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Bürgerversammlung

29.04.2015

Kranke Linde, teure Schule, neues Baugebiet

Finningens Bürgermeister Klaus Friegel brachte in Mörslingen „Licht in die Gemeindepolitik“

Erdaushub, den die Gemeinde an der Kiesgrube zwischengelagert hat und zwei Birkenbäume, die an einer unübersichtlichen Stelle im Auftrag von Bürgermeister Klaus Friegel weggemacht worden sind. Dies waren die einzigen zwei Anliegen, die am Montagabend bei der Bürgerversammlung im Mörslinger Sportheim zur Sprache kamen. Kritik, Wünsche oder Anregungen wurden nicht geäußert. Bürgermeister Klaus Friegel nutzte den Abend, um einen Einblick in die Gemeindearbeit des vergangenen Jahres zu gewähren. Er sagte: „Gerade die Hintergründe und das Motiv einer Maßnahme bleiben unklar und im Dunkeln. Deshalb will ich heute Abend etwas Licht in die Gemeindepolitik bringen.“

Zum 2. Januar 2015 sind in der Gemeinde Finningen 1735 Bürger mit Haupt- und Nebenwohnsitz gemeldet. 2014 kamen 16 Kinder auf die Welt, 14 Paare gaben sich das Ja-Wort.

Der Etat für 2015 hat einen Umfang in Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 3,24 Millionen Euro. Die wichtigsten Einnahmen sind Einkommenssteuer (780000 Euro), Gewerbesteuer (250000 Euro), Schlüsselzuweisungen (250700 Euro), Investitionspauschale (126500 Euro) und Baulandverkäufe (50000 Euro). Zu den größten Ausgaben zählen die Kreisumlage (681500 Euro), VG-Umlage (175600 Euro), Erschließung Gewerbegebiet Kreuzkette (250000 Euro), Anbau Feuerwehrhaus Finningen (100000 Euro) und Ausbau Kreisstraße DLG 37 (210000 Euro).

Im Baugebiet Dreifaltigkeit in Mörslingen sind noch vier Bauplätze frei, über eine Erweiterung will sich der Gemeinderat noch in diesem Jahr beschäftigen. Das Baugebiet Bergfeld II in Finningen wird im Juli dieses Jahres fertiggestellt. Die Erweiterung des Gewerbegebietes Kreuzkette in Mörslingen mit vier Parzellen steht in den Startlöchern.

In Mörslingen sind für dieses Jahr 28 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahre angemeldet, in Finningen haben Eltern von 23 Kindern Antrag auf Betreuung gestellt. Davon erhalten zwei Kinder Einzelintegration und sechs Kinder sind unter drei Jahre und besuchen die Krippe.

82 Schüler aus Finningen besuchten im vergangenen Jahr die Grund- und Mittelschule in Höchstädt. Damit, so erläuterte es Bürgermeister Klaus Friegel, sei die Gemeinde, neben Höchstädt, mit am stärksten beteiligt. Am stärksten beteiligt auch dann, wenn die Schule entweder neu gebaut oder saniert wird. Friegel: „Meiner Meinung nach sollte man die Grundschule komplett der Berufsschule überlassen und nur die Mittelschule bzw. das Hauptgebäude sanieren. Vom Raumprogramm würde das passen“.

Die Steuerungsanlage und die EDV bei der Kläranlage in Mörslingen müssen komplett erneuert und auf den aktuellen Stand gebracht werden. Außerdem wird eine Fernwirkanlage in Finningen für Mörslingen errichtet, sämtliche Überspannungsschutzeinrichtungen eingebaut. Erst 2016 zur baulichen Ausführung wird die Kanalsanierung in Finningen kommen. Bislang wurde schon eine Messeinrichtung installiert und eine Prioritätenliste ausgearbeitet. Im nächstens Schritt müsste der Kanal entlang des Brunnenbachs zwischen den Straßen Am Anger und Johannesstraße ausgewechselt werden. Friegel: „Da für diese Planung ein größerer Aufwand notwendig sein wird, wurde empfohlen die Vorarbeiten und Planungen 2015 und die bauliche Ausführung 2016 auszuführen“.

Im Wirtschaftsjahr 2014/2015 wurden 80 Festmeter Fichtenholz an die Forstbetriebsgemeinschaft für 5300 Euro verkauft. Der größte Anteil an Bäumen stammt aus dem Gemeindewald Birkhau in Finningen. Dieses Jahr, so Friegel, sei auch angedacht, ein Baumkataster für die komplette Gemeinde machen zu lassen. Außerdem wolle man versuchen, die kranke Linde auf dem Kirchplatz in Mörslingen zu retten. „Sie ist ortsprägend und ortsbedeutend“.

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