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Höchstädt

12.07.2019

Schloss Höchstädt: Kinoflair im Rittersaal

Das Höchstädter Schloss verwandelt sich auch am Freitagabend noch einmal in einen Kinosaal.
Bild: Karl Aumiller

Beim den europäischen Filmtagen verwandelt sich der Rittersaal auf Schloss Höchstädt in ein riesige Leinwand. Auch für die Öffentlichkeit gibt es eine Vorstellung.

Gespannt richten sich 160 Augenpaare auf die Leinwand, die im Rittersaal des Höchstädter Schlosses aufgebaut ist. Beim dritten französischen Filmtag für Schüler ist auch in diesem Jahr die Begeisterung groß.

Manuel Knoll, der gemeinsam mit dem Förderverein Schloss Höchstädt die Filmtage organisiert hat, freut sich über das positive Feedback und sagt: „Es ist großartig, dass das Projekt bereits zu dritten Mal auf Schloss Höchstädt stattfinden kann.“

Dass gleich so viele Schüler teilnehmen, habe man gar nicht erwartet. „Es sind mehr Teilnehmer als im Vorjahr und damit sind wir auch wirklich am Rande unserer Kapazität“, erläutert Knoll weiter.

Auch bei schlechtem Wetter findet die öffentliche Vorführung statt

Dass die Veranstaltung ein solch großer Erfolg ist, freut auch Förderverein-Geschäftsführerin Nicola Thanner sehr: „Wir wollten das Schloss beleben und das ist uns gelungen. Als Manuel Knoll mit der Idee vor drei Jahren auf uns zu kam, waren wir sofort begeistert.“

Besonders der Umstand, dass auch eine Vorstellung für Senioren und die Öffentlichkeit im vergangenen Jahr dazu gekommen ist, freut Thanner. Sie betont: „Das Ambiente im Schloss ist einfach toll und verleiht der Filmvorführung einen ganz eigenen Flair.“

Etwas traurig stimmen die Geschäftsführerin dagegen die Wetterverhältnisse. Ursprünglich sei ein Streetfestival im Anschluss an die öffentliche Vorstellung am Freitagabend geplant gewesen. Nach der Vorführung von „Die Rede des Königs“ werde deshalb im Schlosskeller gefeiert, erklärt sie.

Warum der Filmtag ein Erfolg ist

„Für uns ist die Aktion einfach großartig“, findet auch Lehrerin Maria Poller, die extra mit 83 Schülern vom Gymnasium Donauwörth nach Höchstädt gekommen ist. „Ich bin schon das dritte Mal dabei und komme jedes Jahr gerne zur Veranstaltung“, sagt die Pädagogin. Die Wahl des Filmes lobt sie besonders.

Auch Amelie Schöne vom Johann–Michael-Sailer Gymnasium hat die Filmvorstellung genossen. Die Lehrerin sagt: „Ich unterrichte Latein und Deutsch – hatte aber Französisch in der Schule und konnte mithilfe der Untertitel der Handlung gut folgen.“

Was die Schüler besonders begeistert

Das kommt auch bei den Schülern gut an. Die Zehntklässlerin Larissa Martens betont: „Dieses Jahr hat es mir besser gefallen.“ Die Untertitel hätten es leichter gemacht alles nachzuvollziehen, erklärt die 17-Jährige.

Auch dem 15-jährigen Leon Bettio hat die Vorstellung vom „Klavierspieler vom Gare du Nord“ gut gefallen. Er sagt: „Nur bei der Handlung sind mir ein paar Sachen zu schnell gegangen, ansonsten fand ich den Film wirklich schön.“

Bei den anschließenden Workshops hat er sich für Christophe-Favres-Gruppe entschieden. Dort sollen die Schüler einen Einblick in die Filmkritik bekommen und sehen, wie sich das französische Kino entwickelt hat.

Für die Öffentlichkeit findet eine weitere Vorstellung am Freitag, 12. Juli, ab 19.30 Uhr im Rittersaal statt. Gezeigt wird der Film "Die Rede des Königs" in deutsche Sprache. Der Eintritt zur Vorführung ist frei. Im Anschluss findet im Schlosskeller ein Umtrunk statt.

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