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Gundelfingen

10.12.2019

Umbruch: Gundelfinger Stadtrat verliert sieben Mitglieder

Im Gundelfinger Stadtrat steht zu den Kommunalwahlen im März ein Umbruch an.
Bild: Andreas Schopf (Archiv)

Plus Nach zum Teil mehreren Jahrzehnten im Gremium ist für einige Persönlichkeiten im Gundelfinger Stadtrat Schluss - mitunter auch unfreiwillig.

Der Gundelfinger Stadtrat steht vor einem Umbruch. Zu den Kommunalwahlen im kommenden März lassen sich insgesamt sieben aktuelle Stadträte nicht mehr aufstellen – unter ihnen Persönlichkeiten, die das Gremium jahrzehntelang geprägt haben.

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Nach 54 Jahren im Stadtrat ist Schluss

Dazu zählt vor allem Siegfried Wölz. Der SPD-Politiker sitzt seit 1966 für seine Partei im Gundelfinger Stadtrat und hat sich dort einen Namen als kritischer Mahner und Mann der klaren Worte gemacht. Nach unglaublichen 54 Jahren als Stadtrat wird für Wölz im kommenden Jahr Schluss sein. „Mit 83 Jahren sollte man aufhören“, sagt Wölz.

Auch der Zweite Bürgermeister Viktor Merenda hat die Stadt in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgestaltet. Seit drei Jahrzehnten ist Merenda Stadtrat für die SPD, 18 Jahre davon als Zweiter Bürgermeister. Zu den Wahlen im März wird sich Merenda nicht mehr aufstellen lassen. „Man muss die Zeichen der Zeit erkennen“, sagt der 72-Jährige. Lieber gehe er jetzt, wenn dies die Leute noch bedauern würden, sagt Merenda, anstatt dass man einmal über ihn sagen würde: „Gott sei Dank geht er endlich.“

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Die Erste Bürgermeisterin vertreten

Die Arbeit im Gremium der Stadt habe ihm immer Spaß bereitet. Vor allem die Vertretungen der Ersten Bürgermeister habe er gerne übernommen. „So konnte man noch mehr Themen anstoßen“, sagt Merenda. Vor allem in diesem Sommer war er gefordert, als Bürgermeisterin Miriam Gruß aus gesundheitlichen Gründen ausfiel und Merenda monatelang die Geschicke im Rathaus leitete. Er betont: Diese Vertretung hat er gerne übernommen. Es sei für ihn weniger eine Belastung, sondern vielmehr eine Freude gewesen, aktiv mitzugestalten. Während er sich aus dem Stadtrat zurückzieht, will es Merenda im Kreistag noch einmal probieren.

Neben dem Zweiten wird Gundelfingen auch seinen momentan Dritten Bürgermeister verlieren. Werner Wittmann von den Freien Wählern wird laut eigener Aussage nicht mehr kandidieren. Er saß 18 Jahre im Gundelfinger Stadtrat. Die Tätigkeit sei interessant gewesen und er hätte sie sehr genossen, sagt Wittmann. Vor allem die Vertretungen der Bürgermeister – so wie in diesem Sommer das vermehrte Einspringen für Miriam Gruß – hätten ihm Spaß gemacht. „So konnte man neue Aufgaben übernehmen und war noch näher bei den Bürgern“, sagt der 68-Jährige, der von einer „tollen Zeit“ spricht. Doch jetzt wolle er den Jungen Platz machen – und seinen Ruhestand genießen.

"Unstimmigkeiten" im Ortsverband

Für Werner Böswald seien die Zeichen eigentlich noch nicht auf Abschied gestanden. Der FDP-Politiker – derzeit einzige Parteiunterstützung für Bürgermeisterin Miriam Gruß im Stadtrat – sagt, dass er gerne noch eine Periode weitergemacht hätte. „Aber das ist mir leider nicht vergönnt“, sagt Böswald. Der 72-Jährige, der seit drei Jahrzehnten Teil des Gundelfinger Stadtrats ist, spricht von „Unstimmigkeiten“ im FDP-Ortsverband. In der Folge werde er nun nicht mehr aufgestellt. Ebenfalls nicht mehr zur Wahl stehen werden Michael Wohlhüter (CSU), Franz Kopp (FW) sowie Sebastian Schaarschmidt (SPD), die sich aus dem Stadtrat zurückziehen möchten. Noch unentschlossen ist nach eigener Aussage Friedlies Hopf-Schirm (FW). Alle übrigen Stadträte möchten wieder kandidieren.

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