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  3. Dillingen: Familie wird bei Abschiebung getrennt, Elfjährige bleibt allein zurück

Dillingen
19.04.2024

Familie wird bei Abschiebung getrennt, Elfjährige bleibt allein zurück

Eine nigerianische Familie sollte in Dillingen abgeschoben werden. Weil die Polizei nur die Mutter und zwei Kleinkinder antreffen, wird die Familie getrennt.
Foto: Julian Stratenschulte, dpa

Flüchtlingshelfer sind bestürzt über den Fall, der sich kürzlich in Dillingen abgespielt hat. Die Mutter und die Geschwister des Mädchens wurden nach Nigeria gebracht.

Georg Schrenk, Vorsitzender der Unterstützergruppe Asyl/Migration in Dillingen, kann eigentlich wenig schocken, so viel hat er in der Arbeit mit Asylbewerbern schon mitgemacht. "Doch so eine Trennung habe ich noch nie erlebt." Was wohl rein rechtlich "angeblich in Ordnung" sei, ist für den Flüchtlingshelfer unverständlich. Mitten in der Nacht von Montag auf Dienstag soll die Polizei in der Dillinger Gemeinschaftsunterkunft angerückt sein, um eine fünfköpfige Familie aus Nigeria abzuholen und abzuschieben. Doch: Das elfjährige Mädchen und der Vater sind nicht da. Die Polizei habe den Rest der Familie trotzdem mitgenommen. Am nächsten Tag sei das Mädchen von der Schule gekommen und habe eine versperrte Wohnung vorgefunden. Nun lebt die Elfjährige im Kinderheim. 

Video: SAT.1

Die Familie sei, so der langjährigen Flüchtlingshelfer Schrenk, 2019 nach Deutschland gekommen. Man habe die Genitalverstümmelung der Töchter gefürchtet. Die Zwillingsschwester der heute Elfjährigen soll bei der Beschneidung verblutet sein. Die Familie fasst in Dillingen Fuß, ist integriert, wie der ehemalige Religionslehrer des Mädchens, Alfred Hirsch, berichtet. "Sie ist eine Vorzeige-Ministrantin und war bei vielen Jugend-Aktivitäten dabei." Das Mädchen sei in der Pfarrei Sankt Peter integriert, gehe in die Realschule und habe gute Noten. 

Mädchen ist nicht zu Hause, als ihre Familie von der Polizei abgeholt wird

Am Tag der Abschiebung habe sie bei einer Freundin übernachtet und sei von dort zur Schule gegangen. "Als sie heimgekommen ist, war alles zugesperrt", berichtet Hirsch. Auch der Vater war in dieser Nacht nicht zu Hause, von ihm fehle bisher jede Spur. Das Mädchen sei dann zum Pfarrhof gekommen. Nun soll sie so lange in der Obhut des Jugendamtes bleiben, bis der Vater wieder auftaucht. 

Wenn der Vater wieder auftaucht, drohen ihm und der Tochter die Abschiebung, sagt Schrenk. "Die wussten schon, dass eine Abschiebung geplant ist." Die Helfer hätten versucht, mit den guten Schulleistungen des Mädchens den Integrationswillen der Familie zu belegen. Der Vater habe zudem schnell Arbeit gefunden. Gut integrierte Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, haben die Chance, dass sie trotzdem bleiben dürfen. Etwa, weil sie Arbeit haben oder gut Deutsch sprechen. Für die Familie aus Dillingen war das wohl nicht genug. Auch die Angst vor einer Genitalverstümmelung der fünf und drei Jahre alten Töchter, die mit der Mutter nach Nigeria zurückgeschickt wurden, hat den Behörden nicht gereicht.

Regierung von Schwaben: Familie war ausreisepflichtig

Auf Nachfrage heißt es bei der Zentralen Ausländerbehörde, die bei der Regierung von Schwaben angesiedelt ist, dass die Familie "nachdrücklich auf die freiwillige Ausreise verwiesen und darüber belehrt wurde, dass andernfalls die Abschiebung erfolgen wird". Ausreisepflichtig sei sie nach Ablehnung ihres Asylbescheids im Jahr 2022. "Die Trennung der Familie sollte sich auf einen kurzen Zeitraum beschränken, sofern der verbliebene Elternteil und das Kind umgehend freiwillig ausreisen", sagt der Pressesprecher der Regierung von Schwaben. 

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Im vergangenen Jahr wurde ein ähnlicher Fall publik. Eine Familie, ebenfalls aus Nigeria, sollte abgeschoben werden, erhielt aber von den Dillinger Franziskanerinnen Asyl. Die Schwestern reichten eine Petition am Landtag ein, um die Abschiebung zu verhindern. Auch damals ging es um eine drohende Genitalverstümmelung in dem afrikanischen Land. Und um eine Frau, die gerade dabei war, sich in der Pflege ausbilden zu lassen. Sie durfte zunächst für die Dauer ihrer Ausbildung bleiben, entschied der Petitionsausschuss. 

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19.04.2024

Man darf sagen ein schreckliches Drama.. (edit/mod/NUB 7.2) aber Kinder die gut in der Schule sind und ihre Familie die in einem guten sozialen Umfeld leben, die werden abgeschoben..
Herr lass Hirn regnen..

