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Zöschingen

23.01.2020

Neue Bauplätze: In Zöschingen soll Wohnraum entstehen

In Zöschingen sollen neue Bauplätze entstehen.
Foto: Alexander Kaya (Symbol)

Plus Die Gemeinde Zöschingen nimmt Geld für Bauplätze sowie die Feuerwehr in die Hand. Dafür sind die Ersparnisse fast weg.

In Zöschingen soll neuer Wohnraum entstehen. Laut Bürgermeister Tobias Steinwinter möchte die Gemeinde den letzten Abschnitt im Baugebiet „Bei den Flecken“ angehen.

Neue Bauplätze in Zöschingen

Dort sollen 14 neue Bauplätze entstehen. Die Erschließung dafür steht im Haushaltsplan für das laufende Jahr, der bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates am Montagabend verabschiedet wurde. Für Straßenbau, Wasser, Abwasser und Straßenbeleuchtung investiert die Gemeinde planmäßig 535.000 Euro. Es ist in diesem Jahr das teuerste Projekt der Gemeinde. Steinwinter will heuer die Planung und Ausschreibung angehen. Dass in diesem Jahr noch die Bagger anrollen, sei wünschenswert, sagt der Bürgermeister. „Dieser Zeitplan ist aber sehr ambitioniert.“ Unabhängig vom konkreten Baubeginn sei es jedoch wichtig, die Finanzmittel bereitzuhalten. Aktuell gebe es in der Bachtalgemeinde nur noch wenige Bauplätze – und die Nachfrage sei weiterhin vorhanden.

Feuerwehr bekommt Tanklöschfahrzeug

Größtes Projekt neben dem Baugebiet ist ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 3000). Die Beschaffung eines entsprechenden Fahrgestells für 150.000 Euro steht im Haushaltsplan für das laufende Jahr. Insgesamt wird das Fahrzeug 310.000 Euro kosten. Heuer will Bürgermeister Steinwinter die Ausschreibung sowie die Anschaffung des Fahrgestells angehen. Im kommenden Jahr sollen der Aufbau sowie die Ausrüstung folgen, sodass 2021 das fertige Fahrzeug zur Verfügung stehen soll. Ursprünglich plante die Gemeinde mit dem Fahrzeugtyp LF 10. Bei diesem hätte eine Gruppenkabine zur Verfügung gestanden, die Platz für neun Leute bietet. Laut Steinwinter rücke man in der Regel jedoch mit weniger Personen aus, weshalb eine Staffelkabine für sechs Personen reiche. Stattdessen habe man Platz für einen Wassertank. Laut Steinwinter wünscht sich die Gemeinde für die Finanzierung einen Zuschuss von 73.000 Euro. Allerdings gebe es eine neue Förderrichtlinie, wonach für diesen Zuschuss ein LF 10 bereits vorhanden sein muss. Dies ist in Zöschingen nicht der Fall. Derzeit befinde man sich in Verhandlungen mit dem Innenministerium, um eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten.

100.000 Euro für den Kindergartenumbau

Das Thema Förderungen ist in der Bachtalgemeinde ohnehin aktuell. Weil Zuschüsse für den geplanten Kindergartenanbau deutlich geringer ausfielen als geplant, musste der Bürgermeister das Projekt begraben (lesen Sie hier mehr dazu). Die 100.000 Euro, die im Haushalt 2019 zu diesem Zweck bereits zur Verfügung gestellt wurden, möchte die Gemeinde nun dafür verwenden, um den Kindergarten geringfügig umzubauen. So sollen die bestehenden Räumlichkeiten besser ausgenutzt werden. Der Umbau soll laut Steinwinter so bald wie möglich beginnen. Laute Arbeiten sollen, wenn möglich, in den Ferien stattfinden, um den laufenden Betrieb nicht zu stark zu beeinträchtigen. Ziel sei es, dass der Umbau zum neuen Kindergartenjahr im kommenden September abgeschlossen ist.

Es geht an die Ersparnisse

Um die Projekte zu stemmen, muss die kleinste Landkreisgemeinde an die Ersparnisse gehen. 463.000 Euro sollen aus den Rücklagen entnommen und konkret für die Erschließung des Baugebietes verwendet werden. Das Sparschwein ist damit fast geleert. Lediglich gut 51000 Euro an finanziellem Puffer bleiben in Zöschingen übrig. Dafür will die Gemeinde keine neuen Schulden aufnehmen. Durch die neue Gemeindehalle hatten sich die Schulden vor einigen Jahren auf 900000 Euro angehäuft. Seitdem versuchen die Verantwortlichen, diesen Betrag sukzessive abzubauen. Heuer soll die Tilgung gut 43.000 Euro betragen. Weiterhin positiv entwickelt sich der Anteil an der Einkommensteuer. Zöschingen rechnet heuer mit einem Betrag von 564.000 Euro – ein leichtes Plus von 7000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dass die Steigerung geringer ausfällt als zuletzt, wertet Steinwinter als Indiz für eine sich abkühlende Konjunktur.

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