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Syrgenstein

08.12.2019

Kommunalwahlen: Ein dritter Kandidat in Syrgenstein

Es gibt einen dritten Bürgermeisterkandidaten in Syrgenstein.
Bild: Marcus Merk (Symbol)

Dieter Kogge möchte ebenfalls Bürgermeister in der Bachtalgemeinde werden. Welche Stärken er ausspielen will.

Der Wahlkampf in Syrgenstein nimmt Fahrt auf. Nachdem bereits Mirjam Steiner (SPD) und Ralf Kindelmann (CSU) ihr Interesse für das Bürgermeisteramt verkündet haben, gibt es in der Bachtalgemeinde nun einen dritten Kandidaten für die Nachfolge von Bernd Steiner. Die Freie Wählervereinigung Landshausen hat Dieter Kogge nominiert.

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Er war Quartierskoordinator für Flüchtlinge in Dillingen

Der 59-Jährige hat sich im Landkreis bereits einen Namen gemacht. Beim Landratsamt war er Koordinator der Quartiersmanager und erlebte in dieser Funktion die aufregenden Jahre 2015 und 2016 mit, als die Behörde in Dillingen wöchentlich 30 bis 60 Flüchtlinge unterbringen musste. Mittlerweile arbeitet er als Berater bei der Diakonie und bietet dort soziale und therapeutische Hilfestellungen.

Sein Slogan für den Wahlkampf lautet: „Ja zum Neuen – Dein Syrgenstein.“ Mit dem „Neuen“ meint er sich selbst. Kogge stammt ursprünglich aus Altusried im Oberallgäu. In seinem bisherigen Leben ist er viel herumgekommen. Zwischenzeitlich wohnte er unter anderem in Duisburg, Darmstadt oder Regensburg. Sogar in Nairobi, der Hauptstadt von Kenia, lebte er einmal. Ebenso abwechslungsreich wie seine Wohnorte liest sich sein Werdegang. Kogge arbeitete zuvor als Küchenmeister sowie als Pastor innerhalb der evangelischen Kirche, bevor er als Quereinsteiger an das Landratsamt wechselte. Seit fünf Jahren nennt er Landshausen sein Zuhause. Er sei kein langjähriges Mitglied des Dorfsystems, sagt er.

Kogge will Netzwerk zwischen Freiwilligen und Behörden fördern

Auch fehle ihm bisher die kommunalpolitische Erfahrung. Stattdessen bringe er als einer, der von außen kommt, einen anderen Vorteil mit: „Manche Dinge, die verfahren scheinen, kann ich komplett neutral bewerten und versuchen, einen Neuanfang zu starten“, sagt Kogge. Als Beispiele spricht er etwa das Wohnbauprojekt oder das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus an. Diese Angelegenheiten hätten „gewisse Spannungen“ entstehen lassen. Deshalb sagt Kogge: „Ich möchte das Miteinander im Bachtal stärker fördern.“ Er habe viele Jahre mit Ehrenamtlichen gearbeitet und hätte sich ein großes Netzwerk zwischen Freiwilligen und Behörden erarbeitet. Aus seiner Erfahrung wisse er, welche Sorgen Vereine haben. Daneben möchte er auch speziell Senioren und Alleinerziehende fördern. Eine Anlaufstelle für alle soll der Bürgerservice sein, den er unterstützen möchte.

„Manche Dinge, die verfahren scheinen, kann ich komplett neutral bewerten und versuchen, einen Neuanfang zu starten.“Dieter Kogge möchte Bürgermeister in Syrgenstein werden.
Bild: Kogge

Kogge bezeichnet sich als „Typ Zuhörer“. Er hat schon einige Ideen für Syrgenstein und das Bachtal. Beispielsweise möchte er einen Jugendbeirat für den Ort etablieren. Ein großes Thema, gerade im ländlichen Raum, ist für ihn die Mobilität. Die Busanbindung ist derzeit ausbaufähig – erst recht, weil von Syrgenstein aus die Wege zum einen nach Dillingen, zum anderen in den Heidenheimer Raum führen. Kogges Vision: Eine Mitfahrzentrale-Plattform, über die sich Pendler aus der Bachtalgemeinde vernetzen und so gleiche Strecken gemeinsam zurücklegen könnten. Mit diesem Modell könnte vermieden werden, dass viele Autofahrer alleine in ihren Wagen unterwegs sind.

Er fährt gerne Rad

Der 59-Jährige ist verheiratet und hat drei Kinder. Zusammen mit seiner Frau Monika lebt er als große Patchwork-Familie. Vor allem mit dieser verbringt er gerne seine Freizeit. Eine große Leidenschaft ist außerdem die Fitness. Regelmäßig ist er mit dem Fahrrad unterwegs. So fährt er teilweise mit dem Rad von Landshausen nach Gundelfingen oder Dillingen in die Arbeit und zurück.

Das sind die weiteren Kandidaten in Syrgenstein:

Mirjam Steiner will Bürgermeisterin von Syrgenstein werden

Bekommt Syrgenstein einen neuen Bürgermeister?

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09.12.2019

Dieter Kogge könnte der laut einem DZ-Bericht vom 24. September 2019 antretenden noch ledigen SPD-Bürgermeisterkandidatin Mirjam Steiner womöglich soviele Stimmen kosten, dass es für den laut dem DZ-Bericht vom 26. November 2019 ins Spiel gebrachten ebenfalls noch ledigen CSU-Bürgermeisterkandidaten Ralf Kindelmann reichen könnte, denn wir gehen davon aus, dass Kindelmann bei der CSU-Mitgliederversammlung im Sportheim des Altenberg e.V. am 8. Dezember 2019 zum Bürgermeisterkandidaten in meinem Heimatort Syrgenstein nominiert worden ist.

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