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Wertingen

17.11.2017

Zusamstadt? Zockerstadt!

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11 Bilder
Auch im Jugendhaus wurde gezockt – aber wie überall ohne Geldeinsatz.
Bild: Karl Aumiller

Bei der Wertinger Nacht kommt richtiges Las-Vegas-Flair auf. Mit viel Liebe zum Detail entsteht für die Besucher ein denkwürdiger Abend.

 „Rien ne va plus“, ruft Tobias Kolb, kurz nachdem er die Kugel mit Schwung in das Roulette hat gleiten lassen, das auf einem stilechten Casinotisch im Wertinger Jugendhaus steht. Den Jungs um ihn herum fehlt zwar doch das regungslos-coole Gesicht der echten „High Roller“ von Las Vegas, doch macht ihnen das Zocken sichtlich Spaß. „19, ungerade!“, ruft Kolb was zu gleichen Teilen Freudenrufe und Flüche nach sich zieht. Um echtes Geld geht es hier nicht – aber der Gewinner erhält am Schluss einen Gutschein.

Das Flair der amerikanischen Glücksspielmetropole ist am Freitag bei der „Wertinger Nacht“ durchweg zu spüren. Mit viel Liebe zum Detail machen die einzelnen Akteure – insgesamt gab es stolze 32 Stationen, an denen etwas geboten war – den Abend zu einem stimmungsvollen Erlebnis. In vielen Geschäften können die mehreren tausend Besucher noch zu später Stunde bummeln. Oft dürfen sie dabei ihr Glück versuchen, wie Anna-Maria Gumpinger und Linda Seiß in der „Top Parfümerie“. Nach einem Würfelwurf gibt es für Anna einen Gratis-Zerstäuber, für Linda einen gutschein über fünf Euro geschenkt. „Das ist ja nett, danke!“, sagt Anna-Maria erfreut. Nicht weit entfernt zocken die Kunden bei Laufgut Konle um Rabatte.

Zum Flair von Las Vegas tragen auch die Speisen bei. So decken sich die Hungrigen neben den Klassikern wie Bratwurst und Pommes auch mit Donuts im amerikanischen Stil ein. Die Mannschaft des Jugendhauses verkauft mit einem kleinen Wagen Hotdogs. Das gefällt dem Ehepaar Jens und Maria Vogler, die aus Bäumenheim angereist sind. „Es ist schön, wenn bei so einem Abend auch eine schöne Auswahl an Verpflegung dabei ist“, sagt Maria Vogler. Die Stimmung bei der Wertinger Nacht mögen sie heuer besonders. Besonders gut gefällt es ihnen im Radiomuseum, wo alte Klassiker aus den amerikanischen Jukeboxen kommen. Wer sich danach noch nicht wie auf dem echten „Strip“ von Las Vegas fühlt, der kann sich die zahlreichen Cadillacs ansehen, die hochglanzpoliert über die Stadt verteilt ausstehen. Die Fassaden der Häuser werden stilvoll mit Bildern von Würfeln und Spielkarten angeleuchtet.

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Natürlich kommt bei einem Abend, der ganz im Zeichen der legendären Wüstenstadt steht, auch die Show nicht zu kurz. In der Modeboutique Nostalgie beispielsweise gibt es eine Modenschau. Ein gutes Stück „heißer“ wird es gegen 21 Uhr vor dem Modegeschäft Schneider. Der Jongleur und Artist „Stefino“, der zuvor auf Stelzen Luftballons geknotet und an die kleinen Besucher verteilt hat, bietet eine Feuershow, die es in sich hat.

Am Marienbrunnen präsentieren derweil die Mitglieder von „Fitness and More“ einen mitreißenden Mix aus Tanzshow und Fitnesseinlage zu einer Mischung aus modernen Dubstep-Klängen und typischer Kasinomusik.

Und zum Schluss kommt es noch zu einem besonderen Auftritt von dem größten Bewunderer und Star von Las Vegas: „Elvis“ fährt, ganz klassisch in der Stretchlimousine, am Marienbrunnen vor und stürmt die Bühne. Hinter dem Kostüm verbirgt sich Gerhard „Hacky“ Hackenbuchner, der es sich nicht nehmen lässt, ein paar alte Klassiker von Elvis dem begeisterten Publikum zu präsentieren. Bis zu später Stunde genießen die Wertinger ihre besondere Nacht und machen dem berühmten Elvis-Hit alle Ehre: „Viva Las Vegas!“

Bei uns im Internet:

Eine Bildergalerie voin der Wertinger Nacht finden Sie unter

wertinger-zeitung.de

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