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Haunsheim/Unterbechingen

14.01.2020

Neue Kindergartengruppe: Kunterbunt und mitten in der Natur

Die Einweihung des Areals für die Naturgruppe war ein gelungenes Fest. Zahlreiche Gäste, darunter die vielen freiwilligen Helfer und Angehörige, waren dabei und ließen sich nach dem kleinen Gottesdienst vom Kindergarten-Team mit heißen und kalten Getränken, Leberkäse und Stockbrot verwöhnen.

Für die Kindergartenkinder gibt es ein neues Zuhause in Unterbechingen

Nach mehreren Monaten voller Arbeit und Mühe war es endlich so weit: Am Freitag wurde die Einweihung der Naturgruppe des Haunsheimer Kindergartens in Unterbechingen gefeiert. Nach einer kurzen Begrüßung durch Michaela Benz, Leiterin des Haunsheimer Kindergartens, zelebrierten der evangelische Pfarrer Friedrich Martin und sein katholischer Kollege Johannes Schaufler den kleinen Segnungsgottesdienst. Martin betonte, wie wichtig das Projekt für die Kinder sei. So lernten sie schon von klein auf einen ganz anderen Umgang mit der Natur kennen. Er spricht auch als Vertreter des Trägers – die evangelische Kirche. Zudem sei es gut, dass die Kinder jede Witterung erlebten. „Sie werden hier für das Leben gestärkt.“ Musikalisch umrahmte er den Gottesdienst mit der Gitarre, den Kindern der Naturgruppe und den zum Mitsingen animierten Gästen. Martins Dank zum Schluss galt unter anderem den vielen freiwilligen Helfern, den beiden Kirchengemeinden und Georg Urban, der das Grundstück zur Verfügung gestellt hatte.

Der ursprünglich geplante Standort konnte nicht verwendet werden

Urban erinnert sich an Gespräche mit dem ehemaligen Pfarrer Axel Schmidt, nachdem der ursprüngliche Standort wegen des Eichenprozessionsspinners nicht mehr infrage kam. Auf Urbans Vorschlag hin entscheidet man sich für ein Gartenstück, das ihm selbst gehört. Es befindet sich oberhalb des Friedhofs. In den folgenden Monaten wird gerodet, gebaut und gestaltet, mit vielen helfenden Händen. „Ich hab’s gern gemacht und würde es auch immer wieder tun“, so Urban stolz.

Das Ergebnis lässt sich sehen: Der beheizbare, bunt in Orange und Grün gestaltete Bauwagen sticht ins Auge, und auch das große Indianerzelt, das von den Helfern und einer Spezialfirma aufgestellt wurde, fällt sofort auf. Dazu gibt es einige Spielmöglichkeiten wie ein aus Reifen und einem Lenkrad improvisiertes Auto oder eine aus Europaletten zusammengezimmerte Küchenzeile. Außerdem haben die Helfer einen runden Tisch und Hocker aus Holz gefertigt sowie einen überdachten Tisch mit integrierten Bänken. „Es ist einfach richtig toll. Vor allem das Indianerzelt. Wir feiern dort den Morgenkreis, Geburtstage, man fühlt sich richtig wohl“, sagt Rosa Urban. Die Leiterin der Naturgruppe betont auch die pädagogischen Vorteile des Projekts: „Die Kinder lernen schnell, es gibt eine gute Gemeinschaft, und Konflikte werden im Dialog gelöst.“

Neue Kindergartengruppe: Kunterbunt und mitten in der Natur
Im Inneren des Indianerzeltes lässt es sich trotz fehlender Wärmequelle ganz gut aushalten.
Bild: Mathias Rogler

Auch Erster Bürgermeister Christoph Mettel ist hellauf begeistert. „Das Projekt ist wunderbar gelungen. Man sieht es ja, sowohl Eltern als auch Kinder finden es super.“ Er dankt vor allem den Unterbechingern für den Zusammenhalt und die Hilfe sowie dem Landratsamt Dillingen für die gute und flexible Baubegleitung. Mettel erwähnt auch, dass eine Spezialfirma den Eichenprozessionsspinner schon weitestgehend bekämpft hat. „Aber ich bin mit diesem Standort mehr als zufrieden.“

Dennoch schließt er das ursprüngliche Gebiet für die Zukunft nicht gänzlich aus, schließlich sei es ein gutes Zeichen, wenn man vergrößern müsse. Laut Michaela Benz sei man derzeit jedenfalls voll ausgelastet: „Wir können erst wieder im September Kinder aufnehmen.“

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