrer einzigartigen Akustik ist das ehemalige jüdische Gotteshaus auch ein beliebter Konzertsaal. Bei einem Konzert des Pianisten Valerij Petasch um 17.30 Uhr können sich die Besucher davon überzeugen lassen.

Die Teilnahme am Konzert ist nur nach vorheriger Anmeldung unter der Telefonnummer 09071/51145 (Landratsamt Dillingen) oder synagoge@bndlg.de möglich. Beim Konzert werden Spenden erbeten.

Jüdische Kultur in Buttenwiesen

In Buttenwiesen sind das begehbare Denkmal Mikwe und der jüdische Friedhof von 14 bis 17 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Darüber hinaus lädt die Gemeinde Buttenwiesen zu Führungen ein, die Einblicke in zwei wichtige Themen der jüdischen Geschichte bieten. Denn Buttenwiesen ist in doppelter Hinsicht interessant: Zum einen befinden sich mit Synagoge, Ritualbad (Mikwe) und Friedhof die wichtigsten Einrichtungen einer israelitischen Kultusgemeinde unmittelbar nebeneinander. Zwei Führungen um 14.30 Uhr und 16 Uhr informieren über dieses deutschlandweit einmalige jüdische Ensemble.

Zum anderen offenbart Buttenwiesen wie kaum ein anderer Ort den Umgang einer Landgemeinde mit der jüdischen Geschichte in der Nachkriegszeit. Bei der zweiten Themenführung mit dem Titel „1949 bis heute – Verdrängung und Erinnerung“ (ebenfalls um 14.30 Uhr und 16 Uhr) liegt der Schwerpunkt darauf, wie in Buttenwiesen verschwundene und vergessene Zeugnisse des jüdischen Lebens wieder Schritt für Schritt sichtbar gemacht wurden.

Treffpunkt für die Führungen: Mikwe Buttenwiesen (Louis-Lamm-Platz 8, ehem. Schulplatz 8). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Angesichts der Corona-Entwicklungen behalten sich die Veranstalter kurzfristige Änderungen vor. (pm)

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