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Dillingen

30.11.2019

Kampfsportgala: Magosch macht’s zum letzten Mal

Spektakuläre Szenen sind bei der Kampfsportgala am Samstag in der Dillinger Sebastian-Kneipp-Halle garantiert. Vor vier Jahren waren dort drei Großmeister unter sich: Peter Feistle zertrümmerte Ziegelsteine, die auf dem Bauch von Heinrich Magosch lagen. Günter Sonner achtete darauf, dass dem Organisator keine Bruchstücke ins Gesicht fielen.
Bild: Philipp-Moritz Noll

Plus Mit ihren Kampfsportgalas hat der Taekwondo-Clubs Donau-Lech-Iller mehr als 125000 Euro für die Kartei der Not gesammelt. Am Samstag rückt die Weltspitze aus Südkorea in Dillingen an.

Dillingen steht ein großes Spektakel bevor. Der Taekwondo-Club Donau-Lech-Iller um seinen Vorsitzenden Heinrich Magosch richtet am Samstag, 30. November, seine Kampfsportgala in der Sebastian-Kneipp-Halle aus. „Und da bieten wir das Beste vom Besten auf“, verspricht Magosch. Für die Show wurden eigens wieder Kampfsportler aus Korea eingeflogen, die am Freitagabend im Dillinger Stadtsaal empfangen wurden. „Dort ist nach wie vor die Weltspitze des Taekwondo“, erläutert der Schwenninger. Schlagfertige Jungs und Mädchen der Yong-In-Universität werben auf der ganzen Welt für ihren Sport.

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Warum die Kampfsportgala unter einem besonderen Stern steht

Bei der Gala vor vier Jahren blieb den etwa 700 Zuschauern in der Dillinger Kneipp-Halle die Spucke weg, denn da hatte ebenfalls eine siebenköpfige Truppe aus Korea für Furore gesorgt. Die Kämpfer zeigten Rückwärtssalti aus dem Stand, zertraten mit ihren Füßen in drei Metern Höhe Bretter oder durchschlugen mit ihren Händen dicke Ziegelsteine. Aber nicht nur die Koreaner trumpften groß auf. Mehr als 200 Aktive verschiedener Sportschulen hauten sich bei der Gala so rein, dass die Fetzen flogen und die Zuschauer restlos begeistert waren.

Die Kampfsportgala am Samstag steht unter einem besonderen Stern, denn Magosch sagt: „Ich mache das zum letzten Mal.“ In den vergangenen 34 Jahren hat der Großmeister, der als einer der wenigen weltweit den 9. DAN (Meistergrad) aktiv errungen hat, an 90 Kampfsportgalas in der Region mitgewirkt. Und der Taekwondo-Club Donau-Lech-Iller, der mit seinen rund 1600 Mitgliedern der FC Bayern in seiner Sportart ist, hat auf diese Weise mehr als 125.000 Euro für die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, erkämpft. Denn den Erlös stellen Magosch und seine Mitstreiter von Anfang an der Kartei zur Verfügung. „Mein Ehrgeiz ist es, die 130000 Euro voll zu machen“, kündigt der 64-Jährige an. Und er werde auch nach der letzten Gala in einer anderen Form weiter etwas für das Leserhilfswerk tun.

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Warum es die letzte Kampfsportgala in Dillingen sein wird

Dass dies nun die letzte Kampfsportgala seiner Schulen in Dillingen sein soll, begründet Magosch damit, dass sich die Zeiten geändert haben. Der Aufwand sei immens, an der Organisation der Show in Dillingen arbeite er bereits seit einem Jahr. Die Aktiven im Club seien selbst etwa 30 Wochenenden im Jahr bei Wettkämpfen unterwegs. Und es sei auch immer schwerer, das bisher Gezeigte noch einmal zu toppen.

Das will Magosch aber am 30. November tun. „Wir werden die Faszination des Taekwondo zeigen und spektakulärste Akrobatik und schwierigste Bruchtests vorführen“, kündigt der Kampfsportler an. Den Erfolg der Show machen seinen Worten zufolge auch viele Sponsoren möglich. Unternehmer Andreas Kimmerle (Ergopack) etwa übernimmt als Hauptsponsor die Kosten dafür, dass die Weltspitze des Taek-wondo-Sports aus Korea anreisen kann. Und Rudolf Kimmerle (Kimmerle-Gewerbebau) fördert die Galas bereits seit 1985.

Warum Gesundheit auch eine Kopfsache ist

Dass Magosch immer noch für seinen Sport brennt, ist ihm bei jedem Wort anzumerken. Und auch an den Taten, denn der Großmeister trainiert immer noch täglich – im Durchschnitt eineinhalb Stunden, und das seit 49 Jahren. Der Sportler ist immer wieder seltsam berührt, wenn Altersgenossen über ihre Krankheiten sprechen. Dabei könne „durch ein bisschen Bewegung“ so viel zum Positiven verändert werden. Da sei der Körper mit seinen Selbstheilungskräften genial. „Gesundheit ist auch Kopfsache“, glaubt Magosch. Und dazu gehöre auch, nicht der Bequemlichkeit nachzugeben und auf dem Sofa liegen zu bleiben, sondern sich zu bewegen.

Der Taekowondoin selbst setzt auf Disziplin und Respekt, die er auch Kindern und Jugendlichen vermittelt. Den Einbau einer künstlichen Hüfte hat Magosch vor Jahren ebenso weggesteckt wie erst in diesen Tagen eine OP an der linken Hand. „Bis zum Samstagabend werde ich fit sein, garantiert“, sagt der Schwenninger, der sich auch zum Qi-Gong-Kursleiter fortgebildet hat. Denn bei seiner letzten Kampfsportgala, die er organisiert, will auch Magosch die ganze Palette seines Könnens zeigen.

Die Gala beginnt um 19 Uhr, Einlass in die Sebastian-Kneipp-Halle ist ab 18 Uhr.

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