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Fußball-Nachlese

01.04.2019

Ein „Feuerwehrmann“ verhilft Glött zum Sieg

Sprang ein, als er gebraucht wurde: Tony Espig lief für die ersatzgeschwächte SSV Glött auf und verhalf dem Bezirksligisten mit seinem sehenswerten Freistoßtreffer zum etwas überraschenden Erfolg gegen den TSV Gersthofen.
Bild: Karl Aumiller

Tony Espig springt bei personalgeschwächten Glöttern ein und hat großen Anteil am Erfolg. In Dillingen sorgt eine Suspendierung für Unruhe.

Es läuft bei den Landesliga-Fußballern des FC Gundelfingen. Drei der vier Partien nach der Winterpause haben die Grün-Weißen gewonnen und sich damit aus der Abstiegszone bis auf den zehnten Rang vorgearbeitet. Der Trend spricht für die Grün-Weißen, doch genüsslich zurückzulehnen wäre verfrüht. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur fünf Zähler. „Die nächsten beiden Spiele können ganz entscheidend für uns werden. Wenn wir da bestehen, dann schaut es in Sachen Klassenerhalt richtig gut aus“, ist sich FCG-Coach Martin Weng sicher. Denn am Samstag beim FV Illertissen II und am darauffolgenden Mittwoch beim SV Mering stehen Duelle mit direkten Konkurrenten auf dem Plan. Nach dem jüngsten 4:0-Erfolg gegen das Schlusslicht SC Oberweikertshofen gehen die Gundelfinger auf jeden Fall mit breiter Brust in Partien. „Gerade meine jungen Stürmer haben noch einmal Selbstvertrauen getankt, nachdem sie zuletzt doch etwas gehadert hatten. Obwohl Tarik Öz ja nur zwei Spiele torlos geblieben war“, so Weng.

FC Gundelfingen: Neun Treffer für Manuel Müller

Öz traf wie im Hinspiel gegen Oberweikertshofen, sein Sturmpartner Jonas Schneider netzte einmal ein und steuerte zwei Vorlagen bei – beide Mal für Routinier Manuel Müller, der sein Trefferkonto damit auf neun erhöhte. „Dass Müller ein für die Landesliga herausragender Fußballer ist, ist ja hinlänglich bekannt. In dieser Saison spielt er etwas zentraler, übernimmt mehr und mehr Verantwortung und kommt damit immer besser zur Geltung“, freut sich Weng – und hofft, dass sein Mittelfeldspieler in der entscheidenden Phase dieser Saison frei von Verletzungen und Erkältungen bleibt, die ihn zwischendurch schon mal stoppen.

Den dringend notwendigen ersten Sieg nach der Winterpause feierte Bezirksligist SSV Glött am Wochenende gegen den TSV Gersthofen. Ein Heimsieg, welchen die Blau-Weißen regelrecht erzwungen haben. Denn eigentlich sprach im Vorfeld der Partie so ziemlich alles gegen die Lilien. Musste doch fast die komplette Defensive in ihrer Zusammensetzung neu besetzt werden. Dazu noch ein weiterer kurioser Ausfall unmittelbar vor der Partie, sodass die Trainer um Stefan Schneider und Peter Eggle erneut stark improvisieren mussten. Zum Glück gibt es da noch einen Tony Espig in der Hinterhand. Der langjährige Lilien-Kicker musste einmal mehr als Feuerwehrmann aushelfen und krönte seine starke Leistung sogar mit einem sehenswerten Freistoßtreffer zum zwischenzeitlichen 2:0.

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Für die SSV Glött wurde es noch einmal spannend

Das es zum Ende hin noch einmal spannend und hektisch wurde, lag daran, das man nicht vorzeitig den Sack zumachte. Nervenaufreibende Minuten, die auch Trainer Stefan Schneider von außen alles abverlangten. „Ein Wahnsinnsspiel von der Mannschaft, mit all den Rückschlägen, die uns derzeit ereilen, konnten wir heute das Maximale herausholen. Da kann man nur den Hut vor ziehen, wie sich die Truppe reingehauen hat, und jeder über seine Schmerzgrenze ging. Das ist genau das, was wir für diesen schweren Abstiegskampf benötigen“, so Schneider. Einen bitteren Beigeschmack hatte der Sieg jedoch, mit der Roten Karte an Kapitän Andre Daferner muss die SSV nun auf einen weiteren Spieler verzichten. Wenn nicht bald ein Akteur vom Verletztenlazarett zurückkehrt, wird es eng für die Aschbergler. Noch einen Spieler aus dem Hut zu zaubern, wird nun langsam nicht mehr möglich sein.

SSV Dillingen suspendiert Algert Hoti

Wie schon im Hinspiel gab es im Derby zwischen der SSV Dillingen und dem SV Kicklingen-Fristingen keinen Sieger. Vor rund 400 Zuschauern trennten sich die Lokalrivalen im Spitzenspiel 1:1. Lange Zeit führten die Gastgeber durch ein Tor von Michael Bihler. Kicklingen war überlegend, versäumte es aber, mit einem zweiten Treffer den Sack zuzumachen. So kam Dillingen kurz vor Schluss zum glücklichen Ausgleich. Torschütze war der 46-jährige Ex-Champions-League-Akteur Andreas Mayer, der eingewechselt worden war.

Wird nicht mehr für die SSV Dillingen spielen: Algert Hoti.
Bild: Karl Aumiller

Für Unruhe sorgte bei den Dillingern im Vorfeld des Spiels die Suspendierung von Algert Hoti. Unter der Woche gab es offenbar Unstimmigkeiten über einen möglichen anstehenden Wechsel. SSV-Vorsitzender Christoph Nowak sprach von „Erpressung“ und setzte den 20-jährigen Kosovo-Albaner vor die Tür. Hoti wird nicht mehr für Dillingen spielen und hat Hausverbot für SSV-Veranstaltungen im Donaustadion. (wab, RÖB, dz)

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