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Bissingen
27.01.2023

Kommt ein Kreisverkehr an die Gropper-Kreuzung bei Bissingen?

An der Kreuzung der Staatsstraße 2221 mit der Zufahrt zur Molkerei Gropper und der Abzweigung nach Buggenhofen soll ein großer Kreisverkehr gebaut werden.
Foto: Horst von Weitershausen

Plus An der Kreuzung zur Molkerei Gropper soll zwischen Bissingen und Kesselostheim ein Kreisverkehr entstehen. Die Diskussion im Gemeinderat ist hitzig – und emotional.

"Wieder Flächenverbrauch", murmelt ein Zuhörer im Bissinger Gemeinderat. Es geht um die Stelle, an der die Staatsstraße 2221 die Straße Am Mühlberg kreuzt. Dort liegt auch die Molkerei Gropper, auf deren Gelände tagtäglich viele Lkw ein- und ausfahren. Der Plan der Gemeinde ist es, die Kreuzung mit einem Kreisverkehr zu entschärfen. Von dem Vorhaben ist nicht jedes Ratsmitglied begeistert. Die Debatte ist hitzig.

Der Kreisverkehr ist eigentlich schon fast beschlossene Sache. Das Staatliche Bauamt hat schon die Zustimmung gegeben, die Pläne sind vom Ingenieurbüro Gansloser aus Hermaringen angefertigt. 45 Meter Außendurchmesser soll der Kreisel haben, sieben Meter Straßenbreite, ein Radweg, der auf der nördlichen Hälfte quert, und ein paar Mittelinseln, die die Ein- und Ausfahrten trennen. Zwei Bäume müssen laut Ingenieur Franz Oberfrank gefällt werden. Manche Flächen müssten neu versiegelt werden, die Mitte des Kreisels würde jedoch entsiegelt. Am Ende müsse man eine Flächenbilanz aufstellen und Ausgleichsmaßnahmen mit den Behörden abstimmen, so Oberfrank. 

Das soll der neue Kreisverkehr in Bissingen kosten

Auch zu den Kosten gibt es bereits erste Schätzungen, wenn auch unter Vorbehalt künftiger Preissteigerungen: Für den Bau setzt der Ingenieur 700.000 Euro an, zusätzlich müssten noch für etwa 30.000 Euro Grundstücke erworben werden. Der Kreisverkehr soll laut Oberfrank Unfälle vermeiden. "Es gibt einfach weniger Konfliktpunkte." Denn an der Kreuzung biegen regelmäßig Lkw auf die Staatsstraße ein oder fahren von ihr ab in Richtung Molkerei. 

Bürgermeister Stephan Herreiner (Freie Wähler) ist überzeugt, dass der Kreisverkehr Besserung bringt. "Wir haben in Bissingen zwei Unfallschwerpunkte: Das ist einmal diese Kreuzung und die Kreuzung bei Thalheim." Man könne so die Feuerwehren entlasten, die immer wieder an dieser Stelle Einsätze fahren müssten. Auch Gemeinderat Roman Bauer (CSU/Bürgerblock) ist dieser Ansicht. "Das ist eine optimale Sache für die Gemeinde, aber auch für Radler." Zudem schaffe man damit eine "optimale Anbindung für künftige Gewerbegebiete". Und Landtagsabgeordneter Georg Winter (CSU) habe bereits eine Förderung des Freistaates in Aussicht gestellt, mit der 90 Prozent der Baukosten gedeckt werden könnten. 

Bissinger Gemeinderat Konrad: "Wo ist da der Umweltschutz?"

Im Gegenzug muss die Gemeinde die Planungen übernehmen. Der Bau könnte schon in diesem Jahr beginnen und Mitte kommenden Jahres fertig sein, so Herreiner. Um die Zufahrt zur Molkerei in der Bauphase zu gewährleisten, sei entweder ein Provisorium nötig oder der Bau müsse in zwei Abschnitten erfolgen.

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Ratsmitglied Sebastian Konrad (FDP/Freie Bürger) ist da anderer Meinung. Er bemängelte, dass Bürgermeister Herreiner dem Rat kein Verkehrsgutachten vorgelegt habe, aus dem hervorgeht, wie viele Unfälle dort tatsächlich passiert sind und wie schwer diese Unfälle waren. "Das sind in der Stunde doch nicht mal zehn Lkw vom Gropper!" 90 Prozent der Fahrzeuge fahren nach Ansicht des Gemeinderats ohnehin von Ost nach West oder umgekehrt. "Wo ist da der Umweltschutz? Das ist eine Fehlplanung hoch drei!", ärgert sich Konrad. Die Kreuzung sei nicht so gefährlich, wie es der Bürgermeister dargestellt habe: "Übersichtlicher kann's nicht sein, es kann aber natürlich immer was passieren."

Unmittelbar an der Kreuzung liegt das Firmengelände der Molkerei.
Foto: Horst von Weitershausen

Laut Ingenieur Oberfrank gibt es Verkehrszählungen, die ermittelt haben, dass an dieser Stelle 3347 Fahrzeuge pro Tag fahren, davon 427 Lkw. 

Schwere Unfälle an der Gropper-Kreuzung: Ein Rat findet deutliche Worte

Gemeinderat Ulrich Reiner (Freie Wähler) widersprach Konrad mit deutlichen Worten. "Unfälle sind für die Rettungskräfte, die das alles ehrenamtlich machen, eine psychische Belastung. Die zu unterstützen, sollte es uns wert sein." Und auch was den Umweltschutz angehe, seien Unfälle immer eine Belastung: "Es gibt dort immer wieder sehr schwere Unfälle und nach jedem Unfall müssen wir Erdreich austauschen." 

Der Zweite Bürgermeister Helmut Herreiner (Freie Wähler) stimmte Reiner zu: "Jeder Unfall ist einer zu viel." Er selbst sei 26 Jahre lang bei der Feuerwehr aktiv gewesen. "Was haben wir da alles geborgen und weggewischt! Es gibt Leute, die leiden heute noch unter Unfällen, die vor Jahren passiert sind." 

Gemeinderat verabschiedet das Bauprojekt

Die anderen Ratsmitglieder signalisierten mehrheitlich Zustimmung zum Kreisel-Projekt. Manuela Wanner (Christliche Bürger Unteres Kesseltal) fragte, ob der Bau in dieser Größe nötig sei. Ihr Ratskollege Bernhard Wiedemann wollte wissen, ob nicht auch eine Ampelanlage infrage komme. Laut Ingenieur Oberfrank sei der Kreisverkehr nicht zu groß, vergleichbare Kreisverkehre, die Wanner genannt habe, seien nur wenig kleiner. Was die Ampellösung betreffe, komme diese aus Kostengründen nicht infrage: Dafür könne man mit Unterhaltskosten von 30.000 bis 40.000 Euro pro Jahr rechnen. Eine deutliche Mehrheit im Bissinger Rat beschloss, das Projekt weiterzuverfolgen. Wanner, Konrad und Wiedemann stimmten dagegen.

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