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Landkreis Dillingen

07.12.2020

So sparen Sie trotz Lichterketten und Heizung Energie

Mit LED-Lampen lässt sich viel Strom sparen. Doch was kann man sonst noch tun?
Bild: Christian Schwier, stock.adobe.com

Plus In der dunklen Jahreszeit steigt der Stromverbrauch enorm. Zahlen der DSDL zeigen: Im Dezember ist der Bedarf hoch. Mit diesen Tricks lässt sich das Konto schonen.

Die Lichterketten erleuchten die dunkle Nacht, im ganzen Haus duftet es nach den Plätzchen, die im Ofen fröhlich vor sich hin backen, und wenn über den Fernseher ein Weihnachtsklassiker nach dem anderen flimmert, läuft die Heizung auf Hochtouren, damit es wohlig warm ist. All das gehört zur dunklen Jahreszeit dazu. Doch es bedeutet auch: Der Energiebedarf steigt. Das tut dem Geldbeutel weh und auch der Umwelt. Wir haben einige Tipps zusammengetragen, wie sich beides schonen lässt.

In den Sommermonaten ist der Stromverbrauch nur halb so hoch

Wie stark der Energiebedarf im Winter steigt, zeigen Zahlen der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen. Laut Werkleiter Wolfgang Behringer beziehen rund 30000 Menschen im Landkreis ihre Energie über die DSDL. Das entspricht ungefähr 15000 Haushalten. Die Zahlen aus 2018 und 2019 zeigen: Die Menschen verbrauchen in den Sommermonaten oft nur knapp die Hälfte der Energie, die sie im Winter verbrauchen: Im Juni 2019 etwa lieferte die DSDL 3,7 Millionen Kilowattstunden. Im Dezember desselben Jahres waren es 8,3. Der Juni war damals allerdings auch ein Rekordmonat. In den drei Jahren 2018 bis 2020 wurde nie weniger Energie geliefert. 2018 etwa waren es im Juni 4,5 Millionen Kilowattstunden, im Dezember 8,6 Millionen. Am meisten Energie verbrauchen die Kunden der DSDL im Januar: 2018 waren es 9,1 Millionen kWh, 2019 9,6 und 2020 8,7.

Behringer erklärt zum Stromverbrauch: „Die Kurven sind jedes Jahr annähernd gleich, es kommt aber auch stark auf die Temperaturen an.“ Ist der Sommer warm, sitzen die Menschen länger draußen, ist er eher kühl, gehen die Leute früher nach drinnen. Doch es gibt noch einen anderen Grund, warum die DSDL im Winter mehr Energie liefert. Dann sinkt nämlich die Eigenproduktion der Haushalte, etwa durch private Fotovoltaikanlagen, die im Winter durch weniger Sonnenstunden auch weniger Strom liefern. „Das merkt man in der Kurve natürlich auch“, erklärt Behringer. Das Gros der Energie wird im Winter übrigens für die Heizung verbraucht. Auch, weil heute viele mit Wärmepumpen für angenehmere Temperaturen sorgen.

Heizen mit Holz spart Energie

Doch wie kann man da Energie einsparen? Mit Holz heizen ist eine Option, auch wenn da viel Arbeit dahintersteckt. „Holz macht dafür aber auch eine sehr angenehme Wärme“, sagt Behringer. Da müsse man eben abwägen, was für einen persönlich praktischer ist. „Es gibt ja viele, die das als Hobby sehen und tagelang Holz hacken.“ Fest steht: „Wenn alle mit der Wärmepumpe heizen würden, das würde nicht gehen. So viel Energie gibt es einfach nicht.“

Generell gilt es beim Heizen zu beachten: Lieber stoßlüften als Fenster kippen. Denn dadurch kühlen irgendwann die Mauern aus, und es geht viel Energie verloren. Das Umweltbundesamt rät außerdem dazu, Vorhänge und Rollläden nachts zu verschließen. Denn dadurch können Wärmeverluste durch das Fenster um rund 20 Prozent reduziert werden. Und: Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen verdecken. Denn sonst kann sich die erwärmte Luft nicht ordentlich im Raum verteilen. Ein weiterer Hinweis: Im Winter muss niemand im T-Shirt durch die Wohnung turnen. Schon wenige Grad weniger können bares Geld sparen.

Was die Fenster angeht, rät Behringer auch zur Sanierung. „Baulich ist da viel machbar, aber das ist auch kostenintensiv.“ Da müsse jeder Einzelne dann abwägen, ob das Verhältnis zwischen investiertem Geld und Ersparnissen durch geringeren Energieverbrauch am Ende stimmt.

Welche Haushaltsgeräte im Winter zum Stromfresser werden

Doch auch die Elektrik macht im Winter einen wichtigen Punkt aus: Im Ofen werden aus Teigklumpen leckere Plätzchen, Wohnzimmer und Gärten werden mit Lichterketten aufgehübscht und im Kühlschrank finden die vielen Zutaten fürs Weihnachtsfestmahl ihren Platz. Wie Behringer erklärt, sind gerade die Haushaltsgeräte richtige Stromfresser – auch, weil sie oft in die Jahre gekommen sind. Er rät deshalb zu energieeffizienteren Geräten, wenn eine Neuanschaffung ansteht. „Eine 20 Jahre alte Gefriertruhe ist natürlich nicht so sparsam wie eine ganz neue.“

Bei Lichterketten sollte man wiederum zu den deutlich effizienteren LED-Lampen greifen. Die benötigen nur einen Bruchteil der Energie von herkömmlichen Lampen. „Ein Christbaum mit modernen LED-Lampen braucht zehn Prozent von dem, was Christbäume früher verbraucht haben“, sagt Behringer. Mit einer Zeitschaltuhr für die Außenbeleuchtung könne man zudem verhindern, dass die bunten Lampen die ganze Nacht durchleuchten, wenn sie ohnehin niemand sieht. Eine andere Option sind dem Werkleiter der DSDL zufolge auch Bewegungsmelder in Fluren und Treppenhäusern, die das Licht nur dann aktivieren, wenn sich dort auch jemand aufhält.

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