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Wie man Jugendliche für die Heimat begeistert

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Kommentar Von Andreas Schopf
29.06.2019

Junge Leute können sich zum Teil nicht mehr mit ihrer Heimat identifizieren. Es braucht Angebote, um den Nachwuchs vor Ort zu halten.

An diesem Wochenende findet in Donaualtheim das Spiel ohne Grenzen statt. Jugendgruppen aus dem ganzen Landkreis nehmen teil und kämpfen um den Sieg. Eine Veranstaltung, wie sie heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Zum einen, weil sich viele Ehrenamtliche die immer höher werdenden, bürokratischen Hürden in der Organisation nicht mehr antun möchten.

Die Heimat auf dem Lande ist nicht immer "cool"

Zum anderen, weil es junge Menschen braucht, die sich für ihre Heimat engagieren. Davon gibt es in der Region zum Glück nach wie vor viele. Trotzdem geht der Trend dahin, dass Heranwachsende um die Welt reisen, im Ausland oder zumindest in einer anderen Stadt studieren und schließlich arbeiten. Mit Herzblut und Überzeugung in seinem Heimatort im ländlichen Raum zu bleiben, ist für so manchen dagegen weit weniger „cool“.

Die große weite Welt, oder zumindest die nächstgrößere Stadt, zieht die jungen Menschen immer mehr an. Dafür gibt es gute Argumente. Jobs, Nachtleben, Kultur, Sportangebote – Metropolen üben nicht ohne Grund eine große Faszination aus. Aber ländliche Regionen wie der Landkreis Dillingen können ebenfalls punkten. Mit verbindender Gemeinschaft, wunderschönen Landschaften, billigerem Wohnraum und vielem mehr. Diese Vorzüge muss man dem Nachwuchs deutlich machen, um ihn vor Ort zu halten.

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Es braucht Angebote für Jugendliche

Der Bericht des Gundelfinger Jugendrates nach der ersten Amtsperiode ist in dieser Hinsicht etwas ernüchternd. Von den Beteiligten hört man, dass das Interesse der jungen Menschen am lokalen Geschehen offenbar überschaubar ist. Viele Jugendliche wohnen zwar in einer Stadt wie Gundelfingen, fühlen sich dieser aber nicht mit dem Herzen verbunden, heißt es (lesen Sie hier den Bericht dazu). Es braucht deshalb Angebote für Jugendliche. Aufenthaltsräume, Betreuung, Gemeinschaften und das Gefühl, gehört und ernst genommen zu werden. Und in Zeiten ständig steigender Wohnkosten braucht es dringend Wohnraum, um den Nachwuchs vor Ort zu halten. Ein Umstand, den die Menschen auf der Bürgerversammlung in Wolpertstetten vollkommen zu Recht angemahnt haben.

Lesen Sie dazu auch:

Bilanz nach einem Jahr: Hat der Gundelfinger Jugendrat eine Zukunft?

Spiel ohne Grenzen in Donaualtheim

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