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Klavier und Klarinette

24.11.2017

Standing Ovations im Bürgerhaus Landshausen

Großartiges Benefizkonzert für die Deutsche Multiple Sklerose-Gesellschaft

Am Schluss hielt es niemanden mehr auf seinem Platz. Mit stehend dargebrachten Ovationen bedankten sich die Besucher bei den Akteuren des Benefizkonzertes zugunsten der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG), zu dem Dietmar Lanzinger und Magdalena Heiler nun schon zum achten Mal eingeladen hatten. Zwei Stunden lang hatten sie gemeinsam mit Julia Schmid, Carmen Schröder, Barbara Göttle, Elisabeth Seidl, Barbara Mayer, Julia Ruf und Stefanie Lanzinger hervorragende Kammermusik für Klarinette und Klavier geboten. Die Gäste im voll besetzten Saal des Bürgerhauses in Landshausen waren begeistert.

Das Konzert wurde vom Klarinetten-Quintett (Magdalena Heiler, Elisabeth Seidl, Julia Ruf, Stefanie und Dietmar Lanzinger) mit dem Stück „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar eröffnet. Anschließend begrüßte neben dem Initiator auch Stephanie Beßner aus Heidenheim, Vertreterin der Beratungsstelle Augsburg, das Publikum. Sie stellte die Arbeit der DMSG vor, deren Hauptaufgabe die Betreuung von Erkrankten und deren Angehörigen ist.

Als nächstes erklang „Hochzeitstag auf Trolhaugen“ von Edward Grieg. Carmen Schröder verstand es, die vielen Ereignisse eines solchen Hochzeitstages am Landshauser Flügel umzusetzen. So hörte man neben den Kirchenglocken auch die klappernden Hufe der Hochzeitskutsche. Im Anschluss glänzte die Flötistin Barbara Mayr, die zum ersten Mal beim Benefizkonzert zu Gast war, zusammen mit der Klarinettistin Magdalena Heiler und Pianistin Julia Schmid bei einem Walzer von Dimitri Schostakowitsch. Die Holzbläserinnen bestachen darin durch feine Staccatoläufe, kontrastreiche Dynamik und mitreisende Agogik.

Höhepunkt des Abends war das Doppelkonzert von Franz Krommer. Mittlerweile ist es zur Tradition geworden, dass Dietmar Lanzinger, gemeinsam mit seiner ehemaligen Schülerin Magdalena Heiler ein Doppelkonzert für zwei Klarinetten und Klavier ins Programm nimmt. Dieses Jahr fiel die Wahl auf das technisch sehr anspruchsvolle Opus 91 des tschechischen Komponisten. Man hörte und sah, wie gut sich die Solisten kennen. Neben fein ausgeglichener Klangbalance und geführten Phrasen zeigten die Klarinettisten auch virtuose Kaskaden. Exzellent begleitet wurde das Stück von Julia Schmid am Flügel.

Der zweite Konzertteil wurde humorvoll vom Klarinettentrio Heiler, Seidl, Lanzinger mit drei Miniaturen von Libor Sima eröffnet. Julia Schmid begleitete nicht nur exzellent am Flügel, sondern brillierte auch solistisch mit Debussys „L‘iste joyense“. Durch technische Perfektion der Läufe schaffte sie es, Leichtigkeit ins Spiel zu bringen und dem Zuhörer die Idee des Komponisten einer glücklichen Insel näher zu bringen. Claude Debussy blieb weiter im Programm mit einem Prelude, das von einem Mädchen mit flachsblondem Haar erzählt. Dietmar Lanzinger präsentierte sich als Solist, am Flügel mit viel Ausdruck und Präzision von Barbara Göttle begleitet. Beim Libertango des Argentiniers Astor Piazolla, der von Barbara Mayr, Magdalena Heiler und Julia Schmid dargeboten wurde, zeigte sich nochmals, welch tolles Klangbild im Zusammenspiel von Flöte und Klarinette erzeugt werden kann. Zum Schluss des Konzertes ließ das Klarinetten-Quintett die slawischen Tänze von Antonin Dvorak erklingen. Nach zwei Zugaben und anhaltendem Applaus dankte Lanzinger den Gästen für ihr Kommen und den Musikerinnen für ihr langjähriges Engagement für die DMSG. (pm)

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