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14.12.2010

Verkehrsentlastung nur teilweise geglückt

Eine wirtschaftliche Realisierung einer Ostspange zur Entlastung der Herzogin-Anna-Straße in Höchstädt ist nicht gegeben. Das Verkehrsproblem will die Stadt aber auch im nächsten Jahr wieder zum Schwerpunkt machen. Foto: Bronnhuber
Bild: Bronnhuber

Eine, wahrscheinlich die wichtigste, Entscheidung zur Verkehrsentlastung in Höchstädt ist schon 2009 gefallen. Am 18. Dezember hat das Bundesministerium für Verkehr und Wohnungsbau die Wasserschutzgebietstrasse im Norden zum Bau für die Umfahrung der B 16 neu festgelegt. Anfang nächstes Jahr erwartet Bürgermeisterin Hildegard Wanner einen ersten Vorentwurf.

Bei der Stadtratssitzung am Montagabend betonte Wanner bei ihrem Jahresrückblick aber auch, dass damit "das dringende Problem der Verkehrsentlastung der Innenstadt nur teilweise gelöst ist". Für die stark befahrene Herzogin-Anna-Straße und den Knotenpunkt Marktplatz gebe es noch keine realisierbare Lösung. "Seit einigen Wochen wissen wir, dass eine Realisierung der Ostspange aufgrund der naturschutzfachlichen Auflagen eine wirtschaftliche Umsetzung nicht zulässt", erklärte Wanner. Deshalb sei das Thema Verkehrsentlastung auch in nächsten Jahr ein Schwerpunkt der Aufgaben der Stadt. Für die Rathauschefin sprechen die steigenden Verkehrszahlen "eine deutliche Sprache".

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Trotzdem betonte Wanner auch, dass die Stadt im vergangenen Jahr einige Projekte, auch mithilfe von Fördermitteln von Bund und Land, auf den Weg gebracht hat. Wanner zählte dabei die Fertigstellung des Radweges zum Lückenschluss, die Verbesserung der DSL-Versorgung im Stadtteil Schwennenbach, die Gründung eines Schulverbundes Höchstädt-Bissingen oder dem Ausbau der Ganztagesklassen in der Grundschule auf.

Mitunter das größte Bauprojekt der Stadt Höchstädt ist der Neubau des Kindergarten "Don Bosco". Der Baubeginn hat sich zwar wegen archäologischen Ausgrabungen um sechs Wochen verzögert, ist nun aber in vollem Gange.

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Bürgermeisterin Wanner hob bei ihrem Jahresrückblick auch die kulturelle Entwicklung der Stadt Höchstädt hervor: "Ganz erfreulich für Höchstädt war die Eröffnung der Ausstellung 'Über den Tellerrand' im Schloss. Die Ausstellung und das gleichzeitig eröffnete Schlosscafé sind eine Bereicherung und ein Anziehungspunkt für Besucher." Mehr als 3000 Besucher waren bei kulturellen Veranstaltungen im vergangenen Jahr in der Donaustadt.

Die Bürgermeisterin nutzte bei der Stadtratssitzung auch die Gelegenheit ins Jahr 2011 vorauszuschauen: "Die deutlich enger werdende finanzielle Situation wird uns zwingen, auf manch denkbares Projekt zu verzichten."

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