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Grippewelle 2018

08.02.2018

Seniorin aus der Region stirbt an den Folgen der Grippe

Immer mehr Menschen erkranken an der Grippe. Jetzt ist in Dillingen eine Seniorin daran gestorben.
Bild: Maurizio Gambarini, dpa

Immer mehr Menschen in der Region erkranken an Influenza. Jetzt ist im Landkreis Dillingen eine ältere Frau gestorben. In Wertingen haben sich wohl 80 Kinder angesteckt.

Eine fast 80-jährige Frau ist jetzt an der Grippe gestorben. Das teilte das Dillinger Landratsamt am Donnerstag mit. Die Frau lebte in einer Pflegeeinrichtung und war nicht geimpft. Zudem habe sie an multiplen Vorerkrankungen gelitten. Zwei Tage nach Ausbruch der Grippe sei sie im Krankenhaus an den Folgen einer sogenannten Influenza B-Erkrankung gestorben. Alle Informationen zur Grippewelle 2018 finden Sie in unserem Newsblog.

Influenza: Seniorin aus dem Kreis Dillingen an Grippe gestorben

Das Gesundheitsamt meldet in diesem Zusammenhang, dass die Zahl der Meldefälle und der Personen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, weiter deutlich ansteigt: von 15 Erkrankten in der vierten Kalenderwoche auf inzwischen 24 in der sechsten Kalenderwoche. 13 Menschen befinden sich deswegen aktuell im Krankenhaus.

Vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Grippe gefährlich werden. Doch inzwischen zweifelt Dr. Uta-Maria Kastner, Chefin des Dillinger Gesundheitsamtes daran, das sich jetzt noch eine Grippeschutzimpfung lohnt. Denn die wirkt erst nach ein bis zwei Wochen. „Das lohnt sich jetzt nur, wenn im persönlichen Umfeld niemand die Grippe hat, nicht zuhause, nicht in der Arbeit – aber das ist inzwischen ja kaum noch der Fall.“ Denn es gebe mehr Erkrankte, als die Zahlen verraten. Nur wenn ein Hausarzt bei seinem Patienten einen sogenannten Rachenabstrich macht und im Labor untersuchen lässt, gibt es ein sicheres Ergebnis. Und das sieht in diesem Jahr so aus: Die meisten Menschen haben Influenza-B-Viren erwischt, die wenigsten (etwa fünf Fälle) haben Influenza A.

Grippewelle 2018: So schützen sich Mitarbeiter im Krankenhaus

Nicht nur Senioren erkranken an der Grippe: An der Wertinger Grundschule sind laut Landratsamt vergangene Woche deswegen etwa 40 Kinder zuhause geblieben. Vermutlich erkrankten an einer Wertinger Kindertageseinrichtung ebenso viele Kinder. Das hätten einzelne Laboruntersuchungen bestätigt. Die Kinder zeigten, wie häufig während einer Grippewelle, im Vergleich zu Erwachsenen nur relativ leichte Krankheitszeichen. Es geht den meisten Kindern wieder gut, sagt Dr. Kastner, doch einzelne würden auch im Krankenhaus behandelt. Dort ist die Herausforderung besonders groß, weil Grippepatienten von anderen insoliert werden müssen.

Deswegen wird auch medizinischem Personal jedes Jahr die Grippeimpfung empfohlen: nicht nur, um nicht sich selbst anzustecken, sondern auch keine Patienten anzustecken. „So hoch wie heuer waren die Zahlen in den vergangenen Jahren nicht“, weiß die Ärztin. Als die Schule gemeldet hatte, dass mehrere Kinder mit Fieber, Husten und Kopfschmerzen zuhause geblieben waren, bat das Gesundheitsamt die Eltern um eine weitere freiwillige Untersuchung beim Kinder- oder Hautarzt für den Abstrich. „Wenn so viele Schüler krank sind, dann reichen schon wenige Laborergebnisse, um sich sicher zu sein, ob es die Grippe ist“, erklärt Dr. Kastner.

Sie empfiehlt dringend, keine Hände zu schütteln, sich nicht mit den Fingern im Gesicht zu berühren und regelmäßig die Hände zu waschen.

An Grippe sind 2017 insgesamt vier Menschen gestorben

Wen es bereits erwischt hat, der sollte seinem Körper Schlaf und Bettruhe gönnen, damit er seine Selbstheilungskräfte aktivieren kann. Das Fieber könne mit Medikamenten und Wadenwickeln gesenkt werden – dennoch rät Dr. Kastner dringend dazu, auch dann zu Hause zu bleiben, wenn die Medikamente die Beschwerden erleichtern. „Man ist immer noch ansteckend. Daher gilt: “Wer krank ist, gehört ins Bett.“

Die Leiterin des Dillinger Gesundheitsamtes fügt hinzu, dass keiner vor einer Grippe gefeit sei. „Unter den aktuellen Fällen ist alles dabei, junge, alte, fitte Menschen.“ Im vergangenen Jahr sind im Landkreis insgesamt vier Menschen an einer Grippeerkrankung gestorben.

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