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Dillingen

11.01.2019

Wie sprechen ein Arzt und ein Moraltheologe über Organspenden?

Organspendeausweise im Scheckkartenformat der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung . Foto: David-Wolfgang Ebener
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Organspendeausweise im Scheckkartenformat der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung .
Bild: David-Wolfgang Ebener (dpa)

Der katholische Akademikerkreis holt wieder hochkarätige Referenten in den Landkreis Dillingen.

Die Reihe des katholischen Akademikerkreises eröffnet am Montag, 11. Februar, um 19.30 Uhr der Chefarzt, Theologe und Bestsellerautor Manfred Lütz aus Köln. Im Stadtsaal am Kolpingplatz in Dillingen hält er auf der Grundlage seines neuesten Buches einen kabarettistischen Vortrag über „Der Skandal der Skandale – Die geheime Geschichte des Christentums“. In seiner Ankündigung dazu heißt es: „Alle sprechen beschwörend vom christlichen Menschenbild, von christlichen Werten oder gar vom christlichen Abendland. Linke und Rechte, aber auch die politische Mitte werden feierlich, wenn es um das Christentum geht. Zugleich aber verbindet die Öffentlichkeit das Christentum mit Kreuzzügen, Hexenverfolgung und Inquisition und weiteren Skandalen. Wie passt das zusammen? Was also ist wirklich dran an der Skandalgeschichte des Christentums? Was sagt die neueste historische Forschung dazu? Taugt das Christentum noch als geistiges Fundament Europas oder bleiben nur der Euro und der Binnenmarkt?“ Karten zu dieser Veranstaltung gibt es ab dem 14. Januar bei Bücher Brenner oder Scala in Dillingen.

Die Direktorin der Tutzinger Akademie spricht über Kirche und und Politik heute

Die Politikwissenschaftlerin Professor Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing und als Expertin bekannt aus Presse und Fernsehen, spricht am Montag, 25. März, um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum St. Peter, Klosterstraße 7. In ihrem Vortrag Kirche und Politik in der Gegenwart – ein „spannendes“ Verhältnis – beleuchtet sie die aktuellen Beziehungen zwischen Kirche und Politik. Ob beim Thema Flüchtlingspolitik oder bei der vom Ministerpräsidenten angeordneten Anbringung von Kreuzen in staatlichen Gebäuden, gegenseitige Kritik zwischen Würdenträgern der Kirchen und hochrangigen bayerischen Politikern prägte in jüngster Zeit die Schlagzeilen. Ministerpräsident Söder forderte die Kirchen auf, sich weniger in die Politik einzumischen, sondern sich auf den Bereich der Seelsorge zu beschränken. Dafür erntete er deutlichen Widerspruch. Diese aktuellen Beispiele werden aufgegriffen, um grundsätzlich nach dem Verhältnis zwischen Kirche bzw. Religion und Politik in der Gegenwart zu fragen.

Ein Arzt und ein Moraltheologe gemeinsam auf einer Bühne

Professor Matthias Anthuber, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Klinikum Augsburg, und Professor Kerstin Schlögl-Flierl, Inhaberin des Lehrstuhls für Moraltheologie an der Universität Augsburg, widmen sich am Montag, 27. Mai, um 19.30 Uhr im Pfarrzentrum St. Peter dem Thema Organspende aus medizinischer und kirchlich-ethischer Sicht. Die Debatte um die Organspende hat wieder an Fahrt aufgenommen. Bundesgesundheitsminister Spahn wirbt für die Einführung einer Widerspruchslösung, sodass jeder Bürger im Falle eines Hirntodes potenzieller Organspender wäre, wenn er der Entnahme seiner Organe nicht ausdrücklich widerspricht. Während Spahn parteiübergreifend Beifall erhält, fragen kritische Stimmen, ob der Charakter einer Spende dann noch gegeben sei. Der Themenabend möchte aus medizinischer sowie christlich-ethischer Sicht wichtige Hintergrundinformationen liefern. In zwei kurzen Impulsvorträgen werden unter anderem folgende Aspekte behandelt: aktuelle Situation der Organspende in Deutschland; Arten der Organspende; potenzielle Spender; moraltheologische und kirchliche Position; Organspende – eine „christliche Pflicht“?

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Gesänge der heiligen Hildegard von Bingen führt Ute Kreidler, Spezialistin für Alte Musik, am Montag, 23. September, um 19.30 Uhr in der ehemaligen Kapuzinerkirche Dillingen auf. Von der mittelalterlichen Äbtissin, Theologin, Heilkundigen, Schriftstellerin, Klostergründerin und Komponistin sind zahlreiche Gesänge überliefert. Eine Auswahl davon interpretiert Ute Kreidler in ihrer Solo-Performance „Spirit Antiqua – Klangvisionen der Hildegard von Bingen“ mithilfe von Live-Looping und moderner Tontechnik sowie Rhythmen und Instrumenten wie Harfe, Flöte und Orgelpfeifen. Hildegards ganzheitliche Sichtweise auf Mensch und Kosmos, die sie in ihren Visionsbüchern eröffnet, ist damals wie heute faszinierend und kommt auch in ihrer bezaubernden Musik zum Klingen. Während des Konzerts ist die Lichtinstallation „Morpheus“ zu sehen, die in Anlehnung an Hildegards Visionen entstanden ist und sanfte Lichtreflexe in den dunklen Konzertraum wirft. Karten für diese Veranstaltung gibt es ab 2. September im Klosterladen Dillingen. Das Jahresprogramm wird durch eine weitere Veranstaltung ergänzt. Der Termin wird über die Presse mitgeteilt. (pm)

Kontakt per E-Mail an akademikerkreis-dillingen@gmx.de oder Telefon 0159/03063060.

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