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Musik

08.11.2011

Von Experimental Jazz bis Unplugged Rock

Die Rockband Marvin unplugged: Mehrere Songwriter aus der Region präsentierten im Chili ihre Titel.
Bild: Foto: Heim

Im „Chili“ in Dillingen fand die zweite „Songwirters Night“ statt

Dillingen Auf der Bühne standen die Instrumente schon bereit. Schlagzeug, Piano und Kontrabass warteten auf die Musiker. Die Besucher der Kulturkneipe „Chili“ besetzen schon die ersten Stuhlreihen oder standen erwartungsfroh an den Fensterbänken. Songwriter der Region trafen sich am vergangenen Freitag dort, um für 30 Minuten ihre Songs zu präsentieren und ins Gespräch mit dem Publikum zu kommen.

Den Anfang macht die Rockband „Marvin“, die einige ihrer Nummern in Unplugged-Versionen darboten. Mit sanftem Sound begleiteten die Bandmitglieder die traurig-melancholischen Lieder. Die Sängerin Stefanie Haas beeindruckte durch eine starke Stimme. Kraftvoll schmetterte sie Tracks wie „Thank you“. Aber auch ruhige Balladen wurden gefühlvoll nur mit Gitarre und Gesang inszeniert. Spätestens jetzt füllte sich der Raum, um sich von der Stimmung mitreißen zu lassen.

Von Gottessehnsucht und alltäglichen Problemen

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Nach einer kurzen Pause betrat Daniana mit ihren Mitmusikern Daniel Hahn und Marin Knopf die Bühne. Klar und sanft sang sie Vertrauen, Gottessehnsucht und die ganz alltäglichen Probleme. Dabei zeigte sich Daniel Hahn als musikalisches Multitalent. Zwischen Saxofon, Klavier und Querflöte wechselte er mühelos hin und her. Doch auch textlich war man stark vertreten. „Ar do céo“ beispielsweise wurde in portugiesischer Sprache vorgetragen. Auch in englischen und deutschen Texten wurden die Botschaften verpackt.

Die Gerhard-Rehm-Band war mit Bassist Bernd Hemminger und Rehm selbst diesmal ohne Schlagzeuger vertreten. Die Beats kamen deshalb vom Band, was dem funkigen Sound keinen Abbruch tat. Als die ersten Riffs erklangen, hatte Rehm die Zuschauer sofort hinter sich. Zu „Sugar in the wine“, „Wrong ways“ oder „Feel alright“, wippte der Gitarrist im Takt und hatte sichtlich Spaß auf der Bühne.

„Helmut Hofmann & friends“ boten mit ihrem experimentellen Jazz virtuose Instrumentals. Eine Harfe wurde dafür extra auf die Bühne gehievt. Die Sängerin Angelika Mayer sang entspannt zum Sprechgesang von Kevin Prince. Spontan gesellte sich noch Florian Hirle der Band Marvin dazu und spielte an der Bass Ukulele. Ein beeindruckendes Harfensolo wurde mit spontanem Zwischenapplaus belohnt.

Nach diesem musikalischen Ausflug in den Jazz war wieder Pop angesagt. Sarah Straub am E-Piano zeigte ihr breites Repertoire unterstützt durch eine Cello-Spielerin. „Wir sind alle Liedermacher, die Texte kommen aus unserem Inneren“, sagte sie. Das Publikum lauschte den ruhigen Balladen, die durch das Cellospiel eine teilweise düstere Stimmung eingehaucht bekamen. Sowohl neue, als auch alte Titel, wie „Friendship“ zeigten ihre fantastische Stimme.

Die vorletzte Gruppe, die „Jule Malischke Band“, versammelte noch mal alle Zuschauer vor der Bühne. In ihrem Song „Goodbye love“, sang sie von einer verstorbenen Freundin und rührte das begeisterte Publikum. Minimalistisch begleitet von Gitarre, Bass und Cajón entfaltete sie ihr Gesangstalent.

Zum Abschluss rockte noch die Band Steve Abold die Bühne. Mittlerweile schon nach ein Uhr, fanden sich trotzdem noch genügend Menschen vor der Bühne ein, um die zweite „Songwriters Night“ in Dillingen ausklingen zu lassen.

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