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Aufklärung

12.03.2019

Sei härter, so, wie Oma Berta

Ältere Menschen werden oft Opfer von Betrügern.
Bild: Marcus Merk

Auf Einladung der Seniorenunion erklärt eine Expertin die Maschen von Betrügern

Ältere Menschen sind, in der Gesamtschau betrachtet, sogar weniger Opfer von Straftaten als andere Altersgruppen. Diese tröstliche Botschaft brachte Kriminalhauptkommissarin Andrea Grimminger mit. Sie zeigte bei der Seniorenunion (SU) auf Einladung des SU-Kreisvorsitzenden Heribert Zengerle aber zugleich auf, dass sich manche Betrüger gezielt Senioren als Zielpersonen aussuchen. Für typische Fallen hatte sie laut Pressemitteilung ganz praktische Ratschläge parat, um sich vor Schaden zu schützen. Sie veranschaulichte die Tipps mit der Schilderung von Fällen, die sich in Nordschwaben tatsächlich zugetragen haben. Besonders lebendig wurde der Vortrag durch kurze Filmsequenzen, in denen „Oma Berta“ lebensnah Fingerzeige gab, wie man sich als älterer Mensch vor Betrügereien schützen kann. Zum Beispiel:

Will eine unbekannte Person ihre Wohnung betreten oder erbittet Hilfe, Stift, Zettel, Essen oder Trinken, lassen Sie sie nicht in die Wohnung.

Will jemand an der Wohnungstür etwas Wertvolles verkaufen, lehnen Sie ab.

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Kommt eine unbekannte „Amtsperson“, ein unangekündigter Wasser- oder Stromableser, lassen Sie sich den Ausweis zeigen, fragen Sie über eine Ihnen bereits bekannte Rufnummer beim Amt nach oder lehnen Sie im Zweifel ab.

Bietet ein Unbekannter eine Reparatur an, lehnen Sie ab.

Lassen Sie im Telefonbuch Ihren Vornamen abkürzen und die Adresse löschen.

Wenn Sie den Namen eines Anrufers am Telefon erraten sollen, legen Sie auf.

Wenn ein Anrufer Sie um Geld bittet, eventuell vorab in Verbindung mit einem angeblichen Gewinn, legen Sie auf.

Wie stark das Thema die Besucher der Veranstaltung im Schlosscafé Höchstädt bewegte, zeigten die Fragen und Schilderungen eigener Erlebnisse. Die Kreisräte Alfred Schneid, Josef Sing und Christian Knapp dankten für die praxisnahen Infos. (pm)

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