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Pandemie

08.04.2021

Lösungen für Schüler gesucht

Vorschläge der Kreis-AfD

In den Osterferien fand der politische Stammtisch des Kreisverbands Dillingen der AfD statt. Zu Gast in Gundelfingen war der Schulleiter einer Grund- und Mittelschule und Vorstandsmitglied der AfD Bayern, Gerd Kögler. Er sprach zum Thema „Eine Generation von Bildungsverlierern? Schule in Corona-Zeiten“. Kögler kennt laut Pressemitteilung Dillingen von seinen Fortbildungskursen an der Akademie für Lehrerfortbildung.

Er sagte, dass seit März 2020 Schulen bereits zweimal über einen längeren Zeitraum geschlossen waren. Je nach Alter und Jahrgangsstufen seien damit 400 bis 600 Unterrichtsstunden ausgefallen, was etwa einem halben Schuljahr entspreche. Der Schulleiter schätzt, dass Schüler zwischen 100 und 200 Tagen keinen Kontakt zu Mitschülern hatten.

Jedes vierte Kind sei körperlich, jedes zehnte psychisch chronisch krank. Corona habe diese Entwicklung beschleunigt. Bei Schülern würden Ängste, Aggressionen, Depressionen, Konzentrationsstörungen und Schuldgefühle zunehmen.

Kreisrat und Familienvater Peter Kappatsch fügte hinzu, dass für viele Schüler die Schule den einzigen Zufluchtsort darstelle, um häuslichen Problemen oder Gewalt zu entkommen. Sowohl der Referent, wie auch Kreisrat und Lehrer im Ruhestand Peter Holfeld, stimmten der Aussage zu.

Schüler würden gerade im Lockdown mehr Zeit vor dem Computer verbringen. Das wiederum beschleunige adipöse Entwicklungen und damit den Mangel an motorischen Fähigkeiten. Ein weiteres Problem sei die teils mangelnde digitale Ausstattung von Schülern und Schulen. Kögler selbst leitet eine Grund- und Mittelschule in Oberfranken, die offensiv mit der Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“ wirbt. Er forderte, dass alle Schulen gleichmäßige technische Ausstattungen erhalten. Masken sollten ausgeteilt werden. Regelmäßige Tragepausen während des Stoßlüftens und maskenfreie Zonen auf dem Pausenhof sollten den Schülern den Alltag mit Maske erleichtern. Der ehemalige Kreisrat Hermann Mack (REP) sieht darin einen wichtigen Schritt.

Kögler schlug vor, dass die Schulen bestimmen, wie viele Leistungsnachweise in diesem Schuljahr gemacht werden, und dass die Schulen die Abschlussprüfungen selbst erstellen. Eine freiwillige Wiederholung des Schuljahres sollte ermöglicht werden. Zeugnisse und Übertrittszeugnisse sollten auf Antrag ausgestellt werden. Alternativ sollten die Schüler, die auf das Zeugnis verzichten, eine Bestätigung der Erfüllung der Schulzeit erhalten. (pm)

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