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  3. Landkreis Dillingen: Agroforst als Rettung für die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels?

Landkreis Dillingen
12.05.2024

Agroforst als Rettung für die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels?

Agroforstwirtschaft auf der Weide: Der Weisinger Biolandwirt Jürgen Speinle sieht darin eine Möglichkeit für die Landwirtschaft, mit der zunehmenden Trockenheit zurechtzukommen.
Foto: Jürgen Speinle (Archivbild)

Der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Dillingen, zieht bei seiner Jahreshauptversammlung Bilanz. Weisinger Biolandwirt spricht über neue Bewirtschaftungsform.

In der Kulturkneipe Chili in Dillingen fand in diesen Tagen die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Dillingen des BUND Naturschutz statt. Der stellvertretende Vorsitzende Thomas Hefele berichtete dabei vor zahlreichen Mitgliedern über die Tätigkeiten der Kreisgruppe im Jahr 2023. So hatte etwa Heike Hoedt (BN Dillingen) in der Gemeinde Bissingen ein Konzept für die Lösung der dortigen Biberproblematik vorgestellt, das in den USA bereits erprobt wurde. Nach Tiefenmessungen wurde dieses Konzept im Frühjahr 2024, wie in unserer Zeitung berichtet, von Gemeindearbeitern und BN-Aktiven umgesetzt. 

Von Juli bis August 202 wurden von BN-Aktiven unter Leitung des Artenschutzreferenten Dieter Leippert 39 Kirchen mit Fledermausvorkommen im Landkreis Dillingen bezüglich nächtlicher Beleuchtung beobachtet. Die Kindergruppe des BN in Höchstädt, unter Leitung von Katja Gast trifft sich einmal im Monat zu diversen Aktionen und Spielen in der Natur. Am Projekt „Streuobst für alle“ beteiligte sich die Kreisgruppe und pflanzte 100 Hochstämme im Landkreis Dillingen. Auch dieses Jahr können kostenlos Hochstämme über die Kreisgruppe bezogen werden. Genaue Informationen erhalten Interessierte in der Geschäftsstelle unter dillingen@bund-naturschutz.de. Hefele dankte laut Pressemitteilung allen, die sich tatkräftig bei den BN-Aktivitäten im Jahre 2023 engagiert haben.Den Kassenbericht stellte Marion Widmann (Schatzmeisterin) vor, der Kassenprüfer Anton Schwägerl bestätigte die Richtigkeit der Kasse.

"Ich den letzten zehn Jahren gab es acht trockene Sommer"

Anschließend referierte der Weisinger Biolandwirt Jürgen Speinle über das Thema Agroforst. „In den letzten zehn Jahren hatten wir acht trockene Sommer, das macht der Landwirtschaft schwer zu schaffen“, erläuterte Speinle. Er beobachtete, dass er auf seinen Wiesen, die im Schatten von Wäldern lagen, noch Gras ernten konnte, während die im Donauried gelegenen Flächen schon braun wurden. So begann er sich zu informieren und stieß auf Pioniere im Agroforst. In Frankreich beispielsweise wisse man dank der Arbeit des Agrarwissenschaftlers Christian Dupraz bereits sehr viel über Agroforstwirtschaft. "Doch auch in Deutschland erkennen immer mehr Landwirte die Vorteile dieser Bewirtschaftungsweise", sagte der Weisinger. 

Was ist Agroforstwirtschaft? Einfach gesagt: Gehölz mit Ackerkultur oder Grünland. Dabei kann das Gehölz aus Streuobstbäumen, Hecken, Energieholz, Wertholzbäumen oder Beerensträuchern bestehen. In regelmäßigen Abständen wird ein Streifen mit Gehölzen angelegt. Ob sich der Landwirt für schnellwachsende Pappeln oder eine Hecke entscheidet, liegt bei ihm. Aber das A und O, so Speinle sei die Planung, denn die anschließende Bewirtschaftung (Maschinengröße) müsse sichergestellt werden. "Die Konkurrenz von Licht, Wasser und Nährstoffen, von Ackerfrucht und Pflanzung muss gut durchdacht sein, außerdem sollte bei der Pflanzung auf eine Nord-Süd-Ausrichtung geachtet werden", sagte Speinle.

Es sei allseits bekannt, dass Bäume das Klima verbessern. Tiere auf der Weide profitierten vom Schatten der Bäume und vor allem Geflügelhalter hätten den Schutzfaktor für ihre Tiere entdeckt. Hecken können als Futterpflanzen genutzt werden. Feldgehölze dienen dem Erosionsschutz, wertvoller Ackerboden werde so erhalten. Durch die Bewirtschaftung gehen die Bäume mit ihren Wurzeln tiefer, sie nehmen überflüssige Nährstoffe auf, bevor sie ins Grundwasser gehen. Das diene auch der Ertragsstabilisierung für die Landwirtschaft. Nicht zu schweigen vom Landschaftsbild, das durch die Agroforstwirtschaft positiv verändert werde.

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Warum macht das nicht jeder Landwirt, fragte der Weisinger. Erstens koste es Geld, und es handelt sich um langfristige Investitionen. Zudem seien das Anlegen und die Pflege sehr arbeitsintensiv. Speinle hat in den vergangenen zwei Jahren 3500 Pappelstecklinge, zwei Futterlaubhecken, eine Feldgehölzhecke sowie Streuobstbäume gepflanzt. Um jeden Steckling muss eine Baumscheibe freigehalten werden, das ist Handarbeit. Auch die Ernte der Früchte mache Arbeit und die Vermarktung müsse bewerkstelligt werden. Die „normale“ anfallende Arbeit des Milchviehbetriebs gebe es ja auch noch. Trotzdem zeigte sich Jürgen Speinle überzeugt, dass Agroforstwirtschaft der richtige Weg sei – und der Applaus der Zuhörer bestätigt ihn. (AZ)

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