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15.05.2020

Lieber Pflaster oder Asphalt?

In Wittislingen ist man sich uneins

Wer derzeit durch Zöschlingsweiler fährt, dem werden die Bauarbeiten am Straßenrand auffallen. Denn in der Schabringer Straße, der Mödinger Straße, der Ludwig-Reh-Straße und der Ringstraße wurden und werden die Gehwege aufgerissen, um Leitungen zu verlegen. In der jüngsten Sitzung des Wittislinger Gemeinderats diskutierten die Räte darüber, wie diese Gehwege später einmal aussehen sollen. Bürgermeister Thomas Reicherzer ( SPD) brachte den Vorschlag ein, den Gehweg mit Pflastersteinen auszustatten. Die seien zwar teurer, dafür aber bei künftigen Bauarbeiten leichter zu entfernen. „Langfristig kommt uns das günstiger“, so Reicherzer.

Die Meinung teilten aber nicht alle. Dominik Loibl ( CSU) kam der Preis von rund 60000 Euro recht teuer vor. Laut Geschäftsstellenleiter Tobias Steinwinter ist der Preis einer Beratung zufolge aber vertretbar. Josef Waltl (FWG) kritisierte, dass den Räten zu wenig Hintergrundinformationen bereitgestellt worden seien. „Wir kennen keine Länge, keine Quadratmeter, es gibt kein Gutachten und keine Ausschreibungen.“ Laut Steinwinter handelt es sich um eine Fläche von 1000 Quadratmetern, der Tiefbau an dieser Stelle sei bereits bezahlt. „Das ist die für die Gemeinde günstigste Variante.“ Eine Ausschreibung mache keinen Sinn, weil man sonst den Tiefbau an dieser Stelle ebenfalls neu vergeben müsse.

Gerade der Preis sorgte bei vielen Räten für Bauchschmerzen: Steffen Randler (FUW) betonte etwa, wenn man an dieser Stelle Pflaster verlege, müsse man das künftig überall machen, um ein einheitliches Bild zu schaffen. Dementsprechend kämen auch in Zukunft höhere Kosten hinzu. Der billigere Asphalt wäre womöglich die bessere Variante. Zweiter Bürgermeister Ulrich Mayerle (CSU) sprach sich für das Pflaster aus. „Ich bin aber der Meinung: Wenn man das macht, dann so, dass es die nächsten 20 Jahre passt.“ Er befürchtete, dass man andere Dinge deshalb hinten anstellen müsse. In dem Zuge kam auch die Frage auf, ob man an dem Preis nicht noch schrauben könne. Mayerle: „Vielleicht kommen wir ja doch noch auf 50000 Euro?“ Reicherzer: „Das kommt mir wie ein sehr großer Sprung vor. Da wird wenig bis gar nichts passieren können.“ Schließlich stimmten die Räte mit 12:3-Stimmen für das Pflaster. Man wolle aber versuchen, den Preis etwas zu drücken. (mayjo)

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