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Landkreis Dillingen

26.06.2020

Abgebrochene Fußball-Saison: Was wird aus den Jugendmannschaften?

Das Team der B-Junioren der SG Villenbach-Zusamaltheim-Roggden-Osterbuch spielt kommende Saison in der Kreisklasse Donau. Hinten von links mit den Trainern Albert Bihler und Johannes Petter, Manuel Lehnert, Tobias Mayr (Jugendleiter SV Roggden), Benedikt Moosmüller, Maximilian Lutz, Martin Lutz, Alexander Gebele, Luca Hartl (13 Tore), Kilian Hölzle (12 Tore), Philip Baumann (13 Tore, Balint Richter, Jakob Geis, Mathias Mordstein, Markus Hefele (Jugendleiter VfL Zusamaltheim) und Trainer Franz Hartl. Vordere Reihe von links: Jonas Ehm, Simon Gaugler, Christoph Wagner, Philipp Edin, Daniel Raeke und Johannes Schäffler. Auf dem Foto fehlen Trainer Michael Weldishofer, Jugendleiter Christoph Reitenberger vom SV Villenbach sowie Marco Kolodzi und Oliver Stegmüller.
Bild: Franz Hartl

Plus Welche Auswirkungen der Abbruch der Fußball-Saison 2019/2020 im Jugendfußball hat - und welche Mannschaften aus dem Landkreis Dillingen aufsteigen.

Die Seniorenmannschaften hoffen darauf, dass die wegen Corona unterbrochene Saison 2019/2020 im September fortgesetzt werden kann. Für die meisten Nachwuchsmannschaften im Fußball-Kreis Donau, zu dem auch der Landkreis Dillingen zählt, ist die laufende Saison vorzeitig beendet. Lediglich die Mädchenmannschaften spielen weiter. Diese Entscheidung traf, wie berichtet, der Bayerische Fußballverband. Damit schloss sich der Verband dem Vorschlag der sogenannten Lösungsarbeitsgruppe (LAG) an, in der Vereinsvertreter aus ganz Bayern zusammen mit den BFV-Experten beratschlagten.

Jugendfußball: Das passiert mit den Mannschaften im Kreis Donau

Diese unterschiedliche Handhabung wird durch die zum Teil großen Unterschiede im Spielbetrieb begründet, betont Bezirksjugendleiter Helmut Brandmayr aus dem Aindlinger Ortsteil Arnhofen. Die Abschlusstabellen wurden bei den Junioren auf Basis einer Quotientenregelung gebildet: Die bestplatzierte aufstiegsberechtigte Mannschaft und das auf einem Aufstiegsrelegationsplatz stehende Team steigen auf. Absteiger soll es nur dann geben, wenn Teams in der laufenden Saison bis dato punktlos geblieben sind. Aber solche Beispiele sind selten.

Groß ist zum Beispiel die Freude bei den B-Junioren der SG Villenbach-Zusamaltheim-Roggden-Osterbuch: Mit einem Punkt Vorsprung vor dem schärfsten Verfolger FC Günzburg und mit 47:7 Toren stellten die Blau-Weißen die stärkste Abwehr und den torgefährlichsten Angriff der Liga. Damit konnte Platz eins in der B-Junioren-Gruppe Donau 1 und der Aufstieg in die Kreisklasse errungen werden. Bei den Verantwortlichen gibt es jedoch auch ein weinendes Auge, nachdem entschieden wurde, den Spielbetrieb nicht wieder aufzunehmen. Das Trainerquartett mit Franz Hartl, Albert Bihler, Michael Weldishofer und Johannes Petter hätte es lieber gesehen, wenn analog zu den Seniorenmannschaften das Spieljahr „lediglich“ unterbrochen worden wäre und am Ende das beste Team als Meister eine Urkunde erhalten hätte. „Das können wir heuer aufgrund der besonderen Umstände nicht machen“, erklärt Bezirksjugendleiter Brandmayr.

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Das steckt hinter der Quotientenregelung

Dass sich der BFV bei der Ermittlung der Aufsteiger für die Quotientenregelung (am meisten Durchschnittspunkte) entschieden hat, hält nicht nur Helmut Brandmayr für eine faire Lösung, auch der Dillinger Beisitzer im Jugendausschuss des Kreises Donau, Kris Streiber, hält dies für eine „vernünftige Entscheidung“. Der Abbruch bei den Buben sei für ihn in Zeiten der Pandemie alternativlos gewesen und ein gutes Zeichen für den Breitenfußball.

Zurück zur Quotientenregelung: Ein Blick auf die Abschlusstabelle der A-Jugend Kreisliga Donau zeigt, dass nicht die Mannschaft mit den meisten Punkten aufgestiegen ist, sondern die mit dem besten Quotienten. Hier konnte die JFG Region Harburg (24 Punkte aus neun Spielen) an der SG Donaualtheim-Schretzheim-Steinheim (27 Punkte aus elf Spielen) vorbeiziehen und steigt in die Bezirksoberliga auf. Weil die Lösungsarbeitsgruppe des BFV entschieden hat, dass alle Mannschaften, die mindestens 80 Prozent der Punkteanzahl des besten Teams in der Liga geholt haben, einen Antrag auf einen nachträglichen Aufstieg stellen können, ist die Chance der SG Donaualtheim-Schretzheim-Steinheim auf die Bezirksoberliga durchaus vorhanden. Der Verbands-Jugendausschuss, so Helmut Brandmayr, hat sich am vergangenen Donnerstagabend mit diesen Fällen beschäftigt und will die Vereine schriftlich informieren, wie die Sache ausgegangen ist. Die Presse, so Schwabens oberster Jugendfußball-Funktionär, müsse sich noch ein bisschen gedulden.

