1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. So könnte das neue Kino in Dillingen aussehen

Dillingen

03.12.2019

So könnte das neue Kino in Dillingen aussehen

So könnte der Eingangsbereich des neuen Dillinger Kinos aussehen. Durch ein großes Foyer und viele Sitzgelegenheiten wollen die Betreiber ein gemütlicheres Ambiente schaffen. Links könnte zudem ein Restaurant für Steaks und Burger entstehen.
Bild: Jonathan Mayer

Plus Die Betreiber des Dillinger Filmcenters nennen erste Details zum Bauprojekt an der Josef-Krätz-Straße. Einige Fragen bleiben jedoch offen.

Es ist das Jahr 2021: Zwölf Jahre nach dem ersten Teil läuft in den Kinos die Fortsetzung von James Camerons Fantasy-Epos Avatar an, in dem es um das außerirdische Volk der Na’vi geht. Im Foyer des neuen Dillinger Kinos stehen die Leute Schlange. Kinder tragen eimerweise Popcorn durch die Gegend. Alle wollen den Streifen, dessen Vorgänger bis Juli 2019 als erfolgreichster Film aller Zeiten galt, auf der neuen großen Leinwand des Dillinger Kinos sehen. So zumindest wünscht es sich Andreas Penthaler, der gemeinsam mit seiner Frau Claudia Mayr das Dillinger Filmcenter leitet.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Ein "Marktplatz" bietet Platz für die Besucher

Wenn es nach ihm geht, soll das neue Kino (wir berichteten) stehen, wenn Avatar 2 veröffentlicht wird. Festnageln lassen will er sich auf den Zeitplan aber nicht. „Wir warten noch auf die Baugenehmigung“, erklärt er. Am Montag präsentierte die Betreiberfamilie Mayr-Penthaler gemeinsam mit Planer Harald Burkhart, was bisher geplant ist.

Wenn das Kino in der Josef-Krätz-Straße nahe der Gärtnerei Spengler erst einmal steht, soll auf die Besucher ein großer Neubau warten. Vom Foyer aus (Penthaler: „Die Besucher müssen künftig nicht mehr im Regen warten, wenn die Warteschlange mal länger ist.“) sollen die Besucher künftig in eine recht große Aufenthaltshalle kommen, die Penthaler den „Marktplatz“ nennt. Relativ enge Gänge wie im Standort in der Kapuzinerstraße soll es im Neubau nicht mehr geben. Stattdessen betonen die Betreiber die großzügige Innengestaltung.

So könnte das neue Kino in Dillingen aussehen

Der Marktplatz selbst soll nicht nur dem Aufenthalt dienen. Die Betreiber erklären, sie wollen dort Platz schaffen für Veranstaltungen, Empfänge und mehr. Ein Konzeptbild zeigt sogar ein Auto, das dort ausgestellt werden könnte. Von dem Platz aus gelangen die Besucher mit ihrem Ticket in der einen und der Tüte Popcorn in der anderen Hand ins Herzstück eines jeden Kinos: die Vorführungssäle.

Das hausgemachte Popcorn gibt’s auch in Zukunft. Claudia Mayr und Andreas Penthaler wollen im neuen Kino vieles anders machen – und dabei bestimmte Traditionen weiterführen.
Bild: Jonathan Mayer

Wie im alten Filmcenter wollen die Betreiber auch im neuen Kino vier Säle zur Verfügung stellen. Insgesamt bieten sie Platz für 600 Personen, 50 mehr als bisher. Trotzdem sollen sie sich grundlegend von den alten Sälen unterscheiden: Zwischen den Sesseln gibt es künftig mehr Platz, es soll zwei Treppen geben statt einer. Die Säle werden weitläufiger. „Wir wollen das alles luftiger machen“, erklärt Penthaler.

Die atemberaubenden Kämpfe Mensch gegen Na’vi aus Avatar 2 sollen die Zuschauer, wenn der gewünschte Zeitplan eingehalten werden kann, auf deutlich größeren Leinwänden bestaunen können. Penthaler stellt einen Vergleich auf: Am aktuellen Standort sind insgesamt rund 130 Quadratmeter Leinwand angebracht. Künftig sollen es etwa 300 sein. Und Bernd Mayr, Vater von Claudia Mayr und ehemaliger Betreiber, erklärt während der Vorführung im Dilli 4: Die dortige Leinwand sei rund acht Meter breit. Im neuen Kino sollen es 13 Meter sein. Zudem bieten die Säle künftig Platz für eine mobile Bühne, die zwischen Leinwand und Publikum geschoben werden kann. Denn neben Filmen sollen auch Veranstaltungen und Vorträge möglich sein.

Vor dem Kinobesuch gibt's Burger und Steak

Besonderen Wert legen die Betreiber auf die Barrierefreiheit: In der ersten Reihe soll es künftig reservierte Plätze für Rollstuhlfahrer geben. Daneben ist eine Bank für Betreuer geplant, damit diese immer in der Nähe ihrer Schützlinge sein können. Die Besitzer denken da an Besuchergruppen von Regens Wagner und der Lebenshilfe.

Und auch das ist neu: Im Kino soll es künftig ein Restaurant geben. Wenn es nach Penthaler geht, stärken sich die Kinogänger künftig mit Steaks und Burgern. „Das würde gut passen“, sagt er. Fest steht aber nichts Konkretes.

Ein paar weitere Fragen bleiben am Ende offen: Neben dem genauen Zeitplan des Millionenprojekts, steht noch nicht fest, ob die rustikale Filmanzeige über dem Eingang des Filmcenters den Umzug an den neuen Standort schaffen wird. Laut Claudia Mayr ist das Material spröde. Ebenso wenig ist klar, was mit dem alten Standort passieren wird, wenn das neue Kino in Betrieb geht. Das soll entschieden werden, wenn es so weit ist. Fest steht: Bis zur Fertigstellung laufen die Blockbuster weiterhin in der Kapuzinerstraße. Avatar 2 womöglich nicht mehr.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren