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Auftakt

15.07.2011

Sonniger Start ins Historische Fest

Mit einem lauten Gewehrschuss wurde gestern Abend das Historische Fest in Glött eröffnet. Bürgermeister Friedrich Käßmeyer (vorne am Mikro) dankte allen Helfern. Mit dabei waren Schirmherr Albert Graf Fugger von Glött (links daneben), der stellvertretende Landrat Alfred Schneid (2.v. links) und Landrat Leo Schrell (rechts)
Bild: Foto: Schuster

Bürgermeister Käßmeyer eröffnete gestern Abend in Glött das Großereignis

Glött Petrus meinte es gestern Abend gut mit den Glöttern. Obwohl Regen prognostiziert war, strahlte über der Gemeinde am Aschberg bei der Eröffnung des Historischen Festes die Sonne. Da konnten auch die vereinzelten Wolken die Festlaune nicht trüben. In den nächsten Tagen haben die mittelalterlichen Marktleute, Handwerker und Landsknechte in Glött das Sagen.

Der Bürgerwehrspielmannszug Lauingen eröffnete den Abend mit einem Einmarsch auf den Dorfplatz. Dort begrüßte Bürgermeister Friedrich Käßmeyer die Anwesenden, die fast ausnahmslos in mittelalterlichen Gewändern erschienen waren: „Heute ist es endlich so weit, die Historischen Festtage können feierlich eröffnet werden.“ Käßmeyer betonte, dass 2011 ein besonders geeigneter Termin sei, um sich nach dem Fest im Jahr 2000 für ein paar Tage in die Welt des Mittelalters zu versetzten. „Heuer feiern wir 450 Jahre Fertigstellung des Schlosses Glött und 300 Jahre die Zubenennung der Fugger zu Glött.“ Aus diesem Grund sei es ihm eine ganz besondere Ehre, dass Albert Graf Fugger von Glött die Schirmherrschaft über das Jubiläumsfest übernommen habe. Schließlich hätten sich zu der Zeit, in der die Fugger die Herrschaft in dem kleinen Dorf innegehabt hätten, viele Handwerksbetriebe angesiedelt und das habe zu Wohlstand geführt.

Dank an den Schirmherrn

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Doch der Bürgermeister bedachte in seiner Rede nicht nur das Geschlecht der Fugger, die das Glötter Geschick über 300 Jahre lang geleitet haben, mit seinem Dank. Sondern er dankte auch den vielen fleißigen Helfern, ganz besonders Georg Wörishofer, der so viel Energie in die Vorbereitungen gesteckt habe.

Diese Meinung teilte auch der Schirmherr, Albert Graf Fugger von Glött: „Herr Wörishofer, Sie sind ein Genie.“ Doch auch Bürgermeister Käßmeyer bekam lobende Worte: „Ohne Sie läuft nichts in Glött.“ Er sei froh, dass es Käßmeyers Idee gewesen sei, dieses Fest zu veranstalten – und dabei auch den Gemeinderat mit einzubeziehen. Zehn Jahre – so der Schirmherr – habe sein Ahnherr an dem Neubau des alten Wasserschlosses gearbeitet. „Schon damals war klar, dass das Schloss nicht nur zu repräsentativen Zwecken, sondern als Stammsitz genutzt werden sollte.“ Als man das Gebäude ein paar hundert Jahre später habe verkaufen müssen, sei es ein schmerzlicher Abschied gewesen.

Doch jede Veränderung bringt auch eine Chance. Dies zeigte Ines Kirsch, die Leiterin von Regens Wagner Glött, auf. Denn der Gründer Johann Evangelist Wagner sei 1869 sehr erfreut darüber gewesen, das Schloss für 25000 Gulden erwerben zu können. Er beheimatete dort eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung. „Heute stellt sie einen wesentlichen Mittelpunkt der Gemeinde dar.“ Zudem habe das Geschlecht der Fugger von Glött auch nach dem Verkauf weiter im Schloss gewirkt. Schließlich sei die erste Oberin in der Einrichtung, die von den Dillinger Franziskanerinnen geführt wurde, eine Fugger-Tocher gewesen.

So wie Ines Kirsch das Engagement der Franziskanerinnen hervorhob, betonte Landrat Leo Schrell die ehrenamtliche Arbeit der vielen Helfer: „Glött liefert ein beredetes Zeugnis, dass das Gemeinwesen in unserem Landkreis lebt.“ Bei so viel Unterstützung glaube er an das Gelingen des Festes. Und das auch, weil das Festprogramm in ein klares Konzept eingebettet sei.

An einem Tag spiele die Renaissance eine Rolle, passend zu der Zeit, als das Schloss erbaut wurde. An einem anderen Tag liege das Hauptaugenmerk auf dem Barock, weil damals die Zubenennung der Glötter stattfand. Nicht zuletzt lobte er den geplanten Festumzug am Sonntag. „Er ist ein Bilderbuch der Ortsgeschichte.“ Zum Abschluss stach Bürgermeister Käßmeyer ein Bierfass an und eröffnete so auch den kulinarischen Teil des Festes. "Seite 31

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