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Hochwasser

12.06.2013

Lage an der Donau bleibt angespannt - Katastrophenalarm aufgehoben

Hochwasser in Schwaben. Hier im Bild Sperrung zwischen Lauingen und Weisingen (Landkreis Dillingen).
Bild: Karl Aumiller

Hochwasser in Schwaben: Während der Katastrophenalarm in Günzburg aufgehoben wurde, bleibt die Lage im Raum Dillingen auch am Mittwoch noch angespannt.

Durch den Starkregen am Wochenende waren viele Flusspegel in der Region stark angestiegen. Betroffen waren vor allem die südlichen Donauzuflüsse Günz, Mindel, Zusam und Schmutter sowie Iller. Die Folge: Überflutete Häuser, Straßen und Felder. Hunderte Feuerwehrleute waren vor allem in Nordschwaben im Einsatz, unterstützt von anderen Rettungsdiensten.

Inzwischen fallen die meisten Wasserstände. "In den Oberläufen haben die Pegelstände bereits die Meldestufen verlassen, während sich an den Unterläufen lediglich noch die Pegel Wiblingen/Iller und Offingen/Mindel mit weiterhin fallender Tendenz in Meldestufe 1 befinden", berichtete der Hochwassernachrichtendienst Bayern am Mittwochvormittag.

Kreis Günzburg: Katastrophenalarm aufgehoben

Die Lage ist wegen des Hochwassers in Günzburg weiter angespannt. 600 Einsatzkräfte sind im Einsatz.

Im Landkreis Günzburg wurde der Katastrophenalarm am Dienstagabend aufgehoben. "Zwar stehen noch zahlreiche unbebaute Flächen unter Wasser, jedoch sind keine weiteren Schadensereignisse für Hauseigentümer und Gewerbetreibende zu erwarten. Insofern kann Entwarnung gegeben werden", so das Landratsamt Günzburg. Dort waren in den vergangenen Tagen rund 25.000 Sandsäcke verbaut worden, um Häuser und Straßen gegen die Fluten zu schützen.

Nach starken Regenfällen in der Nacht auf Dienstag, 11. Juni 2013, stiegen erneut Bäche über die Ufer. Vor allem im Günztal gab es große Überschwemmungen, wie die Fotos von Christoph Dorner, Barbara Kempfle, Sandra Kraus, Irmgard Lorenz, Martin Schneider und Andreas Winterhalter zeigen.
35 Bilder
Hochwasserfotos nördlicher Landkreis Günzburg am Dienstag
Bild: Christoph Dorner, Barbara Kempfle, Sandra Kraus, Irmgard Lorenz, Martin Schneider, Andreas Winterhalter

Im Landkreis Dillingen ist die Hochwasser-Situation dagegen noch angespannt. Wegen des sich ausbreitenden Riedstromes als Folge der Ausuferungen der Donau in den Auwald wurde die Kreisstraße DLG 24 zwischen dem Kreisverkehr bei Lauingen und Weisingen für den Verkehr gesperrt. Die Staatsstraße 2028 zwischen Weisingen und Aislingen ist weiterhin nur halbseitig befahrbar. Die Gemeindestraßen zwischen Lauterbach und  Rettingen sowie zwischen Steinheim und Kicklingen bleiben gesperrt.

Donau: Meldestufe 4 wird wohl nicht erreicht

"An der Donau befindet sich der Scheitel der ablaufenden Hochwasserwelle im Bereich Donauwörth. An den Pegeln Donauwörth, Neuburg, Kelheim und Regensburg ist die Meldestufe 3 erreicht", so der HND Bayern. Immerhin: "Nach derzeitiger Prognose wird Meldestufe 4 nicht erreicht."

Ein Problem ist dabei die Abflussmenge der Donau, die im Landkreis Dillingen derzeit bei rund 850 m³ pro Sekunde auf konstant hohem Niveau liegt. Als Folge davon breitet sich der Riedstrom aufgrund nach wie vor ausufernden Donauwassers langsam aus. Noch laufen die Staustufen in Faimingen, Dillingen und Höchstädt auf Hochwasserbetrieb.

Keine weiteren Straßensperrungen bei Dillingen

Erkundungen der Feuerwehren vor Ort hatten in den letzten Stunden ergeben, dass sich die Fluträume nur langsam füllen und sich der Riedstrom bislang überwiegend in den Gebieten  des Auwalds und weniger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebreitet hat. So läuft aktuell das Auwaldgebiet „Fischmahd“ voll. Dort sind jedoch noch Aufnahmekapazitäten vorhanden. Derzeit zeichnen sich keine weiteren Straßensperrungen ab.

Lage an der Donau bleibt angespannt - Katastrophenalarm aufgehoben
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Aufräumen in Wiesenbach
Bild: Maximilian Czysz

Die Feuerwehren beobachten die Lage weiter, "weil sich die tatsächlichen Auswirkungen des Riedstromes zur Stunde auch wegen der stark durchnässten Böden nicht konkret abschätzen lassen", wie es hieß. 

In Gundelfingen indes ist die Lage relativ entspannt. Der Pegel sei rückläufig, Straßen mussten nicht gesperrt werden, berichtet Michael Hirsch, Kommandant der Gundelfinger Feuerwehr. "Heute Nacht haben wir unserer letzte Erkundungsfahrt durchgeführt, aktuell sind wir nicht in Alarmbereitsschaft", sagt er. bo, tiba, sas, AZ

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Hochwasser in Mittelschwaben am 10. Juni
Bild: Foto Weiss und unsere Mitarbeiter
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