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Wasserwerk Dillingen

25.05.2017

Vor dem „Chrischtkindle 2018“ soll es fertig sein

Staub aufgewirbelt: Der Bau des neuen Dillinger Wasserwerks hat begonnen. Am Mittwochabend vollzogen Werkleiter Wolfgang Behringer (Vierter von links), die Rathauschefs Frank Kunz und Wolfgang Schenk (Sechster und Siebter von links) sowie Verbandsräte und Vertreter beteiligter Firmen den symbolischen Spatenstich.

Der Bau des neuen Dillinger Wasserwerks, das 6,5 Millionen Euro kostet, hat begonnen. Es ist der letzte Akt bei der Modernisierung der Wasserversorgung in Dillingen und Lauingen.

Es ist der finale Akt bei der Modernisierung der Trinkwasserversorgung in Dillingen und Lauingen: 6,5 Millionen Euro stecken die Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen (DSDL) in den Bau eines neuen Wasserwerks an der Regens-Wagner-Straße. Insgesamt werden es dann 13 Millionen Euro sein, die von den Stadtwerken seit 2010 in die Trinkwasserversorgung investiert wurden, erläuterte Werkleiter Wolfgang Behringer am Mittwochnachmittag beim symbolischen Spatenstich.

Er listete vor den Planern und Vertretern beteiligter Firmen die Großprojekte der vergangenen Jahre auf: Dies sind der neue Flachbrunnen in Lauingen (1,1 Millionen Euro), die Notverbundleitung zwischen Dillingen und Lauingen (1,7 Millionen Euro), das Zwischenpumpwerk Dillingen (1,2 Millionen Euro), das Wasserwerk in Lauingen (2,2 Millionen Euro) – und nun das Wasserwerk in Dillingen, das die bestehende Einrichtung aus den 1960er Jahren ersetzen wird.

Das neue Wasserwerk erhält wie bisher drei Filterstraßen, um das Eisen und Mangan aus dem Rohwasser der Auwaldbrunnen zu filtern, erklärte Behringer. Danach wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert und über einen Saugbehälter zu den Bürgern geliefert. „Unser Wasser hat höchste Qualität“, betonte der Werkleiter. „Es ist viel besser als das Wasser aus so mancher Pet-Flasche.“ Auf dem Baugrundstück neben dem renovierten DSDL-Verwaltungsgebäude ist bereits mächtig Bewegung. Die Rohwasserleitung aus dem Auwald sei bereits verlegt worden. Jüngst hatte ein Bagger eine 20000-Volt-Leitung beschädigt und kurzzeitig dafür gesorgt, dass beispielsweise das Landratsamt telefonisch nicht erreichbar war (wir berichteten). Aufträge mit einem Volumen von drei Millionen Euro seien bereits vergeben. Behringer dankte den Firmen für ihre bisherige Arbeit, denn eines sei sicher. „Wir bauen keinen Berliner Flughafen“, sagte der DSDL-Werkleiter. Das neue Wasserwerk werde noch „vor dem Chrischtkindle 2018“ fertig.

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Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz würdigte die Renovierung des DSDL-Verwaltungsgebäudes, dessen historische Backsteinfassade wieder zum Vorschein gekommen ist. Es sei „eine Perle“ geworden. Und auch bei der Erneuerung der Wasserleitung unter der alten B16 kämen die Stadtwerke gut voran, freute sich der stellvertretende Zweckverbandsvorsitzende. Angesichts Tausender Fahrzeuge, die täglich durch Dillingen fahren, sei das Arbeiten auf dieser Baustelle „wie eine Operation am offenen Herzen“. Kunz rechtfertigte die Investitionen in die Wasserversorgung. „Wir werden dadurch fit für die Zukunft. Für Lauingen und Dillingen ist es wichtig, dass wir Vollversorger sind.“ In diesem Bereich der Daseinsvorsorge sei es wichtig, als Kommune „die Hand drauf zu haben“.

Lauingens Bürgermeister Wolfgang Schenk, der gegenwärtig den Vorsitz im DSDL-Zweckverband innehat, freute sich, dass Firmen aus der Region Aufträge beim Bau des neuen Wasserwerks erhalten haben. Die Zusammenarbeit Dillingens und Lauingens bei den gemeinsamen Stadtwerken habe sich bewährt. Schenk nannte exemplarisch die neue Notverbundleitung, durch die sich die beiden Städte bei Engpässen gegenseitig aus der Klemme helfen können.

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