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Advent

27.11.2017

Weihnachtlicher Budenzauber rundum das Kloster

Sie lieben die Atmosphäre in Maria Medingen: Robin Regensburger, Hannes Zengerle, Steffen Kränzle, Matthias Schmegner, Sebastian Schuster, Eva Stuhlmüller, Anja Egelhofer, Michaela Egelhofer (von links nach rechts, von hinten nach vorne).
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Sie lieben die Atmosphäre in Maria Medingen: Robin Regensburger, Hannes Zengerle, Steffen Kränzle, Matthias Schmegner, Sebastian Schuster, Eva Stuhlmüller, Anja Egelhofer, Michaela Egelhofer (von links nach rechts, von hinten nach vorne).
Bild: Millauer

Am Wochenende wurden in Maria Medingen der Glühwein getrunken, leckere Plätzchen genascht und an den vielen Ständen eingekauft. Es war einer der ersten Märkte in der Region

Ein romantischer Lichterweg führt direkt zum Kloster. Oben angekommen, strahlen dem Besucher die beleuchteten Buden und der riesige Tannenbaum in der Mitte des Klosterplatzes entgegen. Ein Duft aus Lebkuchengewürz, Zimt und Glühwein liegt in der Luft, steigt dem Besucher in die Nase und entführt ihn in die vorweihnachtliche Zeit – und das bereits vor dem ersten Advent. Doch warum ist der Adventsmarkt am Kloster Maria Medingen bereits so früh? „Uns wäre es auch lieber, wenn wir den Adventsmarkt am ersten Advent veranstalten könnten“, sagt Franz Mayr, Organisator und Vorsitzender des Fördervereins Kindergarten St. Clara. „Aber wir müssen die Buden bereits am Montag nach Dillingen geben, deswegen geht es leider nicht anders.“ Doch die Besucher seien bereits jetzt in adventlicher Stimmung.

So wie der Demminger Robin Regensburger, der sich mit seinen Freunden im Halbrund um einen Stand, an dem es Glühwein und Lebkuchen gibt, positioniert hat. „Wir sind jedes Jahr hier, die Atmosphäre ist einfach einmalig“, schwärmt er. Die Regengüsse, die fast den ganzen Samstag anhielten, hätten sie abgewartet und sich dann in der Dunkelheit auf den Weg zum Markt gemacht. „Jetzt können wir uns auf Weihnachten einstimmen“, sagt er lächelnd.

Mit diesem Ziel sind auch das Ehepaar Ulrike und Martin Schuster mit ihrer Tochter Eva aufgebrochen und vom baden-württembergischen Ballmertshofen über die Landesgrenze gereist. „Die Größe dieses Adventsmarktes ist ideal“, lobt Ulrike Schuster, als sie ihren Blick über den hell beleuchteten Platz schweifen lässt. Besonders gut fände sie auch das Essen, schwärmt sie. Während sie am liebsten die weiße Wurst isst, sagt ihre siebenjährige Tochter Eva: „Ich mag die Waffeln“, und nimmt einen kräftigen Bissen.

Für Schwester Elena ist es ebenfalls das Ambiente, das den Adventsmarkt zu einem ganz besonderen in der Region macht. „Dieser Markt hat einen einmaligen Charakter“, sagt sie. Da sei es auch nicht schlimm, wenn am Totensonntag Marktbetrieb ist, schließlich mache man hier kein Remmidemmi. Gemeinsam mit Lydia Schmidt verkauft sie an ihrem Stand selbst gemachte Marmelade, Liköre und Früchtebrot.

Einen etwas wärmeren Platz hat Elfriede Hailand im Klostergebäude ergattert. Prächtig geschmückte Tür- und Adventskränze säumen ihren Stand. „Die Floristik ist ein großes Hobby von mir, das ich mir selbst beigebracht habe“, sagt sie. Sie ist extra aus Kaufbeuren angereist, um an diesem Wochenende in Maria Medingen zu sein. Seit einigen Jahren ist sie schon dabei. „Die Tochter einer alten Schulfreundin hat mich gefragt, ob ich nicht dabei sein will und seitdem komme ich jedes Jahr hier her“, erzählt sie. Weil sie zu den Organisatoren so einen guten Kontakt habe, sei der Adventsmarkt in Maria Medingen auch immer ganz besonders für sie.

Organisator Franz Mayr ist auch der Mix aus verschiedenen Ausstellern wichtig. „Es soll kunterbunt und von allem etwas geben“, sagt er.

Das ist ihm und seinen gut dreißig helfenden Händen, die zwei Wochen lang den Adventsmarkt aufgebaut haben, gelungen, wenn man in die fröhlichen Gesichter der Besucher blickt. Hier ist bereits jeder in romantischer, vorweihnachtlicher Stimmung – zumindest bis einen der Lichterweg in die Dunkelheit entlässt.

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