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Lauingen

12.07.2019

Serenade mit Posaune, Trompete und Akkuschrauber

Kurz nachdem die Stadtkapelle Lauingen den zweiten Platz beim Blasmusikcup errungen hatte, traten die Musiker mit ihrem Programm auch auf der Seebühne in der Heimat auf.
Bild: Gernot Walter

Die Stadtkapelle Lauingen präsentiert ihr prämiertes Showprogramm an der Donau. Wie ein Gaststar aus Offingen das Orchester in eine Big Band verwandelt.

In blendender Verfassung zeigte sich die Stadtkapelle bei der Serenade vor der historischen Stadtmauer am vergangenen Sonntagabend. Noch frisch war der Ruhm über die Silbermedaille beim Blasmusikcup in Altenstadt bei Schongau, der nur wenige Tage zurücklag.

Hier hatte das Lauinger Ensemble mit einem Showprogramm geglänzt, das sie zur Freude des Publikums auch in der Heimat aufführten. Ein bestimmtes Bewegungsmuster (variabel aufstehen, hinsetzen) klappte schon beim eröffnenden „Deutschmeister Regimentsmarsch“ mit der Kapelle reibungslos. Als Trompeter Markus Hahn und Dirigentin Ingrid Philipp in Musikantenstadl-Manier live den „Stern dieser Nacht“, „Auf der Vogelwiese“ und den „Schneewalzer“ ins Mikrofon sangen, machten die Zuhörer sofort mitklatschend und mitschunkelnd die Aktionen nach.

Ein Gaststar aus Offingen verwandelte die Kapelle in eine Big Band

Die Begleitaufgaben der Stadtkapelle waren so gut einstudiert, dass sie diese ohne amtierende Dirigentin sicher bewältigten. Gaststar Juliette Eberle aus Offingen interpretierte famos „All about that Bass“ (Jetzt schau doch net so beys); dabei verwandelte sich die Kapelle zu einer Big Band.

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Trompeter Christian Egger steuerte ein aufregendes Solo in „Rockin’ all over the world“ bei, das die Lead-Sängerin gemeinsam mit Leah Schneider und Ingrid Philipp hinreißend darbot. Große Mikrofone und Plastikgitarren betonten den Showeffekt, der auch in „It’s so easy to fall in love“ zum Tragen kam.

Zwei Solobeiträge verzaubern die Zuhörer

Doch die Show wurde überhöht durch zwei instrumentale Solobeiträge der Extraklasse. Leah Schneider zog dabei alle Register ihres Könnens auf der Zugposaune, von der Stadtkapelle zuverlässig unterstützt. Das galt auch für „Zirkus Renz“, einen Xylofon-Hit, den Youngster Jakob phänomenal auf dreifache Weise ausstattete.

Zum einen brillierte er mit grandioser Schlägelsicherheit, dann traf er genauso artistisch die Spielplatten seines Xylofons, das umgekehrt über seinem Kopf balancierte, und drittens verwendete der jugendliche Schlagzeuger einen präparierten Akkuschrauber, mit dem er helmbestückt einen bizarren Klang erzeugte.

Für diese einmalige Demonstration erhielt er riesigen Beifall. In einem ersten Programmteil hatte die Stadtkapelle Kompositionen und Arrangements des Memmingers Kurt Gäble ausgewählt, die Leah Schneider und Julia Rottmüller informativ und charmant anmoderierten.

Auch Musik von Udo Jürgens und Peter Maffay wird gespielt

Bei einer Polka, dem Walzer „Lebensfreude pur“, einem Udo-Jürgens-Medley oder mit Ausschnitten aus „Tabaluga“ von Peter Maffay bewies das geschulte Ensemble, dass es bestens harmonierte, sich rhythmisch gewandt bewegte und ausgewogen besetzt ist. Ingrid Philipp leitete souverän, gab präzise Einsätze, sorgte für nahtlose Übergänge und Tempoveränderungen. Die Zuhörer schätzten die volkstümlichen Ansätze sowie die Gesamtkonzeption. Sie stimmten mit anerkennendem Beifall in den Dank an die Aktiven ein, den Vorsitzender Thomas Schadl ausdrückte.

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