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02.03.2020

„Wie gestalten wir unsere Heimat?“

50 Jahre lang in der CSU ist Johann Mayer (Mitte). Ihm gratulierten beim traditionellen Fischessen (von links) Finningens Ortsvorsitzender Josef Häusler, Kristina Reicherzer, Georg Winter und Hans Reichhart.
Bild: Brigitte Bunk

Der ehemalige Bauminister Hans Reichhart spricht beim CSU-Fischessen auch über die Krise der CDU

Mit dem Fernsehen verglich Hans Reichhart Machtspiele in der Politik. Genauso unterhaltsam seien sie zuweilen, wenn auch makaber. Dazu gehört für den ehemaligen bayerischen Bauminister auch die Suche der CDU nach einem neuen Parteivorsitzenden. Es gehe doch um etwas ganz anderes, betonte der Günzburger Landratskandidat beim traditionellen Fischessen des CSU-Kreisverbandes in Finningen: „Wie gestalten wir unsere Heimat?“

Es gelte, eine Volkspartei, eine konservative Kraft, zu bleiben und: „Wie schaut die Stabilität der Bundesrepublik Deutschland in den nächsten Jahren aus?“ Die Politik brauche Personen, welche die Menschen zusammenführen und die durch ihre Politik zeigen, was ihre Ziele sind. Solche, die erst ihre Arbeit machen, bevor sie etwas lautstark in den sozialen Medien „verkaufen“. Am Freitagabend dankte Reichhart dem Landtagsabgeordneten Georg Winter, der „jeden Quadratzentimeter seines Landkreises auswendig kennt“, so Reichhart. Er nannte ihn einen der nervigsten Abgeordneten der bayerischen Politik und präzisierte: „einen der erfolgreichsten Abgeordneten, der nicht beim ersten Gegenwind aufhört“, sondern durch seinen langen Atem verlässlich sei. „Wir halten, was wir versprochen haben.“

Reichhart betonte: „Wir haben Gesichter, Charaktere, die gezeigt haben, dass sie das können.“ Dass sich jeder einbringen dürfe bei der CSU präzisierte er und nahm Kristina Reicherzer als Beispiel: „Wer eine Familie hat und mit beiden Beinen im Leben steht, der kann auch seine Heimat gestalten.“ Die Finninger Bürgermeisterkandidatin begrüßte am Freitagabend die Gäste im Landgasthof „Schlössle“ und schwärmte: „In den vergangenen acht Wochen durfte ich das unglaublich tolle Netzwerk der CSU kennenlernen.“

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Wozu auch Bezirkstags-Fraktionsvorsitzender Johann Popp gehört. Der hob heraus, dass der Freistaat Bayern über Jahre hinweg kommunalfreundliche Politik gemacht habe und nannte die eine Million Euro, die der Landkreis für die Geburtshilfe in Dillingen bekommen habe. „Die erleichtert, sie aufrecht zu erhalten“.

Von den anstehenden Baumaßnahmen im Sailer-Gymnasium und der Berufsschule in Höchstädt sprach er, wo die Unterstützung eines leistungsfähigen Kreistags gebraucht werde. Popp stellte den ehemaligen Staatsminister Hans Reichhart vor, der 2013 erstmals in den Bayerischen Landtag einzog. Viel Schmunzeln folgte, als Popp sagte: „Die bisherige Krönung seiner Laufbahn aber war vor dieser Zeit: Drei Jahre im Amtsgericht Dillingen.“

Eine schwache Wahlbeteiligung erwartet Landtagsabgeordneter Georg Winter. Deshalb bat er seine Parteikollegen, möglichst viele zu mobilisieren: „Es ist wichtig, dass unsere Wähler hingehen und wählen, nicht nur die, die unzufrieden sind.“ Er dankte Reichhart, der immer erreichbar und ansprechbar gewesen sei in seiner Zeit als Minister, in der sie gemeinsam vieles auf den Weg gebracht hätten.

Winter sprach über barrierefreie Bahnhöfe. Von der eingleisigen Linie zwischen Günzburg und Donauwörth, auf der zumindest Begegnungspunkte geschaffen werden sollen, damit Fahrpläne verbessert werden können. Er dankte den scheidenden Bürgermeistern, zeigte sich traurig, dass nicht mehr Kommunen die 90 Prozent Zuschuss zum Bau von Kindergärten beantragt haben, obwohl er jede Hilfe in Form von Beratung und Information gegeben habe.

In Richtung der Bürgermeister-, Gemeinderats- und Kreistagskandidaten meinte er: „Die Wahlen sind ein Wettbewerb, die Bürger entscheiden, was sie wollen.“ Das müsse man auch positiv sehen können, weil die Menschen bei uns sich frei entscheiden dürfen.

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