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Blindheim

09.08.2018

Power-Sitzung vor der Sommerpause: Was in Blindheim alles zu tun ist

Die Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland bezifferte das Bundesamt zum 31. Dezember 2017 mit 23.797 Euro.
Bild: Jens Kalaene/Illustration (dpa)

Die letzte Sitzung war vollgepackt mit wichtigen Entscheidungen. Es gibt in der Gemeinde Blindheim einiges zu besprechen. Was wann umgesetzt wird.

Bis kurz vor Mitternacht dauerte die Sitzung des Blindheimer Gemeinderates am vergangenen Dienstag. Bürgermeister Jürgen Frank und seine Räte hatten einige wichtige Themen auf der Agenda, bevor es nun in die verdiente Sommerpause geht. „Vieles war noch wichtig, jetzt wird es dafür ein wenig ruhiger“, sagt Frank. Was das Blindheimer Gremium alles entschieden hat? Hier im Überblick:

Müssen Abwassergebühren neu berechnet werden?

Erst Anfang vergangenes Jahres hat die Gemeinde Blindheim neue Abwassergebühren auf den Weg gebracht. Nun stehen sie wieder zur Diskussion. Die Kämmerei in Höchstädt, so Jürgen Frank, befürchte, dass die Gemeinde zu wenig verlange. Das sei ein Eindruck, der noch nicht mit Fakten hinterlegt sei.

Der Gemeinderat musste nun entscheiden, ob er sofort eine erneute Prüfung durchführt oder noch abwarten wolle. Frank: „Falls wir zu wenig verlangen und jetzt schon gegensteuern, dann reicht eine moderate Erhöhung. Wenn wir in vier Jahren feststellen, dass wir eine Lücke haben, dann gibt es eine saftige Erhöhung.“ Ein Grund, warum sich das Blindheimer Gremium deshalb für eine sofortige Prüfung der Abwassergebühren entschieden hat.

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Wer zahlt den Führerschein für die Feuerwehrleute?

Feuerwehrführerscheine: Die Entscheidung, dass die Gemeinde Blindheim grundsätzlich die Führerschein-Ausbildung für Blindheimer Feuerwehrleute bezahlt, ist längst gefallen. Seit Dienstag nun auch, dass die Kosten für einen medizinischen Check, der alle fünf Jahre durchgeführt werden muss, von der Gemeinde finanziell übernommen wird. Aber nur dann, so der Bürgermeister, wenn der Führerschein ausschließlich für die Feuerwehr und nicht auch für private Zwecke genutzt wird.

Kommt nun endlich die Park-&-Ride-Anlage?

Es ist ein Dauerthema in der Gemeinde Blindheim. Mittlerweile wurde zwar der entsprechende Förderantrag bei der Regierung von Schwaben gestellt. Aber nun hat sich herausgestellt, so Bürgermeister Frank, dass die förderfähigen Kosten des Projektes relativ niedrig angesetzt worden sind. Vor allem das Thema Wendeschleife sei problematisch. Mithilfe von Landtagsabgeordneten Georg Winter wollen die Blindheimer nun einen anderen Weg versuchen – zwei Fördertöpfe anzapfen. „Wir versuchen, alles zu splitten und zwei Förderanträge zu stellen“, sagt Jürgen Frank.

So könnten befestige Flächen für den Bus, etwa die Wendeschleife, über Straßenbaumittel finanziert werden. Die klassischen Elemente solch einer Park-&-Ride-Anlage wiederrum mittels einer Förderung von der Regierung von Schwaben. Frank: „Wir hoffen, dass wir im Herbst so weit sind und noch ausschreiben können. Heuer wird aber sicher nichts mehr gebaut, das hat sich schon länger abgezeichnet. Ich rechne mit einer Umsetzung im Frühjahr 2019“. Ein neuer Versuch für die Anlage am Bahnhof.

Blindheim will die Gemeindewohnung umgestalten

In Wolpertstetten im Feuerwehrhaus vermietet die Gemeinde eine kleine Wohnung. Eine, die schon lange nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist. Eine, die man, so Bürgermeister Frank, heutzutage nicht mehr vermieten würde. Hinzukommt nun, dass die installierten Heizöltanks schleunigst rausmüssen. Das kam bei einer offiziellen Prüfung heraus. Da Wolpertstetten im Wasserschutzgebiet liegt, wurde die Überprüfung in allen Haushalten durchgeführt – wo es nötig ist, muss nachgerüstet werden. Eben auch die Gemeinde. „Die Tanks in dieser Wohnung entsprechen keiner Norm mehr, da gibt es nichts zu diskutieren“, sagt der Bürgermeister. Der Blindheimer Gemeinderat hat bei seiner Sitzung nun diskutiert, ob man im Zuge dieses Austausches die komplette Wohnung umgestaltet. „Und dafür haben wir uns entschieden“, so Frank. Rund 30000 Euro sollen die Maßnahmen kosten, die zügig über die Bühne gehen sollen. Denn: Der aktuelle Mieter bleibt künftig in der Wohnung und schon diese Woche kommen die Heizöltanks raus. „Wir haben also einen gewissen Druck.“

Eine große oder kleine Dorferneuerung für Unterglauheim?

Dorferneuerung Unterglauheim: Vor Kurzem waren Abgesandte der Gemeinde mit Bürgern zum Thema Dorferneuerung bei einem Seminar in Thierhaupten. Es diente vor allem zur Meinungsbildung. Wie soll es weitergehen? Soll Unterglauheim eine kleine oder eine große Dorferneuerung bekommen? Diese Grundsatzentscheidung steht an. Im September soll der komplette Gemeinderat über den aktuellen Sachstand informiert werden und dann die Richtung vorgeben.

Gemeinde will künftig versickern

Versickerung: Den Bürgern eine Richtung vorgeben und mit gutem Beispiel vorangehen – das will die Gemeinde Blindheim. Deshalb hat der Rat bei seiner Sitzung beschlossen, dass künftig das Dachflächenwasser von Schule und Feuerwehrhaus in Unterglauheim versickert werden soll. Die Details müssen noch geklärt werden.

Beide Schulen müssen saniert werden

Sanierung Schulen: „Bei beiden Schulgebäuden haben wir Handlungsbedarf im Brandschutzbereich“, sagt der Rathauschef. Die entsprechenden Anträge liegen im Landratsamt vor – die Förderung für Blindheim ist bewilligt, Unterglauheim nicht. „Wir werden trotzdem beides angehen. Die sehr hohe Förderung für Blindheim lässt uns verschmerzen, wenn Unterglauheim nicht drin ist“. Für die Maßnahmen an beiden Schulen rechnet Jürgen Frank mit Kosten in Höhe von insgesamt rund 200000 Euro.

Wo kommt der Altglascontainer hin?

Altglascontainer: Bisher konnten die Bürger ihr Altglas in einem Container am Bauhof entsorgen. Da das Gebäude verkauft wurde, musste ein neuer Standort für den Altglascontainer gefunden werden. Und der Gemeinderat hat einen neuen gefunden: an der Gemeindehalle in Blindheim.

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