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Landkreis Dillingen
03.09.2021

Die Inzidenz im Landkreis Dillingen liegt jetzt wieder unter 100

Die Corona-Inzidenz im Landkreis Dillingen liegt aktuell bei 90,6.
Foto: Karl-Josef Hildenbrandt/dpa (Symbolfoto)

Corona-Update: Zum ersten Mal seit fast einer Woche liegt die Corona-Inzidenz im Landkreis Dillingen wieder unter 100. So sieht es in den Krankenhäusern aus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Dillingen ist wieder unter 100 gesunken. Am Freitag melden Landratsamt und RKI einen Wert von 90,6. Am Donnerstag lag der Wert noch bei 105,0.

Die Sieben-Tage-Inzidenz wird folgendermaßen berechnet: Die Infektionsfälle der vergangenen sieben Tage werden durch die Einwohnerzahl (96.562) geteilt und anschließend mit 100.000 multipliziert. 88 Fälle gab es im Kreis Dillingen in den vergangenen sieben Tagen.

Immer wieder Delta

Derweil breitet sich die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus auch im Landkreis Dillingen immer weiter aus. Am Donnerstag wurden weitere Fälle der Variante gemeldet. Inzwischen wurde die Mutation bei 295 Landkreisbewohnerinnen und -bewohnern nachgewiesen.

Ein weiterer Todesfall im Kreis Dillingen

Eine weitere Person ist im Zusammenhang mit Corona gestorben. Die Zahl der Toten im Kreis Dillingen liegt seit Freitag bei 129. Von insgesamt 14 Intensivbetten im Landkreis Dillingen sind derzeit 10 belegt. Unter den 10 Patienten ist aktuell einer mit einer schweren Covid-Erkrankung, der auch beatmet wird. So steht es auf der Intensivregister-Karte.

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Die hohe Inzidenz im Kreis Dillingen hat Folgen. Denn inzwischen haben sich die Corona-Regeln für Veranstaltungen, Sport etc wieder geändert. Außerdem haben die beiden Krankenhäuser in Dillingen und Wertingen auch ihre Besuchsregeln angepasst.

So geht es mit den Auffrischungsimpfungen im Dillinger Land weiter

Nach dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz und dem neuen Impfkonzept des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege liegt bis Ende des Jahres der Schwerpunkt der Impfzentren auf den mobilen Impfteams zur Durchführung der Auffrischungsimpfungen für die besonders vulnerablen Gruppen. Das teilte das Dillinger Landratsamt am Sonntag mit.

Dafür kommen derzeit vor allem Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen, in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen in Betracht. Um diese Personengruppen bestmöglich vor einer Infizierung beziehungsweise vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen, werde das Impfzentrum des Landkreises Dillingen sehr zeitnah mit den Auffrischungsimpfungen in den Pflegeeinrichtungen beginnen. Neben den Bewohnerinnen und Bewohnern erhalten auch die dort Beschäftigten die dritte Impfung.

Der Hausärztemangel im Kreis Dillingen bleibt ein Thema

Voraussetzung für eine Auffrischungsimpfung ist, dass der Abschluss der ersten Impfserie beim Impfling mindestens sechs Monate zurückliegt. Die Auffrischungsimpfung erfolgt mit einem mRNA-Impfstoff.

Nach dem neuen Impfkonzept des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege hat das Impfangebot der niedergelassenen Ärzte und Betriebsärzte gegenüber einem staatlichen Impfangebot Vorrang. Deshalb erhalten Patienteninnen und Patienten mit Immunschwäche sowie Personen ab 80 Jahren und Pflegebedürftige, die nicht in einer Einrichtung leben, die Auffrischungsimpfung vorrangig durch ihre behandelnden Ärzte.

Ungeachtet dessen hat Landrat Leo Schrell in Abstimmung mit dem koordinierenden Arzt, Dr. Alexander Zaune, seine Verwaltung damit beauftragt, bei der Erarbeitung eines Konzeptes für den modifizierten Betrieb des Impfzentrums über den 30. September 2021 hinaus die wegen der im Landkreis Dillingen bekannt niedrigen Arztdichte begrenzte Impfkapazität bei den niedergelassenen Ärzten zu berücksichtigen.

Das Wertinger Impfzentrum soll die niedergelassenen Ärzte unterstützen

Dr. Zaune betont in diesem Zusammenhang, dass auch zukünftig von den Ärzten im Landkreis die Grenze von 2000 Impfungen pro Woche nicht wesentlich überschreiten werden kann. Dies sei sowohl dem Ministerium als auch der kassenärztlichen Vereinigung seitens der niedergelassenen Ärzteschaft, dem Landratsamt und der Bürgermeister des Landkreises breit bekannt gemacht und ausgiebig kommuniziert worden.

So lange wird das Impfzentrum in Wertingen vorerst aufrechterhalten

Ein ergänzendes staatliches Impfangebot hält Schrell deshalb im Landkreis Dillingen im Hinblick auf die Auffrischungsimpfungen für zwingend erforderlich. Das Impfzentrum in Wertingen wird deshalb in seiner jetzigen Form zunächst noch bis Ende September bestehen bleiben. Danach wird seitens der staatlichen Impfzentren verstärkt auf mobile Teams gesetzt. Das Landratsamt Dillingen wird deshalb das Impfzentrum in Zusammenarbeit mit dem bisherigen Betreiber in modifizierter Form bis Ende April 2022 in Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Impfzentrums, der Firma Ecocare, weiterführen. (pm)


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