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Gansheim

22.11.2019

Mann aus dem Kreis Dillingen wird verschüttet

Auf diesem Anwesen in Gansheim wurde am Donnerstag ein Bauarbeiter verschüttet. Die Feuerwehr holte den Schwerstverletzten mithilfe einer Drehleiter aus dem Graben.
Bild: Martin Wiemann

Eine Baugrube im Gansheimer Neubaugebiet ist eingestürzt. In der rund 2,30 Zentimeter tiefen Grube stand zu der Zeit ein 31-Jähriger aus dem Kreis Dillingen.

Beim Einbau eines Abwasserkanals ist am Donnerstag gegen 12.35 Uhr im Gansheimer Neubaugebiet (Kreis Donau-Ries) die hierfür errichtete Baugrube eingestürzt. Ein Arbeiter, welcher sich zum Einsturzzeitpunkt in der Grube befunden hatte, wurde dabei verschüttet.

Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte ein Bagger zuvor die etwa 170 Zentimeter breite und gut 230 Zentimeter tiefe Baugrube aus dem Lehmboden ausgehoben. Entgegen den Vorschriften verzichtete man seitens der Baufirma jedoch auf die Absicherung der Flanken mittels einer Spundwand.

Als sich wenig später ein 31-jähriger Arbeiter aus dem Dillinger Landkreis gerade am tiefsten Punkt der frisch ausgehobenen Grube befand, brachen etwa zwei bis drei Tonnen Erdreich von der Böschung ab und begruben den Mann unter sich.

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Die Arbeitskollegen vor Ort erkannten die Situation sofort und begannen unmittelbar damit, den Verschütteten, von dem noch ein Arm aus dem Erdreich ragte, soweit auszugraben, dass zumindest Kopf und Brustkorb wieder frei waren. Die vollständige Befreiung des Mannes aus dem Erdreich erfolgte durch die alarmierten Rettungskräfte.

Mehrere Feurerwehren aus dem Ries waren im Einsatz

Die freiwilligen Feuerwehren aus Rain, Monheim, Marxheim, Gansheim, Burgmannshofen und Schweinspoint waren mit etwa 70 Kräften und dem Kreisbrandrat vor Ort. Der verschüttete Arbeiter wurde schließlich mittels Drehleiter und einer Korbtrage aus der Baugrube gehoben. Nach Erstversorgung durch den Notarzt flog ihn die Besatzung eines Rettungshubschraubers ins Augsburger Uniklinikum.

Nun ermittelt die Polizei gegen den Bauleiter

Ersten Erkenntnissen zu Folge erlitt der Arbeiter zwar schwerste Verletzungen durch multiple Traumas, befindet sich jedoch außer Lebensgefahr. Gegen den Bauleiter vor Ort und den Chef der Baufirma wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Baugefährdung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

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