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Landkreis Dillingen
25.11.2023

Arzthelferin: "Man hat den Eindruck, der ganze Landkreis ist krank"

Die Schnupfensaison ist auch in diesem Jahr wieder von vermehrten Corona-Infektionen geprägt.
Foto: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

In der Region geht gerade wieder das Corona-Virus um. Das bestätigen Gesundheitsamt und Arztpraxen. Doch nicht nur mit diesem Virus haben momentan einige zu kämpfen.

Erkältung, Husten, Fieber: Viele Menschen im Landkreis Dillingen liegen derzeit flach. Oder sind angeschlagen. Das zeigt sich auch in Praxen, Seniorenheimen und Firmen. Neben den "normalen" Erkältungserkrankungen gesellt sich derzeit eine Corona-Welle. 

Laut Gesundheitsamtsleiterin Uta-Maria Kastner ist die Herbst-Coronawelle auch im Gesundheitsamt spürbar. "Laut unseren Meldedaten ergibt sich in den letzten Wochen eine relativ hohe Zahl an Covid-19-Meldungen durch Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte und Pflegeeinrichtungen", sagt Kastner. In dieser Woche sei die Inzidenz demnach bereits auf über 100 gestiegen. Das sind per Antigen- oder PCR-Test bestätigte Fälle mit "passender Symptomatik", so Kastner. "Die Zahl schwerer Atemwegserkrankungen verursacht durch Sars-CoV-2 bleibt durch die gute Durchimpfungsrate im Verhältnis niedriger als letztes Jahr im gleichen Zeitraum, trotzdem nimmt die Zahl der durch Covid-19 belegten Intensivbetten seit einigen Wochen zu", sagt die Gesundheitsamtsleiterin.

Gesundheitsamt: Zahl der Krankheitsausfälle sei "auffallend hoch"

Generell sei die Zahl der Krankheitsausfälle "auffallend hoch". Da es keine Testpflicht mehr gibt, sei die Zahl der Covid-19-Erkrankungen, die nicht erfasst werden, mit Sicherheit höher als die Meldezahlen. Daten aus dem Abwassermonitoring in Bayern zeigten, dass die Covid-Welle in Schwaben wieder rückläufig sei. Auch Grippefälle gibt es im Landkreis, bisher jedoch nur zwei, so Kastner. Die Grippesaison beginnt seit der Pandemie rund zwei Monate früher. Es sei jedoch noch Zeit, sich impfen zu lassen, sagt die Expertin. 

Apotheker Johannes Riesinger, der Apotheken in Buttenwiesen, Wertingen, Meitingen, Dillingen und Gundelfingen betreibt, spricht von einer ganz normalen saisonalen Entwicklung. Es sei lange sehr schön gewesen, deshalb seien auch weniger Menschen krank geworden. "Jetzt haben viele Menschen Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden", stellt Riesinger fest. Zuletzt habe es viele Corona-Fälle gegeben. Die Welle, so auch der Eindruck des Apothekers, scheine hier bereits wieder abzunehmen. 

"Ich hab das Gefühl, der ganze Landkreis ist krank", sagt eine Arzthelferin bei einem Dillinger Hausarzt. Die Patienten, die kämen, präsentierten "ein buntes Bild" an Symptomen. Vom Husten über Heiserkeit, vom grippalen Infekt bis zur Corona-Infektion. "Uns trifft's natürlich auch", sagt die Angestellte. "Irgendwann hat die Welle eben ihren Scheitelpunkt." Deshalb hat man in der Hausarztpraxis genug zu tun. Dennoch sagen die Medizinischen Fachangestellten einstimmig: "Es war schon schlimmer, wir sind hart im Nehmen." Man schaue, dass jeder drankomme, doch natürlich könne man nicht alle in der Sprechstunde unterbringen und manchmal bleibe eine Wartezeit in der aktuellen Lage nicht aus. Nachdem es keinerlei Beschränkungen mehr gebe wie Maskenpflicht und Co., müsse jeder eigenverantwortlich handeln. Und das heißt schlicht: Zu Hause bleiben, wenn man krank ist. "Aber viele halten sich nicht dran", so der Eindruck der Arzthelferin aus Dillingen. 

