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Dillingen

24.08.2020

Die Ergebnisse sind Nebensache

Kris Streiber hofft, dass die Tabellenstände nicht so wichtig werden.
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Kris Streiber hofft, dass die Tabellenstände nicht so wichtig werden.
Bild: Brugger

Jugendfußball: Spielgruppenleiter Kris Streiber wünscht sich vor allem, dass der Nachwuchs dem Sport treu bleibt. Hier spricht erklärt er die geplante Saison unter Corona-Bedingungen.

Der Bayrische Fußball-Verband (BFV) hat beschlossen, die laufende und aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bei den Junioren abzubrechen und bei den Juniorinnen ab dem ersten September – wenn unter stattlichen Corona-Vorgaben möglich – analog zum Spielbetrieb bei den Herren und Frauen fortzusetzen. Bei den Junioren wurden die Abschlusstabellen auf Basis einer Quotientenregelung gebildet: Die bestplatzierte aufstiegsberechtigte Mannschaft konnte in die nächsthöhere Spielklasse aufsteigen. Aber nicht nur der errechnete Tabellenerste dürfte aufsteigen, sondern nach der Quotientenregelung haben auch Mannschaften, welche innerhalb der 80 Prozent des Quotienten des Tabellenersten lagen, die Möglichkeit erhalten, 2020/21 eine Spielklasse höher zu kicken. Absteiger soll es nur dann geben, wenn Teams in der laufenden Saison bis dato punktlos geblieben sind. Zur neuen Saison 2020/21 wird auf Kreisebene wegen der Pandemie zum ersten Mal in sogenannten Meldeligen gespielt. So soll jeder Verein die Möglichkeit erhalten, seine Mannschaften je nach Stärke seiner Truppe für eine Spielklasse auszuwählen. Wir sprachen mit Jugendspielgruppenleiter Kris Streiber aus Schretzheim über die neue Saison.

Wann ist der Saisonstart – sofern Corona es zulässt – für den Jugendfußball für die Saison 2020/21 geplant?

Streiber: Auf Bezirks- und Verbandsebene ist der Saisonstart für das Wochenende 11./13. September vorgesehen. Auf Kreisebene im Kreis Dillingen ist der Restart nach der Corona-Pause für das Wochenende 18./20. oder 25./27. September geplant.

In welchem Modus soll gekickt werden?

Streiber: Es wird in allen Ligen, von der Bayernliga bis zur Gruppe, in einer „einfachen“ Runde gegen das runde Leder getreten. Nach Beendigung der Herbstrunde erfolgt der erste Aufstieg für den Erstplatzierten und der Abstieg für den Letzten der Tabelle. Im Frühjahr wird wieder in einer „einfach“ Runde gespielt, sodass am Ende der Saison 2020/2021 der zweite Auf- oder Abstieg ausgespielt wird. Mit „einfacher“ Runde ist gemeint, dass man nur einmal gegen jeden Gegner in der jeweiligen Liga antreten muss. Es finden also keine Rückspiele statt.

Zuschauerfrage noch offen

Dürfen Zuschauer bei den Pflichtspielen anwesend sein?

Steiber: Zurzeit ist von der Regierung keine Freigabe für Zuschauer erteilt worden. Lediglich Eltern dürfen bei Minderjährigen als Erziehungsberechtigte oder benötigte Fahrer am Fußballplatz anwesend sein.

Gibt es ein Szenario, falls die bayrische Staatsregierung den Spielbetrieb nicht freigibt?

Streiber: Durch die Regelung mit der „einfachen“ Runde ist der Spielbetrieb absolut flexibel. Sollte die bayerische Staatsregierung den Spielbetrieb nicht freigeben oder es muss eventuell unterbrochen werden, kann die Saison später beginnen bzw. zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. Das kann auch erst im Kalenderjahr 2021 der Fall sein. Unsere Planungen sehen vor, dass im Worst-Case-Szenario bis zum Saisonende nur ein Spieltag notwendig ist.

Muster-Hygienekonzept des BFV

Unter welchem Hygienekonzept darf der Wettkampfspielbetrieb stattfinden?

Streiber: Alle bayerischen Vereine müssen auf Verlangen der zuständigen kommunalen Behörde ein Hygienekonzept für ihren Trainingsspiel- und Trainingsbetrieb vorlegen. Der BFV stellt den Vereinen ein umfassendes Muster-Hygienekonzept zur Verfügung, dass die Vereine auf ihre individuellen Rahmenbedingungen und die Vorgaben der lokalen Behörden anpassen können. Bleiben Umkleiden und Duschen geschlossen, ist derzeit kein Hygienekonzept notwendig.

Die persönlichen Wünsche vom Spielgruppenleiter Kris Streiber für die Saison 2020/21?

Streiber: Ich wünsche mir, dass die Trainer und Vereinsverantwortlichen Ergebnisse ignorieren. Während der Pandemie ist für mich die Hauptsache, dass die Kinder wieder ihrem Hobby nachgehen können. Zusätzlich erhoffe ich mir, dass die Tabellenstände in der Corona-Situation zur Nebensache werden. Und die Kinder dem Fußballsport treu bleiben, auch wenn so lange nicht gekickt werden konnte.

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