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Finningen

24.10.2017

Und alle singen vom Kanapee – juchee!

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Aufspielen beim Wirt im Schlößle in Finningen im vollen Schlößlesaal spielten Heidis Schrammelmusikanten (Heidi Krech-Hemminger und Astrid Hartmann, von links) auf.
Bild: Karl Aumiller

Das Aufspiel’n beim Wirt in Finningen zeigt sich wieder, dass Volksmusik nicht langweilig ist.

Rund 260 Gäste wollten dabei sein, mitsingen und mitfeiern, beim Aufspiel’n beim Wirt in Finningen. Und das von Musikdozentin Heidi Krech-Hemminger zusammengestellte Programm bot dazu reichlich Gelegenheit.

Moderator Professor Georg Barfuß führte durch das Programm, nachdem er den Ehrengast, Bürgermeister Klaus Friegel, begrüßt und Vorsitzendem Anton Kapfer Hedwig Regensburger-Glatzmeier vom Landratsamt, und den Wirtsleuten für die Veranstaltung gedankt hatte.

Dass Volksmusik nicht langweilig sein muss, bewiesen das Streicherensemble der Städtischen Musikschule Dillingen und deren Kollegen aus Donauwörth mit „Polly Wolly Doodl“, einem Evergreen aus den Südstaaten der USA, sowie „The Ash Grove“ aus dem Walisischen. Die „Zieglschtoimusi“ mit Christine Strehle und Wolfgang König aus Winterbach, beide „Ziach“, verstärkt durch Sabine und Peter aus dem Allgäu erfreuten das Publikum mit einem „Waldinger Boarisch“ und dem „Gerstreit Walzer“. Die Liebeserklärung an die schwäbische Heimat „ Hei, grüaß di Gott, Ländle“ sangen glockenrein die Damen des Haunsheimer Dreigesangs und beherrschten ebenso das niederbayerische Bravourstück „I geh in finsterer Nacht“.

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Auf Anhieb in die Herzen des sachverständigen Publikums spielte sich die „Boarisch Blosn“ aus Oberhausen bei Neuburg mit den Weisen „Erinnerungen an Brennberg“ und „Hasn Hansi“. Für die Freunde volkstümlicher Musik intonierten „Heidi’s Schrammelmusiker“ den „Böhmischen Traum“ sowie eine „Weise aus dem Allgäu“. Die authentische Donauwörther Stubenmusik begeisterte die Zuhörer mit einem „Rheinländer aus Kirchdorf“ und einem gefälligen „Ländler“ aus Altbayern.

„Und in der Eck juhee, da stand ein Kanapee“ – dieses köstliche Komplett, ursprünglich aus Schlesien sangen alle Anwesenden gemeinsam und hatten daran ihre helle Freude – ebenso wie ein Dutzend Mutiger beim gemeinsamen Volkstanz unter sachkundiger Anleitung von Tanzmeister Wolfgang König.

Das zweite Drittel wurde eröffnet vom gemeinsamen Ensemble der Musikschulen Dillingen und Donauwörth mit zwei Folksongs aus den USA: „Arkansas Traveller“ und „Fiddler’s Folly“. „Ein Jäger längs dem Weiher ging“ und „Auf dem Berg so hoch da droben“ – präzise dreistimmig dargeboten vom Haunsheimer Dreigesang schlossen sich an, ehe die „Zieglschtoimusi“ mit „Beim Jagawirt“ und dem „Ebenseer Boarisch“ ihr Können erneut unter Beweis stellte. Sehr spielfreudig ließ sich wieder die „Boarische Blosn“ unter der Leitung von Herbert Balleis vernehmen mit der „Studentenpolka“ und dem Stück „Ich und der Mond“. Flott spielten daraufhin Heidi’s Schrammeln den „Münchner Hetz- und Gaudi-Humor-Marsch“, ehe sie „Heut kommen d’Engerl“ intonierten. Köstlich und gleichermaßen heimelig dann wieder die „Donauwörther Stubenmusik“ unter der Leitung von Maria Graf mit dem „Hansi Boarischen“ und der „Josefi Polka“. Das gemeinsam gesungene Lied „Im grünen Wald“ ließ die gute Stimmung bei Musikern und Publikum widerhallen.

„Dem Land Tirol die Treue“, gespielt von der Boarisch Blosn, ließ die Stimmung im letzten Drittel nochmals deutlich ansteigen, was zu mehreren „Zugaben“ führte, ehe das gemeinsame Lied „ Kein schöner Land in dieser Zeit“ einen vergnüglichen und grandiosen Abend ausklingen ließ. Die „Chefin“ Heidi Krech-Hemminger bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden und versprach ein „Wiedersehen und Wiederhören“ bei den nächsten Dillinger Kulturtagen. Georg Barfuß

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