Wechsel vom Jugend- ins Seniorenlager

Ob Aufstieg „ja oder nein“ – für den Sportlichen Leiter des SV Aislingen, Benno Sailer, ist dies eher unwichtig. Für ihn zählt nicht so sehr die Spielklasse, sondern ob ein Spieler beim Wechsel vom Jugend- ins Seniorenlager weitermacht und ob er sich schnell bei den Älteren integrieren kann. Sebastian Högel, Julian Iffländer und Sebastian Tausend rücken im Juli in den Kader des Kreisklassisten SV Aislingen. Bisher spielten sie gemeinsam bei der JFG Aschberg, deren Stammvereine der SV Holzheim, die SSV Glött, der FC Weisingen und der SV Aislingen sind.

Unter dem Dach der JFG Riedberg spielen die Nachwuchskicker des TSV Binswangen, des SV Kicklingen-Fristingen und des TSV Wertingen. Die A-Jugend horcht seit vier Jahren auf die Kommandos von Trainer Armin Wagner (Kicklingen). Dass die Saison beim männlichen Nachwuchs abgebrochen worden ist, sei aus gesundheitlichen Aspekten die richtige Entscheidung gewesen. Von insgesamt zehn Akteuren muss sich Wagner nun verabschieden. Allein sieben davon (Samir Hassan, Simon Riesinger, Simon Knöpfle, Lukas Gutekunst, Christopher und Clemens Friegel, Christoph Heim) wechseln am 1. Juli zu den beiden Seniorenmannschaften des TSV Wertingen, die in der Bezirksliga Nord und in der Kreisklasse Nord II vertreten sind. „Diese Kader-Aufstockung tut uns gut“, sagt Wertingens Sportlicher Leiter Fritz Bühringer. Zumal diesen Sommer aufgrund der besonderen Umstände keine normalen Transfers möglich sind. Möchte zum Beispiel ein 23-jähriger Spieler vom Verein A zum Verein B wechseln, geht das nur, wenn der abgebende Verein seine Zustimmung erteilt. Diese Regelung gilt übrigens auch für die A-Junioren des Jahrgangs 2001.

Nachfolgend ein Überblick über die Auf- und Absteiger in den einzelnen Spielklassen der abgebrochenen Saison 2019/20 im Jugend-Kreis Donau.

A-Junioren Kreisliga Donau Aufsteiger in die Bezirksoberliga Schwaben: JFG Region Harburg – Absteiger: keine

A-Junioren Kreisklasse Donau Aufsteiger in die Kreisliga: SG Buchdorf-Kaisheim und SV Hochwang – Absteiger: keine

A-Junioren-Gruppe Donau 1 Aufsteiger in die Kreisklasse: SG Alerheim – Absteiger: keine

A-Junioren-Gruppe Donau 2 Aufsteiger in die Kreisklasse: SG Zusamaltheim – Absteiger: keine

B-Junioren Kreisliga Donau Aufsteiger in die Bezirksoberliga: TSV Nördlingen II – Absteiger: keine

B-Junioren Kreisklasse Donau Aufsteiger in die Kreisliga: SG Mindelzell und SG Wemding – Absteiger: keine

B-Junioren-Gruppe Donau 1 Aufsteiger in die Kreisklasse: SG Villenbach – Absteiger: keiner

B-Junioren-Gruppe Donau 2 Aufsteiger in die Kreisklasse: SG Nähermemmingen-Baldingen – Absteiger: keine

C-Junioren-Kreisliga Donau Aufsteiger in die Bezirksliga: FC Lauingen – Absteiger: FC Günzburg

C-Junioren Kreisklasse Donau-Ries Aufsteiger in die Kreisliga: SG Nähermemmingen-Baldingen – Absteiger: SG Oberndorf und SG Buchdorf

C-Junioren Kreisklasse Dillingen Aufsteiger: SG Wittislingen – Absteiger: keine

C-Junioren-Gruppe Donau-Ries Aufsteiger: JFG Harburg und JFG Riesrand Nord (Oettingen) – Absteiger: keine

D-Junioren-Kreisliga Donau Aufsteiger: SpVgg Ederheim – Absteiger: keine

D-Junioren-Kreisklasse Dillingen Aufsteiger in die Kreisliga: SG Roggden – Absteiger: JFG Aschberg II

D-Junioren-Kreisklasse Donau-Ries Aufsteiger in die Kreisliga: SG Wemding – Absteiger: keine

D-Junioren-Gruppe Dillingen 1 Aufsteiger: FC Osterbuch – Absteiger: keine

D-Junioren-Gruppe Donau-Ries 1 Aufsteiger in die Kreisklasse: SG Marxheim – Absteiger: keine

D-Junioren-Gruppe Donau-Ries 2 Aufsteiger in die Kreisklasse: SV Megesheim – Absteiger: keine

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