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Landkreis Dillingen

15.09.2019

So laufen die Mäharbeiten entlang der Donau ab

Die Firma LEW Wasserkraft führt in den nächsten Wochen wieder Mäharbeiten an der Donau durch.
Bild: LEW/Jonas Ziegler

Ein neues Mäh- und Pflegeverfahren testen aktuell die Lechwerke an der Donau. Wie es abläuft und welche Vorteile es mit sich bringt.

Das Unternehmen LEW Wasserkraft hat diese Woche mit den Mäharbeiten an den Staustufen entlang der Donau zwischen Oberelchingen und Donauwörth begonnen. Die Mäh- und Pflegearbeiten werden mit den Naturschutzbehörden der Regierung von Schwaben und der jeweiligen Landkreise abgestimmt. Die Firma führt die Mäharbeiten eigenen Angaben zufolge im Rahmen der Unterhaltsmaßnahmen am Fluss durch und trägt damit gleichzeitig zum Erhalt der Artenvielfalt von Flora und Fauna bei.

Warum der Naturschutz eine große Rolle spielt

Als Betreiber von zehn Wasserkraftwerken an der Donau ist LEW Wasserkraft für den Unterhalt an insgesamt 75 Flusskilometern zuständig. Zu den notwendigen Unterhaltsmaßnahmen gehört laut Pressemitteilung auch das regelmäßige Mähen entlang der Dämme und Deiche. Im Bereich der Staustufen wird deshalb auf der Landseite zwei Mal im Jahr gemäht. Auf der Wasserseite genügt eine Mahd pro Jahr.

Bei den Mäharbeiten spielt auch der Naturschutz eine wichtige Rolle, denn mit der Maßnahme trägt das Unternehmen zum Erhalt wertvoller Lebensräume bei. Dabei handelt es sich um sogenannte Extensivwiesen, zu denen in Teilen auch die ökologisch wertvollen Halbtrockenrasen gehören. Diese besonders nährstoffarmen und trockenen Wiesen zeichnen sich durch ihre große Artenvielfalt aus. Nach dem Mähen wird das Mähgut abgerecht, wodurch die Halbtrockenrasen erhalten bleiben.

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Wieso die Vielfalt entlang der Flüsse erhalten werden soll

„Die Halbtrockenrasen an den Dämmen und Deichen entlang unserer Flüsse sind potenzieller Lebensraum vieler seltener und gefährdeter Arten und deshalb besonders wertvoll. Ohne regelmäßige Pflege würden diese Flächen zuwachsen oder verbuschen. Die mit den Fachexperten abgestimmte Pflege der Dämme durch LEW Wasserkraft trägt dazu bei, die ökologische Vielfalt an den Flüssen zu erhalten“, sagt Susanne Kuffer von der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Schwaben.

Im Stauraum Faimingen testet die Firma auch in diesem Jahr ein besonderes Mähverfahren: Auf der Landseite wird anders als bei den anderen Staustufen nur einmal im Jahr gemäht. Um den Erfolg des neuen Mähverfahrens beurteilen zu können, hat LEW Wasserkraft ein Monitoringprogramm in Auftrag gegeben. Dabei sollen insbesondere die Auswirkungen auf Insekten und Pflanzen an der Staustufe untersucht werden.

Wie lange die Mäharbeiten entlang der Donau noch andauern

„Mit unseren Maßnahmen und Projekten tragen wir als Wasserkraftwerksbetreiber dazu bei, die Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten – im Fluss aber auch entlang der Gewässer“, sagt Andreas Hurler, Leiter Instandhaltung bei dem Augsburger Unternehmen. Laut Pressemitteilung werde bei den Mäharbeiten eng mit Naturschutzbehörden zusammengearbeitet. Die Mäharbeiten an der Donau werden von zwei Teams durchgeführt.

Los ging es diese Woche im Stauraum Faimingen. Anschließend beginnt das erste Team in Oberelchingen, das zweite in Dillingen. Die Fachkräfte arbeiten sich dann jeweils flussabwärts vor und beenden die Mäharbeiten voraussichtlich Ende November an den Staustufen Gundelfingen etwa Donauwörth.

Beeinträchtigungen für Spaziergänger und Fahrradfahrer entstehen während der Mäharbeiten nicht. Die dammbegleitenden Wege müssen nicht gesperrt werden. Neben der Donau betreibt die Firma auch an den Flüssen Lech, Iller, Günz und Wertach Wasserkraftwerke. Auch dort werden regelmäßig Mäharbeiten durchgeführt – immer an die jeweiligen Lebensräume und die Beschaffenheit der Dämme angepasst. Weitere Informationen unter www.wasserkraft.lew.de. (pm)

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