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Die landkreisweite Krankheitswelle, sie hat noch nicht alle mitgerissen. Anja Schweyer, Leiterin des Pro Seniore-Altenheims in Bissingen, ist mit ihrem Team verschont geblieben. Auf die Frage, ob bei Belegschaft und Bewohnern auch die Krankheitswelle rollt, sagt sie entschieden: "Nein." In Bissingen sei von der Welle nichts zu spüren. Eine Mitarbeiterin hatte einmal einen positiven Test und eine Bewohnerin auch, doch das sei schon wieder ein paar Wochen her. Was die Personalplaner fürs Seniorenheim mehr beschäftige, seien Schwangerschaften, sagt Schweyer und lacht. Seit der Corona-Pandemie habe man mit großem Aufwand die Hygiene-Standards erhöht. "Hygiene ist das A und O." Wer ein Kratzen im Hals spüre, trage konsequent Maske, auch die Besucherinnen und Besucher. Diese Strategie scheint bisher gut aufgegangen zu sein. 

"Nach den Allerheiligenferien beginnt die Krankheitswelle"

Die Rektorin der Wertinger Grundschule, Christiane Grandé, bestätigt, dass die Erkältungswelle die Bildungseinrichtung bereits seit mehreren Wochen im Griff habe. Von 422 Buben und Mädchen waren am Freitag 19 krank. Die Zahl habe aber auch schon bei mehr als 20 gelegen. Grandé erkennt eine Regelmäßigkeit. "Die Krankheitswelle beginnt meistens nach den Allerheiligenferien und zieht sich bis zum Fasching hin", erläutert die Schulleiterin. Eltern hätten ihre Kinder in diesen Tagen meist wegen Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden krankgemeldet. "Das geht um", sagt Grandé. Einen eklatanten Anstieg der Fälle im Vergleich zu den vergangenen Jahren erkenne sie aber nicht. 

Auch bei der BSH Hausgeräte in Dillingen, dem größten Arbeitgeber im Landkreis, heißt es: "Wir stellen einen üblichen saisonalen Anstieg der Erkrankungsfälle fest, aber keinen außergewöhnlichen." In der betriebsärztlichen Sanitätsstelle könnten Corona-Infektionen nicht von anderen Atemwegsinfektionen unterschieden werden, da keine Tests mehr durchgeführt werden. Mitarbeitende weist die Leitung des Geschirrspülerwerks darauf hin, bei Erkältungssymptomen entsprechend den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums zu Hause zu bleiben.

Das empfiehlt ein Höchstädter Hausarzt

Der Höchstädter Hausarzt Dr. Klemens Kügel sagt, dass derzeit vermehrt Menschen mit grippalen Infekten zu ihm in die Praxis kommen. Darunter seien auch wieder mehr Patienten und Patientinnen, die sich mit Corona angesteckt haben, aber: "Für diese Jahreszeit, würde ich sagen, ist alles noch im Rahmen", so Kügel. Die Symptome seien dabei klassisch: Husten, Schnupfen, Kopfweh, Fieber, Hals- und Gliederschmerzen – "das volle Programm, aber alles noch kein Chaos". 

Einen Arztbesuch empfiehlt er immer dann, wenn es Vorerkrankungen gibt, speziell in Bezug auf die Lunge. Aber auch für chronisch-kranke Menschen sei ein Termin in einer Praxis bei Infekten ratsam. "Antibiotika gibt es aber kaum. Bei viralen Erkrankungen hilft das alles nichts", erklärt Kügel. Was helfen kann: Schmerzmittel und pflanzliche Medikamente für Husten und Schnupfen, die man selbst in Apotheken besorgen kann. Gesunde Ernährung, Vitamine und viel Flüssigkeit unterstützen einen schnelleren Heilungsverlauf. Und Hausmittel? Kügel sagt dazu: "Wer heilt, hat recht." 

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