19.04.2024

Nein, es ist keine fehlende Nächstenliebe, wenn Menschen abgeschoben werden, auch wenn man das immer wieder behauptet. Die nigerianische Familie ist einen sehr weiten Weg gekommen, auch durch für sie sichere Länder, um in Deutschland Asyl zu beantragen. Nur....sie wurden nicht verfolgt und kommen auch aus keinem Kriegsgebiet. Sie führten Angst vor Beschneidung der Mädchen an. In Nigeria sind unter 20 % der Mädchen beschnitten und es ist ausserdem gesetzlich verboten. Allerdings tut der Staat wenig bis gar nichts dagegen, weil die Beschneidung der Mädchen in der Familie stattfindet, die Eltern dem zustimmen müssen und praktiziert wird das nur noch auf dem Land. In der Stadt sind Beschneidungen selten bis nicht mehr vorhanden, man hätte also durchaus in eine der grossen nigerianischen Städte gehen können, anstatt tausende Kilometer nach Europa zu reisen. Somit ´verwundert es nicht, dass der Asylantrag abgelehnt und die Familie zur Ausreise aufgefordert wurde. Es wurde weiterhin die Abschiebung angekündigt, wenn die Familie nicht freiwillig ausreist. So ist es dann auch gekommen, der alte Trick, einen Teil der Familie woanders schlafen zu lassen, damit die Einheit nicht mehr besteht und so nicht abgeschoben wird, hat nicht geklappt, es wurde trotzdem abgeschoben. Und mun laufen die Helfer Sturm. Man hätte gern die Familie im Land belassen und hat alles dafür getan, dass das möglich wird denn schließlich hat das auch schon bei anderen ausreisepflichtigen Familien geklappt. Man sollte aber zur Kenntnis nehmen, dass das immer weniger klappen wird, weil einfach zu viele, denen kein Bleiberecht zusteht, versuchen über Arbeit oder die Kinder bleiben zu können. Wohnungen, vor allem grössere, sind so gut wie nicht mehr zu haben, darum lebte die Familie nach mehr als 4 Jahren auch noch in einer Gemeinschaftsunterkunft. Es wird auf den Arbeitsplatz des Vaters, der wohl mittlerweile untergetaucht ist, verwiesen, allerdings ohne auszuführen, um was für eine Arbeit es sich handelte und ob er damit seine Familie ernähren konnte, wovon ich nicht ausgehe. Diese, für alle Parteien absehbare Abschiebung war werder unmenschlich noch ungesetzlich, sie war vielmehr vorauszusehen und angekündigt. Die 11jährige Tochter wird mit ihrem Vater nach Nigeria zurückkehren, sobald man diese aufgegriffen hat, denn das ist nur eine Frage der Zeit und dann ist die Familieneinheit wieder hergestellt....auch wenn es für das Mädchen derzeit schwer ist, in einer Jugendhilfeeinrichtung leben zu müssen, verursacht haben das ihre Eltern!

19.04.2024

Sie wissen wohl nicht, was dieser Familie in Nigeria jetzt blüht. Ist es so schwierig diesen Menschen ein besseres Leben zu gönnen, insbesondere wenn sich die Familie integriert hat? Diese Familie nimmt keinem Deutschen ewas weg, ganz im Gegenteil. Der Mann hatte Arbeit und die Kinder können mithelfen um die große Lücke zur Rentenversicherung zu schließen.
Wie kann man nur so brutal agieren und auf Paragraphen reiten, wenn es durchaus auch anders möglich wäre.

19.04.2024

"...die Angst vor einer Genitalverstümmelung der fünf und drei Jahre alten Töchter, ..."
Jetzt sollte jedoch einmal nicht vergessen werden, dass solch eine Genitalverstümmelung aus Tradition heraus, mit Wissen und Wollen der Eltern, stattfindet. Wenn Angst durch die Eltern besteht, so kann das nicht als Begründung gewertet werden.

19.04.2024

Ach, Sie kennen die persönlichen Verhältnisse und die Haltung dieser Familie zu diesem Thema so genau? Oder sind es nur rassistische Vorurteile, die Sie pflegen?

19.04.2024

Wenn Sie den Artikel richtig gelesen hätten, so müssten Sie erkennen, woher bzw. von vom die Ängste kommen. Und was es zum Thema Genitalverstümmelung wissenswertes gibt, kann man unkompliziert nachlesen.

20.04.2024

@ Franz X.

"Und was es zum Thema Genitalverstümmelung wissenswertes gibt, kann man unkompliziert nachlesen."

Das sollten Sie mal selbst tun bevor Sie Dampfplauderei betreiben. Sie dürfen sich auch informieren wie viele Mädchen wegen der Genitalverstümmelung sterben. Bei weitem nicht alle Eltern finden es gut, aber sie lassen es zu bevor sie aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Manche Eltern flüchten lieber und hoffen auf ein besseres Leben, was durchaus verständlich ist. Im Übrigen sollte dies bei den Behörden kein Grund sein unmenschlich zu handeln.

19.04.2024

Unglaublich was sich in dem erzkonservativen Dillingen anspielt ? Können deutsche Beamte wieder so unmenschlich vorgehen ? Das ist praktizierte Nächstenliebe in einem überwiegend katholischen Kaff !