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Ziertheim

13.11.2019

Warum eine Ziertheimer Kita einen Anbau braucht

Die Einweihung des neu gebauten Kindergartens St. Veronika erfolgte im Jahr 2016. Jetzt muss angebaut werden.
Bild: v. Weitershausen

Nur drei Jahre ist es her, dass der Kita-Neubau in Ziertheim eingeweiht wurde. Doch nun ist er zu klein. Wie eine mögliche Lösung aussehen könnte.

„Unverhofft kommt oft“, hieß es bei der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Ziertheim. Wie bereits in zahlreichen anderen Gemeinden im Landkreis Dillingen, muss sich auch die Gemeinde Ziertheim aufgrund der Bedarfsplanung für die Jahre 2019 bis 2022 mit einer Erweiterung des Kindergartens St. Veronika befassen.

Warum der Kita-Neubau schon wieder erweitert werden muss

Dies komme doch mehr als überraschend, lautete der Tenor aus dem Kreis der Ratsmitglieder: Der Kita-Neubau sei doch erst im September 2016 eingeweiht worden. Und zum damaligen Zeitpunkt sei noch davon gesprochen worden, dass in Zukunft immer weniger Kinder die Einrichtung besuchen werden.

„Doch so schnell kann es gehen“, sagte Bürgermeister Thomas Baumann, nachdem VG-Geschäftsstellenleiter Tobias Steinwinter die Bedarfsplanung vorgelegt hatte. Demnach werden laut Steinwinter in dem angegebenen Zeitraum für Kinder über drei Jahre acht Kindergartenplätze mehr benötigt, und für Kinder unter drei Jahren sind weitere sieben Krippenplätze notwendig.

Warum eine Ziertheimer Kita einen Anbau braucht

Wie ein möglicher Anbau aussehen könnte

Dies bedeute, dass 35 gleichzeitig belegbare Kindergartenplätze und 15 gleichzeitig belegbare Krippenplätze geschaffen werden müssen. Die bestehende Einrichtung sei für sechs Krippenkinder und 26 Kindergartenkinder erbaut worden. Momentan besuchen laut Steinwinter jedoch bereits sieben Krippenkinder und 27 Kindergartenkinder die Einrichtung. „Die Folge kann daher nur bedeuten, so schnell wie möglich in die Planung und Realisierung eines Anbaus zu gehen“, sagte Rathauschef Baumann. Dafür sei ein Flächenbedarf von mindestens 177 Quadratmetern notwendig.

Der Rathauschef betonte: „Doch bis zur Einleitung aller Maßnahmen für den Neubau muss so schnell wie möglich, spätestens bis zum September 2020, ein Provisorium geschaffen werden.“ Auf die Frage aus den Reihen der Ratsmitglieder, ob es dahingehend schon Überlegungen gebe, sagte der Bürgermeister „Nein“. Bezüglich des zusätzlich benötigten Personals zeigte sich die anwesende Kindergartenleiterin optimistisch, aus den momentanen oder auch ehemaligen Azubis der Einrichtung die notwendigen Mitarbeiter rekrutieren zu können.

In Ziertheim soll das Wasser teurer werden

Ratsmitglied Armin Hartleiter regte an, dies alles auch auf Nachhaltigkeit zu überprüfen. Tobias Steinwinter sagte dazu, Geburtenzahlen könnten nicht immer exakt und nachhaltig erfasst werden. Doch auf alle Fälle werde auch die Kirchenverwaltung als Betreiber der Einrichtung in die Planungen und Ausführungen des Erweiterungsbaus mit einbezogen. Das Ratsgremium stimmte nach kurzer Erörterung des Sachverhalts der Beschlussfassung über den Betreuungsbedarf ohne Gegenstimme zu.

Begonnen hatte die Sitzung mit der Vorstellung des Rechenschaftsberichts 2018 der Gemeinde Ziertheim durch Stefanie Reschauer, Leiterin der Finanzverwaltung und Kämmerin in der Verwaltungsgemeinschaft Wittislingen. Nach dem Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses erfolgte einstimmig die Entlastung.

Im weiteren Sitzungsverlauf beschlossen die Ratsmitglieder einstimmig, die Wasserbezugsgebühren ab 1. Januar 2020 zu erhöhen. Die Kalkulationen dazu werden dann bis zum Juni nächsten Jahres abgeschlossen sein, sagte Bürgermeister Baumann. Diese Erhöhung sei notwendig, so der Rathauschef, da in der Gemeinde Ziertheim mit dem Ortsteil Dattenhausen mittlerweile ein Defizit bei den Wasserbezugsgebühren von mehr als 86 000 Euro entstanden sei. Und im Gemeindeteil Reistingen habe sich ein Defizit über 36000 Euro angehäuft.

Diese seit Jahren aufgelaufenen Defizite, die unter anderem durch hohe Wasserverluste im Leitungsnetz der Gemeinde entstanden seien, müssten über die Erhöhung der Gebühren nach und nach ausgeglichen werden, erläuterte der Bürgermeister.

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