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Landkreis Dillingen

25.05.2019

Sie wollen in 72 Stunden die Welt verbessern

Seit Donnerstagabend läuft die 72-Stunden-Aktion im Landkreis Dillingen. Landrat Leo Schrell startete die Aktion gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat des Landkreises Donau-Ries, Peter Thrul, und Höchstädts Bürgermeister Gerrit Maneth im Höchstädter Schloss.
Bild: Landratsamt Dillingen

400 Jugendliche aus dem Landkreis Dillingen packen bei der 72-Stunden-Aktion verschiedene Projekte an. Wie der Aktionstag abläuft.

In 72 Stunden die Welt verbessern – das ist der Anspruch einer bundesweiten Aktion der Diözesanverbände. Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ wollen auch 23 Gruppen mit über 400 Teilnehmern aus dem Landkreis Dillingen mitanpacken, Begegnungen schaffen und ein neues Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Verena Hödl von der katholischen Jugendstelle in Donauwörth beschreibt die Veranstaltung als Aktion, die junge Menschen aktiv werden lässt. Sie sagt: „Die 72-Stunden-Aktion soll zeigen, wie einfach wir die Welt ein kleines Stückchen besser machen können.“ Das Ziel sei es, dass sich die Jugendlichen für andere einsetzen. Egal, in welcher Form.

Die Projekte der zum zweiten Mal stattfindenden Aktion seien weit gefächert und auch in ihrer Dauer sehr flexibel. Nicht jedes Projekt müsse 72 Stunden dauern, auch kürzere Aktionen seien möglich, erzählt Hödl. „Realistischerweise können nicht alle Gruppen am Donnerstag starten, weil viele Teilnehmer arbeiten oder in die Schule müssen.“

Für die Projekte gibt es fast keine Grenzen

Egal, ob ein Erlebniswochenende, das die Begegnung von Alt und Jung ermöglicht, wie es die Pfadfinder in Gundelfingen planen, oder die Renovierung des Zeltplatzes Michelsberg durch die THW-Jugend Dillingen. „Die Aktion kann man in verschiedene Projekt-Kategorien unterscheiden“, sagt Hödl. Bei den sogenannten „Do-it“-Projekten können die Jugendverbände und Gruppen selbst entscheiden und planen, was sie gerne umsetzen möchten. „Diese Variante ist besonders beliebt“, erklärt Hödl. Solange das Vorhaben den Kriterien der Aktion entspreche, sich mit einem politischen, sozialen, ökologischen oder lokalen Thema beschäftige und an andere gerichtet sei, gebe es keine Grenzen.

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Auch Überraschungsprojekte waren mögliche

Am Donnerstagabend war die Aktion im Höchstädter Schlosshof eröffnet worden. 488 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beteiligen sich daran. Landrat Leo Schrell dankte als Schirmherr der Aktion bei der Auftaktveranstaltung für die große Bereitschaft der Teilnehmer, dazu beizutragen, dass Werte in der Gesellschaft eine Rolle spielen und sich solidarisch mit dem Gemeinwesen zu zeigen. Spannend war die Auftaktveranstaltung auch, denn: Wer gerne an der 72-Stunden-Aktion teilnehmen wollte, aber keine richtige Idee hatte, dem bot die katholische Jugendstelle Hilfeleistung mit einem Überraschungsprojekt, auch als „Get-it“-Variante bezeichnet. „Das läuft dann so ab, dass wir vor dem Start des Projektes alles vorbereiten und den Kontakt zur Gruppe herstellen“, sagt Hödl. Die Pfarrjugend Wertingen hatte sich für diese Variante entschieden und erfuhr bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagabend, dass sie für die Gestaltung einer Oase im Pfarrgarten in Wertingen zuständig ist. „Wir hatten uns vorab zusammengesetzt und überlegt, wie man den Umbau der Pfarrei noch weiter unterstützen könnte. Eine schöne, ungenutzte Wiese soll jetzt mitgestaltet werden“, so Hödl.

Was die Gruppen im Landkreis Dillingen planen

Auch eine dritte Variante gebe es im Rahmen der 72-Stunden-Aktion. Bei „Connect it“ konnten Gruppen zusammen an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. „Diese Option ist eine großartige Möglichkeit, Teilnehmer aus einem anderen Bereich kennenzulernen und ein neues Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln“, erklärt sie.

Die Projekte der angemeldeten Gruppen sind vielfältig. Es gebe zwar gewisse Trends, verrät Hödl, wie beispielsweise Blühwiesen oder Insektenhotels. Ansonsten seien die Aktionen aber bunt gemischt: „Kinder, Senioren, Renovieren – von allem ist etwas dabei.“ Um das Material und die Finanzierung ihrer Projekte hatten sich die Jugendgruppen selbst kümmern müssen. Das klappe in der Regel ganz gut. Das Wichtigste sei jedoch die Motivation der Teilnehmer und der Wille, die Welt für andere ein kleines Stückchen besser zu machen. Am Samstag wird fleißig bis einschließlich Sonntag von den Gruppen weitergewerkelt.

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