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Landkreis Dillingen

31.12.2020

Nebenjob: Glücksbringer

Glücksbringer sind zum Jahreswechsel beliebt. Zwei Menschen aus dem Landkreis Dillingen erzählen von ihrem Berufsalltag und einen Job, der Glück bringt.
Bild: Roland Weihrauch, dpa (Symbol)

Plus Ralf Renftle und Katharina Röger haben einzigartige Nebenjobs. Für viele Menschen sind sie Glücksbringer. Zu Silvester erzählen sie von besonderen Momenten.

Hufeisen, Glückspfennig, Marienkäfer oder Glücksklee – sie alle werden zum Jahreswechsel gerne verschenkt. Auch der rußverschmierte Schornsteinfeger gilt als typisches Glückssymbol. Eine Tradition, die ihren Ursprung schon im Mittelalter hat, weiß Bezirkskaminkehrer Ralf Renftle aus Finningen.

Er erklärt: „Weil damals Häuser häufig Feuer gefangen haben, galt es als Glück, wenn der Kaminkehrer da war.“ Dass sein Berufsstand in der Öffentlichkeit noch immer gut angesehen ist, freut Renftle. Auch wenn die Corona-Pandemie seine Arbeit beeinflusst hat, die Freude über seinen Besuch sei größtenteils geblieben, erklärt er. Viele Leute hätten heuer gesagt, dass sie gerade jetzt eine große Portion Glück gebrauchen könnten.

Kaminkehrer bringen Glück - auch im Corona-Jahr

Der Klopfer auf seinen mit Ruß bedeckten Kittel hatte heuer jedoch ausfallen müssen. Schuld daran waren die coronabedingten Hygienemaßnahmen. An diese mussten sich auch die Kaminkehrer selbstverständlich halten.

Ralf Renftle arbeitet bereits seit 40 Jahren als Kaminkehrer im Landkreis.
Bild: Renftle

Einfach die Termine ausfallen lassen, das wäre im Corona-Jahr nicht gegangen, sagt Renftle. „Unsere Arbeit ist eine gesetzlich vorgegebene Tätigkeit, die in einem bestimmten Zeitrahmen durchgeführt werden muss“, erklärt er. Um gerade bei Risikopatienten den Aufgaben nachgehen zu können, sei man natürlich besonders vorsichtig gewesen. FFP2-Schutzmasken und Desinfektionsmittel wurden zusätzlich zu Kehrbesen und Ausstattung wichtige Begleiter.

Dem Dillinger Schweinehof bringen seine Tiere Glück

Veränderungen durch die Corona-Pandemie hat auch Katharina Röger vom Dillinger Schweinehof bemerkt. „Wir haben festgestellt, dass viele Verbraucher zum Landwirt zurückkommen“, sagt sie.

Ihre Schweine sieht die gelernte Landwirtin deshalb selbstverständlich als Glücksbringer. Die 20-Jährige erklärt: „Für uns sind es Glücksschweine, weil wir ihnen ein Leben auf der Wiese oder im Stroh ermöglichen können und das bei den Menschen gut ankommt und unterstützt wird.“ Auch zu Weihnachten werde eine Patenschaft für die Schweine, die der Hof ermögliche, gerne verschenkt.

Eine Hochzeitsgesellschaft im Schweinestall

Dabei scheint die Popularität der Tiere, die sonst einen eher zweifelhaften Ruf haben, zum Jahreswechsel noch einmal sprunghaft zuzunehmen. Wenn sonst die Bezeichnung als „Schwein“ oder „Ferkel“ eher wenig schmeichelhaft ist, haben die Tiere für viele Menschen noch immer eine Glücksbringerfunktion.

Für die 20-jährige Katharina Röger sind die Schweine vom Hof ihrer Familie kleine Glücksbringer. Beliebt sind sie aber nicht nur bei ihr.
Bild: Rröger

2020 hatte die Rögers in diesem Zusammenhang eine besondere Anfrage erreicht: Ein Brautpaar wünschte sich, den besonderen Tag im Stall festhalten zu können. „Sie wollten unsere Schweine als Glückssymbol auf ihrem Hochzeitsfoto haben“, erklärt Röger und lacht. Das Brautpaar war bei der Dillinger Familie an der richtigen Adresse und hatte gleich im doppelten Sinn „Schwein gehabt“.

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