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Gundelfingen

22.02.2018

„Wir planen an jeder Ecke der B16“

Raphael Zuber
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Raphael Zuber

Aktuell finden Bohrungen bei Gundelfingen für den dreistreifigen Ausbau statt. Die Anschlussstelle Peterswörth steht vor der Endabstimmung – auch die Umfahrung für Höchstädt.

Der XXL-Bohrer ist nicht zu übersehen. Wer diese Woche zwischen Gundelfingen und Medlingen unterwegs ist, erkennt ein schweres Baugerät am Straßenseitenrand. Zwei Männer mit Helmen, Gummistiefeln, Handschuhen und Schutzanzügen hantieren mit dicken Schläuchen, schwarzen Kisten und jeder Menge Dreck. Wer ihnen zu nahe kommt, versteht sein eigenes Wort nicht mehr – es brummt und rüttelt, wenn die Männer loslegen. Raphael Zuber läuft deshalb wieder einige Meter weg und sagt dann: „Wenn man so will, ist das die erste sichtbare Baumaßnahme für den dreistreifigen Ausbau der B16.“ Seit Anfang Februar finden Bohrarbeiten und notwendige Baugrunduntersuchungen entlang der B16 statt. Im jetzigen Planungsstand sind die unumgänglich, um Planungssicherheit und Kostensicherheit zu erhalten, wie Zuber, der zuständige Abteilungsleiter vom Staatlichen Bauamt Krumbach, erklärt. Mit Hilfe von Baggerschürfen, Rammkernsondierungen und eben Bohrungen, die bis zu 30 Meter Tiefe vorgenommen werden, werden diese Arbeiten erledigt. Startpunkt war beim Maxfelderhof. Zuber: „Je nach Tiefe werden verschiedene Proben herausgenommen und in Kisten sortiert.“ Diese werden anschließend durch einen Geologen vom Institut für Materialprüfung (IFM) genauestens untersucht. Zusätzlich werden Grundwasserproben entnommen.

Pro geplantem Bauwerk sind zwei Bohrungen vorgesehen – eine Bohrung braucht laut Raphael Zuber einen Arbeitstag. Der aktuelle Bohrpunkt bei der B492 ist notwendig, weil dort eine mögliche Unterführung des durchgehend begleitenden Feldweges für den landwirtschaftlichen Verkehr unter der Straße hindurch geplant ist. „Altlasten im Boden wären schlecht für die Planungen, aber davon gehen wir nicht aus. Wir sind zuversichtlich, dass es zügig vorangehen wird. Auch insgesamt.“

Denn die Feststellungsunterlagen für den dreistreifigen Ausbau für den Abschnitt zwischen Gundelfingen und Lauingen werden in den nächsten Wochen, so der verantwortliche Mitarbeiter vom Bauamt, mit der Regierung von Schwaben derzeit endgültig abgestimmt. Im Mai, so Zuber weiter, soll die Beantragung des Planfeststellungsverfahrens beginnen. In dieser Phase werden die Pläne öffentlich ausgelegt, es besteht die Möglichkeit, Einwendungen zu machen. Circa 90 verschiedene Grundstückseigentümer sind von dem Ausbau der B16 Gundelfingen – Lauingen betroffen. „Es ist ja schon eine Bestandsstraße da und nun geht es um Meterstreifen. Ich hoffe, dass wir mit allen einen Konsens gefunden haben“, erklärt Raphael Zuber. Rund 15 Millionen Euro Gesamtkosten sind für den Ausbau für diesen Streckenabschnitt vorgesehen und „die Finanzierung ist vom Bund auch zugesichert.“

Im gesamten „Masterplan B16“, der im Internet auf der Homepage des Staatlichen Bauamts Krumbach komplett einzusehen ist, ist auch die Anschlussstelle in Peterswörth mit vorgesehen – auch diese Feststellungsunterlagen, erklärt Zuber, befinden sich gerade in der Endabstimmung mit der Regierung von Schwaben.

Im April will der zuständige Abteilungsleiter dieses Planfeststellungsverfahren beantragen. „Wir planen gerade an jeder Ecke der B16. Aber natürlich müssen wir Prioritäten setzen.“ Der gesamte B-16-Streckenabschnitt zwischen der Donaubrücke Günzburg und Schwenningen steht aktuell unter Planung für einen durchgehenden dreistreifigen Ausbau, betont er.

So auch die geplante Ortsumfahrung der Stadt Höchstädt, die ausschließlich im Norden von den Experten geplant werden, „und nichts anderes“. Nach wie vor gelte der Zeitplan, dass im Mai die Unterlagen und Pläne soweit überarbeitet und fertiggestellt sind, dass das neue Planfeststellungsverfahren beantragt werden und dann auch durchgeführt werden soll.

Den Masterplan für den gesamten dreistreifigen Ausbau der B16 finden Sie online unter

http://www.stbakru.bayern.de/strassenbau/masterplan_b16

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