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Soziales Engagement

15.04.2015

Killerpilze helfen Kindern in Afrika

Die Killerpilze Mäx, Fabi und Jo waren eine Woche in Äthiopien und haben dort gemeinsam mit Topmodel Sara Nuru eine Schule für 1400 Kinder eingeweiht.
Bild: privat

Gemeinsam mit dem deutschen Topmodel Sara Nuru waren die Bandmitglieder der Killerpilze eine Woche lang in Äthiopien und haben mit Spendengeldern eine Schule eröffnet.

Ein 14-jähriges Mädchen, das einen kiloschweren Behälter mit Wasser auf ihren Kopf wuchtet. Ein Dorf, das mitten im Nirgendwo liegt. Die Menschen dort leben in einfachsten Lehmhütten. Oder Kinder, die täglich 15 Kilometer einfach laufen, um zu ihrer Schule zu gelangen. Aber auch Frauen, die zum ersten Mal in ihrem Leben unabhängig sind, nicht gegen ihren Willen beschnitten wurden.

Punk macht Schule: Band und Fans sammeln 250.000 Euro für Äthiopien

Die Eindrücke, vor allem aber die Menschen, die Mäx, Jo und Fabi in Äthiopien gesehen und kennengelernt haben, waren bewegend und einschneidend. Eine Woche lang waren die Killerpilze in dem Dritte-Welt-Land. Nicht, um Urlaub zu machen, sondern um zu helfen. Sie eröffneten gemeinsam mit Topmodel Sara Nuru eine Schule für 1400 Kinder aus Äthiopien, im Gebiet Babile.

2006 gründeten Jo und Fabi Halbig mit Mäx Schlichter ihre Band und starteten von null auf hundert durch. Mitten in der Hype-Zeit erreichte die drei Jungs eine E-Mail von Karl Heinz Böhm. Der mittlerweile verstorbene Gründer der Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“ fragte nach Unterstützung bei den Killerpilzen.

Jo erinnert sich: „Es war eine Ehre für uns. Wir waren sofort dabei und sind im gleichen Jahr zum ersten Mal in Äthiopien gewesen. Das war ein einschneidendes Erlebnis.“ Geboren war das Bandprojekt „Punk macht Schule“. Zusammen mit ihren Fans haben die Killerpilze 250.000 Euro gesammelt, mit diesem Geld wurden acht Schulgebäude in dem Dritte-Welt-Land gebaut. „Das war schon ein Riesenerfolg und eine tolle Sache“, sagt der 25-jährige Jo.

Neues Hilfsprojekt: Mit Sara Nuru weihen Killerpilze Schule ein

Im Jahr 2009 haben sich die Killerpilze gemeinsam mit dem deutschen Topmodel Sara Nuru eine neue Aufgabe vorgenommen. Unter dem Motto „Generation A B C 2015“ haben sie sich, mit Hilfe zahlreicher anderer Promis, das Ziel gesetzt, bis 2015 so vielen Kinder wie möglich in Äthiopien eine Schulbildung zu ermöglichen. Vergangene Woche konnte nun der Erfolg gefeiert werden. „Wir waren vor Ort und haben ein weiteres Schulgebäude für 1400 Kinder eingeweiht. Es war wieder ein tolles Erlebnis“, erzählt Jo Halbig.

Die Killerpilze sehen sich dabei als Botschafter der Stiftung „Menschen für Menschen“, sie wollen ihre Fans dazu animieren, für diese Projekte zu sammeln, Aktionen zu organisieren. „Wir haben an der Uni einiges gemacht oder auch bei Konzerten gesammelt. In den letzten sechs Jahren kamen so über 600.000 Euro zusammen.“

Anfang 2016 veröffentlichen Killerpilze ihr neues Album

Geld, das dringend gebraucht werde und an der richtigen Stelle ankomme, wie der Frontmann der Band sagt. „Wir wissen, was die Leute vor Ort leisten. Das ist ein sichtbarer Erfolg.“ Er selbst empfinde es als großes Privileg, mit dabei zu sein, und wisse umso mehr zu schätzen, was er habe. „Mich begeistert, dass die Menschen dort immer Glück und Stolz in sich tragen.“

Mit Hochdruck arbeiten die Killerpilze derzeit auch an ihrem neuen Album, das Anfang 2016 veröffentlicht werden soll. „Wir probieren viel aus und nehmen uns bewusst Zeit dafür. Wir wollen uns nach zehn Jahren auch verändern.“ Ein wenig extremer, wie er hinzufügt.

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