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Ehrung

06.05.2016

Mit dem ganzen Herzen dabei

Antonie Schiefnetter und Anton Schön bekommen am kommenden Montag von Landrat Leo schrell das Ehrenzeichen für ihre jahrelange ehrenamtliche Arbeit verliehen.

Antonie Schiefnetter aus Ziertheim und Anton Schön aus Wolpertstetten werden für ihr jahrelanges freiwilliges Engagement ausgezeichnet. Was ihre Motivation ist und wo das Ehrenamt Probleme hat

Entweder man ist mit dem ganzen Herzen dabei, oder man lässt es – die Meinung von Antonie Schiefnetter ist eindeutig. Und genau jenes Herzblut ist es, das die Ziertheimerin seit Jahren antreibt. Deswegen wird sie nun geehrt. In Würdigung ihres jahrzehntelangen Einsatzes hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ihr das Ehrenzeichen für verdienstvolles Wirken im Ehrenamt verliehen. Am Montagabend bekommt sie von Landrat Leo Schrell die Auszeichnung übergeben.

Die Liste, die erzählt, was Antonie Schiefnetter in den vergangenen Jahren alles gemacht hat, ist lang: unter anderem ist sie seit 2005 Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Dillingen, war von 2000 bis 2011 Mitglied im Beirat der IG Metall auf Bundesebene, war vier Jahre lang ehrenamtliches IG-Metall-Vorstandsmitglied auf Bundesebene, und seit 2014 ist sie Mitglied im DGB-Bundesausschuss. „Ans Aufhören habe ich nie gedacht“, sagt sie. Und das, obwohl es auch ab und an sehr stressig war, vor allem in den vier Jahren, als sie Vorstandsmitglied bei der IG Metall war. „Man wird zwar freigestellt, ist aber ständig unterwegs, hat Sitzungen in anderen Städten, ist über Nacht weg. Und im Geschäft bleibt die Arbeit liegen.“ Das Geschäft, das war über viele Jahre BSH, wo sie auch als Betriebsrätin tätig war. Am 1. Mai hat die Freistellungsphase der Altersteilzeit begonnen. Bis zur nächsten Wahl will sie noch DGB-Kreisvorsitzende bleiben. „Es wäre toll, wenn sich dann jemand findet, der auch mit Herzblut dabei ist. Es soll ja keinen Rückschritt geben“, fügt sie hinzu.

Dieses Herzblut kennt auch Anton Schön. Er wird ebenfalls am kommenden Montag mit dem Ehrenzeichen bedacht. Seit 1985 ist er Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes Dillingen der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV).

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Zuerst war er Beisitzer, wurde Dritter, dann Zweiter und schließlich Erster Kreisvorsitzender. Seit 1997 ist er stellvertretender Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Gremheim, seit 2000 stellvertretender Vorsitzender des Veteranen-, Soldaten- und Kameradschaftsvereins Gremheim und seit 2011 stellvertretender Vorsitzender des BKV-Bezirksverbandes Schwaben.

In all den Jahren habe er viele Erfahrungen in der ehrenamtlichen Arbeit gemacht – gute und schlechte. „Das Land Bayern predigt das Ehrenamt, aber damit können wir nichts anfangen. Wir bräuchten mehr Unterstützung für die Vereine. Überall gibt es das klägliche Lied, dass Leute aufhören und die Nachfolge nicht gesichert ist“, sagt Schön. Deswegen hat Schön vorgesorgt: „Ich bin so weit, dass ich junge Leute in den Vorstand geholt habe, um dann irgendwann das Amt in aller Ruhe abgeben zu können“, sagt er. Denn dass das Ehrenamt weiter besteht, sei absolut notwendig: „Es braucht das Ehrenamt und das Vereinsleben, damit junge Leute ein Miteinander lernen können“, sagt er.

Über ihre Motivation, warum sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich engagieren, sind sich Antonie Schiefnetter und Anton Schön einig: Es geht ihnen um die Allgemeinheit. Es geht ihnen darum, dass es den Bürgern gut geht.

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