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Eppisburg: Die Eppisburger feiern ihre Kirche

Eppisburg

Die Eppisburger feiern ihre Kirche

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    Beim Konzert zum Anlass des Kirchenjubiläums wurde musikalisch viel geboten.
    Beim Konzert zum Anlass des Kirchenjubiläums wurde musikalisch viel geboten. Foto: Erich Gah

    Am Kirchweihsonntag wurde in Eppisburg das 100-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung für das heutige Kirchengebäude besonders hervorgehoben. Zuvor hatten bereits mehrere über das Jahr verteilte Veranstaltungen an das Kirchenjubiläum erinnert, so z. B. eine Kirchenführung und ein historischer Vortrag von Ortschronist Michael Winkler. 

    Am Vormittag des Kirchweihtages erging die Frage „Baust du mit mir an der Kirche?“ an die Besucherinnen und Besucher der Wortgottesdienstfeier, die von Kindern und Jugendlichen mitgestaltet wurde.

    Abwechslungsreiches und Ungewöhnliches wurde am Nachmittag geboten. „Beschwingtes – kreuz und quer“ – so lautete der Titel des Konzerts, bei dem Vokales, Instrumentales, Klassisches, Rockiges, Altes, Junges und Überraschendes auf dem Programm standen. Die einst von Jugendlichen gegründete Singgruppe "Talita Kum" unter der Leitung von Hubert Schlögl eröffnete mit dem Lied „Sein Haus“ den Konzertnachmittag – es dürfen in sein Haus alle kommen, egal ob arm oder reich, „ob in Lumpen, ob im Schlips“. 

    Klaus Probst kompetent durch das Programm. Das Bläserquartett um Familie Hörmann bot unter anderem Werke alter Meister und das als Eurovision-Hymne bekannte Präludium von Marc Antoine Charpentier dar. Die Singruppe "Talita Kum" lobte in einem an den Sonnengesang des Franz von Assisi angelehnten Lied Gott und die Schöpfung. Pfarrer Mathias Breimair lud in seinem geistlichen Impuls dazu ein, die Kirche nicht nur als ein Gebäude aus Stein und Holz zu sehen, sondern als eine tiefere Wirklichkeit, die Herz und Geist berührt. Er verdeutlichte dies durch einen Auszug der Hymnen an Gott von Getrud von le Fort. 

    Im nächsten Teil kam die Musik von der Empore. Saxofon, Trompete und Klarinette – ein Bläsertrio mit drei Jugendlichen, unterstützt von Michaela Schlögl, die neben einem rockigen Stück auch das allseits bekannte „Halleluja“ von Leonard Cohen vortrugen.

    Die Männergesangvereine Sängerlust Eppisburg und der Liederkranz Aislingen brachten mit ihrem Dirigenten Jürgen Maier im Altarraum „Sonntag ist’s“ und „Die Ehre Gottes“ zu Gehör. Letzteres wurde bereits bei der Grundsteinlegung vor 100 Jahren gesungen.

    Als Kontrastprogramm ließen die nächsten Akteure die Töne wieder von der Empore erklingen. Als erstes zeigte sich die Königin der Instrumente – die Orgel – von ihrer ruhigen, gedämpften Seite, als die Eppisburger Organistin Sabine Kalcher „Gabriel’s Oboe“ spielte. Ganz im Gegensatz dazu wirkte das Traditional-Medley von Bernhard Probst und Johann Kilger rockig, funkig und von Blues geprägt. 

    Anlässlich des Konzertes fanden sich vier Frauen zu einem Streichquartett mit Kontrabass, Bratsche und Geigen zusammen, gekonnt zauberten sie besinnliche Stimmung in den Kirchenraum mit „Pachelbels Canon. Gemeinsam mit dem Streicherquartett und Fabian Miller an den Pauken sorgten die Sängerinnen und Sänger der Gesangvereine und Talita Kum mit der Europe-Hymne „Freude schöner Götterfunken“ spätestens jetzt dafür, dass der Kirchenraum bis in die letzte Ecke mit Gesang und Musik ausgefüllt war. Auch das Publikum war sichtlich bewegt von der Darbietung. Dass der Funke an diesem Nachmittag übergesprungen ist, zeigte der langanhaltende Applaus. Zum Abschluss des abwechslungsreichen Konzerts ertönte noch einmal die Orgel, diesmal in voller Pracht mit „Pomp and Circumstance“.

    Ihre Freude und Dankbarkeit zeigten die Besucherinnen und Besucher auch, indem sie großzügig für die Beschaffung eines neuen Inventars für die Weihnachtskrippe spendeten. Auf dem Kirchplatz hatten viele fleißige Helfer einen Imbiss vorbereitet. So konnte dort der Konzertnachmittag noch ausklingen.

    Info: Die Abschlussveranstaltung des Programmes zum Festjahr der Grundsteinlegung findet am 25. November um 15 Uhr in der Eppisburger Kirche statt. Thema des Vortrages ist „Die Ohlhäuser-Weihnachtskrippe“. Walter Ohlhäuser ist ein bislang noch wenig beachteter Krippenkünstler, der im süddeutschen Raum ein beachtliches Werk hinterlassen hat. Von diesem Künstler stammen auch die Figuren der Weihnachtskrippe in St. Nikolaus Eppisburg.

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