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Blindheim

22.01.2020

Was sich die jungen Blindheimer Bürger wünschen

Blindheim Staatspreis Bachöffnung Rathaus
Bild: Blindheim

Plus Der Gemeinderat hat eine ganze Liste von den Jugendlichen bekommen. Was darauf alles steht?

Insgesamt 20 Punkte haben die Jugendlichen erarbeitet, daraus eine Prioritätenliste erstellt und diese nun am Dienstagabend dem Blindheimer Gemeinderat vorgestellt. Die Wünsche, die sie an Bürgermeister Jürgen Frank und sein Gremium stellen, stammen alle aus der kürzlich stattgefundenen Jungbürgerversammlung (wir berichteten). Viele Punkte, so Frank, habe man gleich bei der Sitzung diskutiert und mit den vier jungen Leuten besprochen. „Grundsätzlich werden wir nun die Liste abarbeiten, aber manche Wünsche sind als Gemeinde nicht so leicht, zu erfüllen“, sagt der Rathauschef auf Nachfrage.

Fahrradständer am Bahnhof in Blindheim

Dass beispielsweise eine Landjugend gegründet werden soll, würden Frank und der Gemeinderat unterstützen, „gründen können wir sie natürlich nicht. Aber vielleicht bei passenden Räumlichkeiten suchen“. Ein Sprungbrett oder eine Badeinsel am örtlichen See – beides ebenfalls nicht einfach so umzusetzen. Laut dem Bürgermeister gehe es vor allem um Haftungsfragen. Was dagegen auf jeden Fall kommen soll: Ein Fahrradständer am Blindheimer Bahnhof. Den wünschen sich die Jugendlichen ebenfalls. „Und er kommt definitiv im Zuge der Park-&-Ride-Anlage“.

Auf der Wunschliste der Jugendlichen stand aber ein anderes Thema mit Abstand weit oben: freies W-Lan zu jeder Zeit und überall in der Gemeinde. Frank: „Wir stehen diesem Thema offen gegenüber und tun in dieser Sache eh schon länger rum.“ Der Beschluss, dass ein Hotspot am Sportplatz in Blindheim installiert werden soll, gibt es bereits. Da es auch von staatlicher Seite finanzielle Förderungen gebe, sei Geld nicht das Problem. Einzig der Standort. „Die Jugendlichen hatten den Vorschlag, einen weiteren Hotspot am Bahnhof zu installieren. Das finde ich persönlich ganz gut. Auch der Bauhof wäre direkt um die Ecke“, erklärt Bürgermeister Frank. Konkrete Beschlüsse wurden bei der Sitzung nicht gefasst.

Bauherren werden finanziell unterstützt

Dagegen aber beim Thema „lebendiges Dorf“. Der Blindheimer Rat hat entschieden, dass staatliche Dorfentwicklungsprogramm auch vor Ort umzusetzen. Heißt konkret: Seit 1.1.2020 gibt es von der Gemeinde Zuschüsse, wenn private Investoren im Innenbereich neu bauen, einen Ersatzbau erstellen oder alte Gebäude sanieren. Einzige Voraussetzung: 100000 Euro muss die Mindestinvestitionssumme sein. Ab diesem Betrag unterstütze die Kommune mit drei Prozent, aber maximal mit 5000 Euro. „Es soll ein Zeichen sein“, sagt der Bürgermeister. Mit dem Ziel, dass Kerndorf zu beleben und gleichzeitig Flächen zu sparen. Dabei werden alle Maßnahmen im Innenbereich, nur nicht in den neuen Baugebieten, unterstützt. „Es ist ein Impuls und immerhin besser als nichts“, so Jürgen Frank.

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