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Bildung

17.07.2020

Neuer Vorsitzender gesucht

Xaver Käser

Die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Dillingen kämpft nicht nur mit den Folgen von Corona

Die Corona-Pandemie geht auch an der KEB (Katholische Erwachsenenbildung) im Landkreis Dillingen nicht spurlos vorüber. In der Sitzung, zu der sich Vorsitzender Xaver Käser mit dem Vorstand in kleinem Kreis in gebührendem Abstand traf, war dieses Thema allgegenwärtig.

Die Sitzung diente zunächst der Vorbereitung auf die anstehende Rezertifizierung, die von Qualitätsbeauftragtem Johannes Demharter vorbereitet wird. Alle KEBs in Bayern werden zur Zeit extern nach QUESplus zertifiziert. Das ist für alle Interessierten der Beleg, dass die katholischen Bildungsanbieter nach verbindlichen Qualitätsstandards arbeiten.

Schon vor Corona kam innerhalb der Diözesan-KEBs eine Diskussion über eine Strukturreform in Gang, ausgelöst durch das neue Erwachsenenbildungsförderungsgesetz, nach dem nur noch leistungsstarke Einrichtungen mit einem gewissen Mindestarbeitsumfang finanziell gefördert werden. Der Vorsitzende konnte beruhigt feststellen, dass die Dillinger im Vergleich zu anderen KEBs in der Diözese Augsburg in dieser Beziehung gut aufgestellt sind und nichts zu befürchten haben, bedingt durch die vielen Mitgliedspfarreien und ihre vielfältigen Angebote. Man werde sich aber solidarisch an der Diskussion in der Diözese beteiligen. Mit Sorge wurde allerdings festgestellt, dass die Corona-Pandemie die Bildungsarbeit in den Pfarreien heuer fast vollständig zum Erliegen brachte. Auch wenn in letzter Zeit gewisse Lockerungen wieder einen eingeschränkten Bildungsbetrieb erlauben, sind die strengen Hygiene- und Abstandsvorschriften laut Pressemitteilung immer noch ein großes Hindernis.

Anders als die Volkshochschule, die über feste Räumlichkeiten verfügt, die von hauptamtlichem Personal betreut werden, sieht die KEB ihre Aufgabe darin, die Bildungsarbeit in den Pfarreien vor Ort zu unterstützen. Xaver Käser äußerte Verständnis dafür, dass die meisten Pfarrheime, in denen sonst Bildung stattfindet, derzeit geschlossen sind, weil die Verantwortung für Einrichtung, Durchführung und Überwachung der Hygienemaßnahmen den ehrenamtlichen Bildungsbeauftragten nicht zugemutet werden kann.

Zudem dienen die Angebote der KEB nicht nur der reinen Wissensvermittlung, sondern auch dem Aufbau der Gemeinde, wozu dann auch Nähe und Gemeinschaft gehören, was bei den derzeitigen Abstandsregelungen nicht gegeben ist.

So ruhen die Hoffnungen auf dem Herbst, in dem nach weiteren Lockerungen vielleicht wieder annähernd normales Leben in die Pfarrheime einkehren könnte. Geschäftsführerin Doris Wais wird jedenfalls die Bildungsbeauftragten der Mitgliedspfarreien bitten, ihre Planungen für Herbst und Winter einzureichen.

Nachdem die KEB diesmal auf den Druck des Programmheftes verzichtet, sind auch kurzfristige Meldungen und Änderungen möglich. Alle Veranstaltungen sind dann auf der Homepage der KEB einzusehen. Die für Ende November vorgesehene Mitgliederversammlung, bei der Vorsitzender Xaver Käser wie angekündigt aus Altersgründen nicht mehr für die Wiederwahl kandidieren wird, verspricht viel Stoff für Diskussionen zu liefern. (pm)

Foto: H. von Weitershausen/Archiv

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